Kaum „Grün“ im Schrank? Greenpeace-Jugend veranstaltet Kleidertausch im Peißnitzhaus
9. April 2015 | Umwelt + Verkehr | 4 KommentareAlte Klamotten fliegen oft in den Müll, gelegentlich landen sie auch im Altkleidercontainer. Die Greenpeace-Jugend in Halle will dagegen ein Zeichen setzen und organisiert am Samstag, den 11.04. von 14-18 Uhr im Peißnitzhaus einen Kleidertausch.

Interessierte jeden Alters können dort noch gute Kleidung kostenlos tauschen und neue Lieblingsstücke finden, ohne dass wertvolle Ressourcen für die Produktion neuer Textilien aufgewendet werden müssen. Nachhaltige Mode muss also nicht teuer sein.
Jedes Jahr kommen laut Greenpeace in Deutschland rund 750.000 Tonnen Gebrauchttextilien zusammen – eine LKW-Schlange von Kiel bis München gefüllt mit Kleiderbeuteln und unklarem Bestimmungsort. Immer mehr gute und noch tragbare Kleidung werde für neu Gefertigtes weggeworfen. Dabei sei die Textilindustrie keineswegs unproblematisch und mit einem großen Maß an Umweltverschmutzung verbunden, so die Umweltschutzorganisation.
Der Anbau von Rohstoffen für Textilien, wie beispielsweise Baumwolle, verbrauche enorme Wassermengen und belaste die Böden, indem die Monokulturen ihm alle Nährstoffe entziehen. Dennoch kaufen die Deutschen sich ständig neue Kleidun, durchschnittlich 28 Kilo pro Jahr. Bei der Produktion von Textilien würden zudem viele Chemikalien verwendet, die während der Herstellung meist über Flüsse in die Umwelt gelangen. Dort schädigen sie beispielweise Leber, Schilddrüse, Niere und Zentralnervensystem zahlreicher Organismen, merkt Greenpeace an Einige dieser persistenten Stoffe sind zudem krebserregend oder zerstören die Ozonschicht. Greenpeace setzt sich dafür ein, dass auch in den Produzentenländern die gesetzlichen Auflagen verschärft werden.
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tja braegel, „ressourcen schonen“ ist ja auch sowas von gestern und uncool… hast du kinder? dann denk nochmal drüber nach.
tja wenn es nach diesen Öko-Kommunisten ginge, würden wir alle herum laufen wie die Menschen in Nordkorea oder zu Zeiten Maos in China. Das alles um „Ressourcen zu schonen“
„Dennoch kaufen die Deutschen sich ständig neue Kleidun, durchschnittlich 28 Kilo pro Jahr.“ Ooohhh!
Ich nicht.
Hatten wir vor 40 Jahren schon: nannte sich „Wäschetausch“ … Aber jeder halt wie er es mag. Meine Bekleidung ist beim Wegwerfen nicht mehr tragbar …