Merseburger Straße: auch am Riebeckplatz nur noch einspurig?

14. Januar 2015 | Umwelt + Verkehr | 561 Kommentare

Während über die Merseburger Straße im Bereich der Rosengartenbrücke diskutiert wird, ob diese in Zukunft nun zwei- oder vierspurig ausgeführt wird, droht im nördlichen Bereich der B91 das gleiche Problem. Dort ist es aber nicht die Breite einer Brücke, sondern die Häuserzeile, die die Stadtverwaltung zu solchen Überlegungen zwingt. Im Planungsausschuss wurden die Varianten für die Sanierung des Abschnitts vorgestellt.
Merseburger Str2
Aus diesem Grund schlägt die Stadtverwaltung nun für den Bereich zwischen Rudolf-Ernst-Weise-Straße und Edeka-Center eine sogenannte „überbreite Fahrbahn“ von 5 Metern ohne Mittelstreifen vor. Diese würde ermöglichen, dass zwei PKW aneinander vorbeifahren könnten. LKW dagegen könnten hier nicht überholt werden. Für die Verwaltung kein Problem, schließlich würde der PKW-Verkehr 88 Prozent der Belegung ausmachen.

Um einen regelkonformen vierstreifigen Ausbau mit eigenem Bahnkörper zu ermöglichen, müsste man andernfalls die komplette Häuserzeile an der östlichen Merseburger Straße zwischen Rudolf-Ernst-Weise-Straße und Naundorfer Straße abreißen. Denn an der engsten Stelle sind nur 23.70m Platz, 28.10 Meter wären laut Stadt jedoch für die regelkonforme vierstreifige Variante mit eigenem Bahnkörper und Fuß- und Radwegen auf beiden Seiten nötig. „Aufgrund der massiven Eingriffe in die Bebauung schließt die Verwaltung die Umsetzung dieser Variante aus“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung.

Auf einen Verzicht der Radwege als Alternative will die Stadt nicht setzen. Es handele sich um einen wichtigen Teil des Hauptnetzes für den Radverkehr. Zwischen 6 und 22 Uhr seien durchschnittlich 1.400 Radler unterwegs. Auch auf den eigenen Bahnkörper für die Straßenbahn könne man nicht verzichten, dies widerspreche „den Zielen des Stadtbahnprogramms zur behinderungsfreien Fahrt und Erhöhung der Reisegeschwindigkeit“, wurde im Planungsausschuss informiert. Auch sei in diesem Fall die geforderte barrierefreie Ausbildung der Haltestellen sehr problematisch.

Die Zukunft der Merseburger Straße dürfte also noch einige Debatten mit sich bringen.

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Dieses Thema enthält 561 Antworten und 57 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  auaa vor 3 Jahre, 2 Monate.

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  • #133210

    Während über die Merseburger Straße im Bereich der Rosengartenbrücke diskutiert wird, ob diese in Zukunft nun zwei- oder vierspurig ausgeführt wird, d[Der komplette Artikel: Merseburger Straße: auch am Riebeckplatz nur noch zweispurig?]

    #133211

    Wie schon vermutet, läßt jetzt die Stadtverwaltung die Katze aus dem Sack und ist nicht bereit, die Verkehrsprobleme nicht nur auf der Merseburger Straße (ohne Fördermittel) anders zu lösen.

    #133212

    Anonym

    jeder, der einmal die merseburger strasse an dieser Stelle bei Bauarbeiten oder einem Unfall erlebt hat, wir die Schwachsinnigkeit dieser Einengung erkennen.

    #133215

    @kenno, wie oft fährst du denn da mit Fahrrad lang?
    Ich muss gsd dort kaum lang. Der “Radweg“ in Höhe Café Böhme ist eine Zumutung und auch ausdrücklich NICHT benutzungspflichtig (blaue VZ). Du als Experte kennst sicher die Mindestmaße für Radweg, Fußweg. Ich hab mir nicht die Mühe gemacht, da nachzumessen, aber da dürften diese absolut nicht im geringsten erreicht werden. Aber ich möchte es mal erleben, wenn man als Radfahrer sich sein gutes Recht rausnimmt und mit 15km/h dort auf der Straße fährt.
    Welche Fläche beansprucht ein PKW, wenn er fährt und welche, wenn er steht, und diese mindestens zweimal täglich. Welche Strecke legt denn der der durchschnittliche PKW-Fahrer täglich zurück? Welche Fläche ist seit 1990 für neue Verkehrs-, Wirtschafts- und Wohnbauten verbraucht worden. Die zur Verfügung stehende Fläche ist zumindest in den größeren Städten endlich. (In der Altmark sieht’s anders aus)
    Und wer weiß denn, wie sich die Mobilität entwickeln wird?

    Vor ~35 Jahren hab ich gelesen, wie sich ein chinesisches Kind einen Amerikaner vorstellt: “A head with four wheels“. Und heute?
    Damals wartete man xx Jahre auf einen (Festnetz-)Telefon anschluss, heute kann man sich, wenn man den Bullewar runterschlendert, x-mal ein Mobilphon SOFORT kaufen. Wer hat das geahnt?

    Auf der CES (der Consumer Electronic Show) waren die großen Automobilfirmen mit selbstfahrenden Autos vertreten. Vielleicht geht die Entwicklung dahin, dass man eine Fahrt “bestellt“, entweder vom “festen“ oder gegenwärtigen Standort oder Punkt A nach Punkt B, entweder sofort, zu einem späteren Zeitpunkt, einmalig oder regelmäßig täglich, wöchentlich, und ob man in einem größeren Fahrabteil oder allein/zweisam/… in einer Cab SITZEN möchte… Das System schlägt dann Fahrtmöglichkeiten, ggf mit Umsteigen, vor, die man dann buchen kann. Zum gewünschten Zeitpunkt kommt dann, nach Vorankündigung, das Gefährt vorgefahren und fährt dann auch, da voraus berechnet, staufrei zum Ziel.

    #133216

    Wenn der Platz fehlt muß es eben so bleiben, sodass die Gleise auch befahren werden können. Ihr habt schon Recht, wenn hier ein Unfall oder Baustelle ist können die Kollegen Blaulichter nirgends durch und Chaos ist vorprogrammiert.
    @rellah, was haben denn Deine beiden letzten Absätze mit dem Problem zu tun?

    #133222

    Klasse Jungs immer weiter so, immer macht nur Alles kaputt……

    Schraubt doch am Ortseingang die Schilder ab und wechselt sie gegen welche aus, auf denen steht: „Unser Dorf soll schöner werden!“
    Halle ist und bleibt eben ein Provinznest. Kleinkarierte Politiker, gepaart mit Erbsen zählenden Verwaltungsangestellten. Was will man da erwarten. Wenn unsere Vorfahren so die Kanalisation geplant hätten würdet Ihr jetzt alle in eurer Sch….e ersticken. Macht doch alle Straßen einspurig, dann können sich die im Stau wartenden wenigstens an der Videowerbewand in der Vokmannstraße die Zeit vertreiben.

    #133224

    Wie schon vermutet, läßt jetzt die Stadtverwaltung die Katze aus dem Sack und ist nicht bereit, die Verkehrsprobleme nicht nur auf der Merseburger Straße (ohne Fördermittel) anders zu lösen.

    Wovon träumt ihr nachts? Von einer Einstellung des Straßenbahnverkehrs? Von Schneisen der Verwüstung wie in den 70ern? Dieser Abschnitt der Merseburger hat heute schon ausgesprochen enge Spuren und die Autos werden ja auch nicht schmaler. Es war absehbar, dass eine regelgerechte Vierspurigkeit dort nicht hinzubekommen ist.

    #133227

    Endlich entwickelt sich Halle zu einer fortschrittlichen Stadt, in der Lebensqualität mehr bedeutet als 5 Minuten schneller zu sein.

    #133230

    Endlich entwickelt sich Halle zu einer fortschrittlichen Stadt, in der Lebensqualität mehr bedeutet als 5 Minuten schneller zu sein.

    Das ist mir auch zu überschwänglich. Es wird einfach nur aus purer Finanznot nach dem Fördersäckel gegriffen. Wie der Zustand der Straßen in Halle ohne diese Fördermöglichkeit aussieht kann man sich ja gerade an diesem Straßenabschnitt ansehen und mit seinem Popo erfühlen, wenn man in der rechten Spur fährt.

    #133233

    @rellah,
    mit meinem Zitat im ersten Satz meines Beitrages wollte ich so verstanden sein, dass die Verkehrsplaner mit der Ablehnung der Brückenaufweitung am Rosengarten, die dort im Gegensatz zur oberen Merseburger Straße ohne seitliche Gebäudebegrenzungen möglich ist, alle Verkehrsteilnehmer auf einen durchgehende Rückbau der gesamten Merseburger Straße auf nur 2-Fahrspuren vorbereiten wollen.
    Da man hier auch nicht eine ganze Häuserzeile, ähnlich wie an der Engstelle am Künstlerhaus 188, abreißen kann und die Platzverhältnisse nicht für eine regelkonforme Auslegung einer Hauptverkehrstraße (B91) ausreichen, müssen von allen Verkehrsteilnehmern Abstriche gemacht werden.
    Der jetzige Vorschlag mit einer überbreiten 5 m Fahrspur je Richtung ist nur eine in das Förderkonzept der Stadt passende Variante.
    Jetzt müssen noch weitere Varianten erarbeitet und diskutiert werden. Wenn diese aber nicht förderfähig sind, wie am Künstlerhaus 188, dann muß dieser Straßenabschnitt möglicherweise aus dem Stadtbahnprogramm Linie 5 ausgeklammert und ein abmarkierter von Sonderfahrzeugen überfahrbarer Gleisbereich beibehalten werden.

    #133234

    Da man hier auch nicht eine ganze Häuserzeile, ähnlich wie an der Engstelle am Künstlerhaus 188, abreißen kann und die Platzverhältnisse nicht für eine regelkonforme Auslegung einer Hauptverkehrstraße (B91) ausreichen, müssen von allen Verkehrsteilnehmern Abstriche gemacht werden.
    Der jetzige Vorschlag mit einer überbreiten 5 m Fahrspur je Richtung ist nur eine in das Förderkonzept der Stadt passende Variante.
    Jetzt müssen noch weitere Varianten erarbeitet und diskutiert werden. Wenn diese aber nicht förderfähig sind, wie am Künstlerhaus 188, dann muß dieser Straßenabschnitt möglicherweise aus dem Stadtbahnprogramm Linie 5 ausgeklammert und ein abmarkierter von Sonderfahrzeugen überfahrbarer Gleisbereich beibehalten werden.

    Ich schrieb bereits, dass die Fahrspuren im derzeitigen Zustand sehr eng sind und vermutlich heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen, schon ohne Verbreiterung des Gleisbereiches oder des Radweges. Wie soll denn deine vierspurige Alternative aussehen? Fußweg und/oder Radweg weglassen?

    Das schrieb ich übrigens schon, als letztes Jahr das Geschrei wegen des Vorschlages, die Merseburger auf zweispurig zurückzubauen, losging, dass die Merseburger ohnehin in einigen Bereichen nicht wirklich vierspurig ist.

    #133237

    @geraldo,
    Dort ist die Merseburger Straße aber 4-spurig.
    Vom Weglassen von Fuß-und Radwegen habe ich nicht gesprochen, aber schau dir mal den überbreiten Fußweg auf der westlichen Straßenseite an. Vielleicht gäbe es auch eine Variante mit nur einer geringen Gleisverschwenkung!
    Jetzt kommt auch die Stadtverwaltung mit dem hohen Anteil von 12% Schwerverkehr am gesamten Verkehrsaufkommen heraus, ohne das Gesamtaufkommen zu erwähnen.
    Damit läßt sich gemäß RASt 06 keine zweispurige auch 5 m breite Hauptverkehrs-bzw. Bundesstraße ohne Mittelstreifen realisieren.
    Dieser Gesichtspunkt gilt auch für eine mögliche Einengung des Verkehrs im Bereich der Rosengartenbrücke auf eine Fahrspur, da sich der PKW-Verkehr immer hinter dem Schwerverehr einordnen müßte und damit die Durchlaßleistung erheblich verringern würde.

    #133241

    Jetzt müssen noch weitere Varianten erarbeitet und diskutiert werden. Wenn diese aber nicht förderfähig sind, wie am Künstlerhaus 188, dann muß dieser Straßenabschnitt möglicherweise aus dem Stadtbahnprogramm Linie 5 ausgeklammert und ein abmarkierter von Sonderfahrzeugen überfahrbarer Gleisbereich beibehalten werden.

    Also soweit ich das verstanden habe, hat niemand behauptet, dass der Gleisbereich auch bei separatem Gleisbett nicht von Sonderfahrzeugen überfahrbar sein würde. Die Delitzscher Straße war doch auch förderfähig, oder nicht?
    Um es mal vereinfacht auszudrücken, würde sich am jetzigen Straßenquerschnitt nichts wesentliches ändern, außer, dass die gestrichtelte Linie zwischen den Fahrspuren entfallen und dafür ein straßenbündiger Radweg an den Seiten entstehen würde. Auf die Straßenbahngleise kann bei Bedarf (Baustelle/Unfall/Notfall) immernoch ausgewichen werden

    #133245

    @Binärcode,
    die Stadtverwaltung spricht von einem neuen eigenen Bahn-bzw.Gleiskörper. Anderenfalls würde „den Zielen des Stadtbahnprogramms zur behinderungsfreien Fahrt und Erhöhung der Reisegeschwindigkeit“ widersprochen.
    Die Möglichkeit eines erhöhten befahrbaren Gleiskörpers, wie in der Delitzscher Straße, wurde an der Rosengartenbrücke vom Baudezernenten in der Beigeordnetenkonferenz in Aussicht gestellt.

    #133246

    Da hilft nur eine Untertunnelung der Merseburger!
    Alternativ ne Hochstrasse.

    #133260

    die Stadtverwaltung spricht von einem neuen eigenen Bahn-bzw.Gleiskörper. Anderenfalls würde „den Zielen des Stadtbahnprogramms zur behinderungsfreien Fahrt und Erhöhung der Reisegeschwindigkeit“ widersprochen.

    Ja, das meinte ich ja auch für diesen Abschnitt. Das, was jetzt ebenerdige Bahngleise sind, würde ein abgesetzter/erhöhter Gleiskörper, auf dem man bei Bedarf fahren kann (ähnlich wie in der Lu-Wu), und schon ist den Förderrichtlinien entsprochen. Am gesamten Straßenquerschnitt würde sich, wie gesagt, im Vergleich zum jetzigen, nicht viel ändern.

    #133278

    Spätestens bei der Zusammenführung der Spuren von der Hochstraße und vom Riebeckplatz kommend, wird es eng werden. Zumal dort ja dann auch noch die gewünschte Linksabbiegespur in die Rudolf-Ernst-Weise-Strasse entstehen soll. Viel Spaß beim Knoten entwirren.

    Langsam bin ich froh, fast ausschließlich in der Nacht auf Halles Strassen angewiesen zu sein.

    #133279

    Vielleicht verschweigt man uns, was Experten schon längst wissen. Die Entwicklung von Halle wird stärker rückläufig sein als so mancher denkt. Wenn man sich die demographische Entwicklung und getätigte Investitionen anschaut, kann es auch keine andere Schlussfolgerung geben.

    #133290

    @Binärcode,
    ja und gerade dieser um ca.5 cm erhöhte Gleiskörper soll aber größere Breitenabmessungen haben und daher zu Lasten der bisherigen 2 getrennten Fahrspuren gehen. Wieviel das ausmacht, dazu muß ich mich erst einmal informieren.

    #133291

    Ist eigentlich mal jemand auf die Idee gekommen, die Straßenbahntrasse, aufgrund der Platzprobleme, aus diesem kurzen Bereich rauszunehmen und weiter östlich zu führen? Wenn man bei Google oder Bing auf die Karte schaut, gibt es dort freie Bereiche.
    Außerdem, wer sagt, das man die Straßenbahn Richtung Norden nicht auch getrennt von der Südtrasse führen kann.
    So bliebe z.B. in dem kurzen Stück mit nur einer Gleise Richtung Süden mehr Platz.

    #133295

    Anonym

    anders geht immer 🙂
    http://www.thailand-tip.com/uploads/pics/Stau-in-Bangkok.jpg
    http://view.stern.de/de/picture/2185673/thailand-strasse-autobahn-robert-goetzfried-bangkok-highway-1920.jpg

    Bei der ersten Umgestaltung ist dieser Bereich unglücklicherweise raus genommen und eben die ordentliche Anbindung an die Europachaussee verpennt worden.

    Wenn jetzt Jemand auf die Europachaussee von Norden will, weil hier ja viele von dieser Umgehung so schwärmen, muss man im Prinzip durch dieses Nadelöhr oder erst nach Westen abschwenken. Not gegen Elend.

    #133298

    Spätestens bei der Zusammenführung der Spuren von der Hochstraße und vom Riebeckplatz kommend, wird es eng werden. Zumal dort ja dann auch noch die gewünschte Linksabbiegespur in die Rudolf-Ernst-Weise-Strasse entstehen soll. Viel Spaß beim Knoten entwirren.

    Langsam bin ich froh, fast ausschließlich in der Nacht auf Halles Strassen angewiesen zu sein.

    Gerade die Zusammenführung der beiden Fahrspuren führt derzeit schon zu Fahrspurwechelproblemen, die sich zu erhöhter Unfalltätigkeit auswirken können. Die geplante eine 5 m Fahrspur verschärft diese noch.
    Die Absicht einer Linksabbiegespur in die Rudolf-Ernst-Weise-Straße ist reiner Schwachsinn und dann soll ja auch noch die Haltestelle vor dem Autohaus als Insel ausgebildet werden. Das geht garantiert so nicht.

    #133371

    Die Radwege entlang der Merseburger sind in einem lebensgefährdenden Zustand. Ich bin mal nachts gen Hbf geradelt (mit Licht!) von Ammendorf aus, da wechselte ich nach wenigen Metern auf die Straßenfahrbahn, weil auf der Zick-Zack-Radwegfläche nur Hindernisse waren: Maste, Werbeschilder, Schachtdeckel mit + oder – 5cm Höhenversatz, Sichthindernisse, Schäden, Bodenwellen durch Wurzeln uvm.
    Die Fahrbahn war leer, auf den 5 (?) km überholten mich 3 (!) PKWs. Dennoch erschwerte eine schwarz gekleidete Männergruppe die Weiterfahrt. Ich fürchtete Trunkenbolde mit Rauflust, doch es war eine Polizeikontrolle, deren Sprecher mein Ansinnen der Lebensgefährlichkeit der Radwegnutzung konterte mit dem Argument, dafür könne ich mich ja nicht auf der Fahrbahn in Lebensgefahr begeben! Ich wollte lachen und streiten, doch entschied mich für das Erreichen des Zuges nach Hause. Es gibt doch noch sonderbare Menschen, leider mit exekutiven Gewaltrechten.
    Die befürchteten Argumente der Rettungswegverhinderung bei schmalen Fahrbahnen ist falsch. Im Fall des Falles wird der Radstreifen mit genutzt, es sind ja spürbare Notfälle. Geht in allen anderen Städten auch. Früher gabs mal Stadtmauern, heute sind es Tellerränder.

    @betriebsdirektor: Wenn man die Stammtischaufregung aus deiner These heraus nimmt, was ist schlimm an einer einstreifigen oder schmalstreifigen dafür schön gestalteten Straße?

    @kenno: egal wieviel Schwerverkehr (was sucht der am Riebeckplatz?) da lang fährt, ob man davor oder dahinter fahren muss, das Aufkommen passt sich an, nicht umgedreht!

    @Gork vom Ork: Ein Herausnehmen erscheint nicht wirklich sinnvoll, da auch Quellen und Ziele der Fahrgäste entlang der Merseburger Straße liegen. Eine Schienentrasse hat man ja heraus genommen, S-Bahn genannt und fährt MIV-behinderungsfrei zum Hbf.

    @nachtschwärmer: Die Tram wird nicht „geadelt“, sondern der Betrieb wird effizient gestaltet. Schnelleres und vor allem störungsfreies Vorankommen hilft, auf einer Linie ggf. ein Fahrzeug weniger zu benötigen, das entlastet Tag für Tag, Jahr für Jahr die Kosten, welche von Fahrgästen (Fahrkarten), Fahrgästen (Steuern) und Hallensern (Stadtwerke) bezahlt werden müssen. Kurzum: Je flüssiger der ÖPNV, desto besser für die Bürger. Dass obendrein noch mehr Leute mitfahren, diese schon mal nicht mehr im PKW für Rückstau sorgen, kommt noch hinzu.

    #133379

    @ farbspektrum
    Die Entwicklung von Halle wird stärker rückläufig sein als so mancher denkt. Wenn man sich die demographische Entwicklung und getätigte Investitionen anschaut, kann es auch keine andere Schlussfolgerung geben. Unser aller Herr Stäglin freut das (Bevölkerungs-)wachstum. http://www.cicero.de/berliner-republik/demografie-die-100-millionen-chance/55280/seite/3
    Es kommt immer drauf an, wem man was erzählt.

    #133419

    @Gork vom Ork: Ein Herausnehmen erscheint nicht wirklich sinnvoll, da auch Quellen und Ziele der Fahrgäste entlang der Merseburger Straße liegen. Eine Schienentrasse hat man ja heraus genommen, S-Bahn genannt und fährt MIV-behinderungsfrei zum Hbf.

    Deswegen ja mein zweiter Ansatz der getrennten Führung. Denn zwischen Raffineriestraße und Riebeckplatz gibt es keine Haltestelle. Und warum nicht zum Norden über Raffineriestraße (oder ein, zwei Straßen vorher) über die Rudolf-Ernst-Weise-Straße zur E.-Kamieth-Str. für besseres Erreichen z.B. des Ärztehauses etc.

    Oder die Trasse wesstlicher verschwenken.

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