Mit Verspätung: Kanzlerin Merkel nimmt neue ICE-Trasse in Betrieb

9. Dezember 2015 | Umwelt + Verkehr | 15 Kommentare

Am Mittwoch wurde das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8.2 Erfurt – Halle/Leipzig in Betrieb genommen. Dazu ging ein Sonderzug mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an Bord auf Reisen. Der Sonder-ICE ab Halle startete mit 45 Minuten Verspätung.
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Die neue 123 Kilometer lange ICE-Trasse zwischen Halle und Erfurt verfügt über sechs Talbrücken. Die größte davon ist die Saale-Elster-Talbrücke zwischen Halle und Merseburg mit 8,5 Kilometern. Es ist die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Lange wackelte der Termin wegen einer fehlenden Genehmigung des Eisenbahnbundesamtes. Die Strecke ermöglicht Geschwindigkeiten von 300 km/h und erforderte ein Investitionsvolumen über 2,7 Mrd. €, das durch Bund, EU und DB AG erbracht wurde.

20151209105441_IMG_7228Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat bei der Inbetriebnahme der Bahn-Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig, die Anstrengungen im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit gelobt. „Sie machen unser Land stärker, denn sie fördern wirtschaftliche Entwicklung und Mobilität im ganzen mitteldeutschen Raum“, sagte der Regierungschef bei den Feierlichkeiten in Halle.

„Gute Infrastrukturen und schnelle Erreichbarkeit sind wichtige Wachstumsfaktoren, nicht nur die angeschlossenen Städte selbst sondern die ganze mitteldeutsche Region profitiert von den besseren Reisemöglichkeiten“, erklärte der Ministerpräsident. Dies gelte auch für die Orte, die ihr Fernverkehrsangebot mit Inbetriebnahme der Neubaustrecke verlören. Für Naumburg und Weißenfels würden schnelle Verbindungen im Nahverkehr nach Halle und Leipzig geschaffen, wo Anschluss zu den Fernverkehrszügen bestehe, sagte Haseloff weiter. „Ganz Mitteldeutschland wird von diesen Entwicklungen profitieren, das ist von zentraler Bedeutung.“

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