ICE-Trasse: Verkehrsminister Webel zuversichtlich bei Genehmigung

12. Juni 2015 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel ist zuversichtlich, dass die neue ICE-Trasse zwischen Halle (Saale) und Erfurt wie geplant Mitte Dezember in Betrieb geht. Das sagte er am Freitag im Rahmen einer Rede zum „Tag der Eisenbahner“.
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„Ich bin optimistisch, dass das Eisenbahnbundesamt erkennen wird, dass man mit modernen Technologien auch Eisenbahnen betreiben kann“, so Webel. Er sei zuversichtlich, dass man von Halle aus ab Dezember noch schneller nach Erfurt und München komme. Wichtig sei es aber auch, die Zubringerzüge zum ICE zu stärken. Deshalb sei es wichtig, die Netze und Knoten auszubauen. Wenn man ein modernes Konkurrenzmittel zu Flugzeugen oder Fernbussen wolle, „dann brauchen wir schnelle Züge. Dazu hat sich die Bahn in Sachsen-Anhalt bekannt.“

Das Eisenbahnbundesamt hatte die Genehmigung für die sogenannte feste Fahrbahn auf den Brücken versagt. Auf normalen Strecken wurde auch diese Bauweise gewählt, hierfür wurde aber die Genehmigung erteilt. Die neue 123 Kilometer lange ICE-Trasse zwischen Halle und Erfurt verfügt über sechs Talbrücken. Die größte davon ist die Saale-Elster-Talbrücke zwischen Halle und Merseburg mit 8,5 Kilometern. Es ist die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Die Bahn will jetzt schnellstmöglich die Antragsunterlagen nachbessern. Der Konzern muss nachweisen, dass die Brücken einer dauerhaften Belastung mit Tempo 300 standhalten.

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