ICE-Neubaustrecke bei Halle ab heute unter Strom

25. August 2014 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Die ersten regulären Züge sollen zwar erst in anderthalb Jahren rollen. Doch auf den Leitungen der ICE-Neubaustrecke durch die Saale-Elster-Aue im Süden von Halle fließt ab sofort Strom.

15.000 Volt fließen nun durch die Oberleitung. Damit soll zum einen Metalldiebstahl verhindert werden. Denn erst vor wenigen Wochen hatten Unbekannte bei Gröbers Teile der Oberleitung der Neubaustrecke gestohlen. Zum anderen sind Testfahrten geplant.

Die Bundespolizeiinspektionen führen Präventionsunterrichte an Schulen durch, um Kinder für die Gefahren im Bereich der Bahnanlagen zu sensibilisieren. An der Strecke werden zusätzliche Hinweisschilder angebracht, die auf die Gefahren aufmerksam machen. Denn in der letzten Zeit zeichnete sich ein gefährlicher Trend ab. Jugendliche klettere auf die Strecke, um Selfies von sich und der Bahntrasse zu machen. Da nun die Züge hier mit bis zu 300 km/h entlang rasen, besteht Lebensgefahr.

Seit 2006 war die Trasse einschließlich der drei Tunnel mit 15,4 Kilometern Gesamtlänge und sechs Talbrücken mit 14,4 Kilometern Gesamtlänge von Erfurt bis zur Saalekreisgemeinde Gröbers auf 100 Kilometern Länge gebaut wurden. Seit dem Start der Bauarbeiten zur Ausrüstung im Jahr 2013 wurden 2750 Oberleitungsmaste aufgestellt. Allein für deren Fundamente wurden 4500 Tonnen Stahl in Form von Bohrrohren bzw. Betonbewehrung verbaut. Insgesamt 250 Kilometer Fahrdraht und Tragseil wurden montiert. Für die Stromversorgung wurden 3 Unterwerke mit einer Leistung von je zweimal 15 Megawatt errichtet, welche über eine 100 Kilometer lange Hochspannungsleitung versorgt werden.

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