HAVAG kommen erneut Fahrgäste abhanden, 9,8 Mio Stadt-Zuschuss

3. Juli 2015 | Umwelt + Verkehr | 71 Kommentare

Die Hallesche Verkehrs AG (HAVAG) hat erneut mit sinkenden Fahrgastzahlen zu kämpfen. Nach Unternehmensangaben sanken die Zahlen von 52,145 auf 51,774 Millionen beförderte Personen. Im Jahr 2010 waren es noch 55,5 Millionen.
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„Das hatten wir nicht erwartet“, zeigt sich Stadtwerke-Chef Matthias Lux enttäuscht, das Ergebnis sei nicht zufriedenstellend. „Wir wollen eine Konsistenz.“ Sprich: die Fahrgastzahlen sollen stabil bleiben, möglicherweise sogar leicht steigen. Als Grund für den aktuellen Rückgang sieht Lux zum einen die diversen Baumaßnahmen in der Stadt wie Rannischer Platz, zudem seien die Zahlen der Studenten rückläufig.
Die HAVAG wurde im vergangenen Jahr für die Betriebskosten mit 24,1 Millionen Euro bezuschusst. Im Jahr 2000 waren es noch 38,8 Millionen Euro. Die Stadtwerke trugen im vergangenen Jahr davon 8,9 Millionen Euro (2013: 18,5 Mio), das Land 3,1 Millionen Euro sowie 2,3 Millionen Euro aus dem Stadtbahnprogramm. Der städtische Zuschuss erhöhte sich auf 9,8 Millionen Euro gegenüber 850.000 Euro im Jahr zuvor.

Der ÖPNV sei deutschlandweit ein Zuschussbetrieb. „Wir müssten die Ticketpreise verdoppeln bei gleichbleibenden Fahrgastzahlen, um keinen Zuschuss zu benötigen“, so Lux. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sieht aber für die Zukunft Diskussionsbedarf für die Finanzierung des ÖPNV- Möglich wäre beispielsweise eine Satzung, wonach jeder Bürger der Stadt einen bestimmten monatlichen betrag zur Finanzierung von Bussen und Straßenbahnen abführt, also eine Art HAVAG-Steuer.

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Dieses Thema enthält 71 Antworten und 20 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Anonym vor 4 Jahre, 2 Monate.

Ansicht von 25 Beiträgen - 1 bis 25 (von insgesamt 72)
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  • #161256

    Die Hallesche Verkehrs AG (HAVAG) hat erneut mit sinkenden Fahrgastzahlen zu kämpfen. Nach Unternehmensangaben sanken die Zahlen von 52,145 auf 51,774
    [Der komplette Artikel: HAVAG kommen erneut Fahrgäste abhanden, 9,8 Mio Stadt-Zuschuss]

    #161257

    Wie oft wurde erzählt, dass das Stadtbahnprogramm die Stadt ja nix kostet?

    #161258

    Wieso, wurde doch immer von Eigenanteil gesprochen, Förderung 90 Prozent

    #161259

    Der ÖPNV müsste eigentlich über die Ökosteuer finanziert werden. 😉

    #161260

    HAVAG-Steuer? Klar, und Bäcker-Steuer, Fleischer-Steuer auch noch…

    Dann würde aber jeder Einwohner und Zahler kostenlos für den Steuerbetrag fahren dürfen, selbst wenn er nicht wollte…

    Vielleicht sollte sich HAVAG mal fragen, warum die Zahlen zurückgehen? Rannischer Platz verspätet, Steintor Baustelle, Giebichenstein Baustelle… alles mit Unnannehmlichkeitne und Verspätungen verbunden…
    Dabei könnte man gerade bei der guten Witterung auf der Giebichensteiner in zwei Schichten arbeiten…

    #161261

    Eine Fleischersteuer wäre doch in der Tat sinnvoll als Ausgleich. Aber mal im Ernst, in den ÖPNV werden seit Jahren ohne Ende Zuschüsse versenkt und die Fahgastzahlen gehen massiv zurück… Vielleicht sollte man mal ein wenig die bestehende Konzeption hinterfragen…

    #161289

    Richtig, zumal die Minute, die da vielleicht herauskommt, von den meisten nicht wahrgenommen wird.
    Dafür wären Fahrkartenautomaten, die auch den Namen verdienen, nötiger; eine angemessenen Klimatisierung, abends mitfahrende Ordnungskräfte, eine wirkliche Fahrgastinformation über die Sprechanlage, behindertengerechte niveaugleiche Bahnsteige …

    #161292

    Für mich ist in den vergangen Monaten ein Fahrgstzuwachs in den Straßenbahnen (nicht den Bussen!) gefühlte Realität. Dieser Mehrverkehr scheint sich vor allem aus neuen Bürgerbewerbern zu generieren. da ist natürlich die Frage: Arbeiten dürfen die in den ersten Monaten nicht – was sollen die denn dann auch den ganzen Tag machen?
    Aktuell sind wieder viele Schulklassen unterwegs. Natürlich vor allem in der Hauptverkehrszeit zwischen 9 und 10 Uhr. Höhepunkt waren neulich 2 Schulklassen a 20 Schüler in einem kleinen Citaro-Bus. Ich stand nicht allein im Türschacht. Zu DDR-Zeiten wurden für Schulausflüge Busse bestellt. Aber so etwas darf es nicht mehr geben, haben ja schließlich die bösen Kommunisten so gemacht.
    Kurz und gut: „Gefühlt“ kann ich die Fahrgastverluste nicht nachvollziehen. Eher das Gegenteil.

    #161299

    Eine Zwangsabgabe für den ÖPNV mag zwar kurzfristig die Finanzierung sichern, aber: wenn alle für den ÖPNV zahlen müssen werden diese ihn auch nutzen. An und für sich gut, allerdings wird dann das Fahrmaterial nicht ausreichen, das Personal nicht und auch die Taktfolge nicht. Es muss nochmals investiert werden…was dann wieder die Kosten ansteigen läßt…und somit die Zwangsabgabe und so weiter….irgendwann kommt der Tag, an dem alle zahlen müssen, aber nicht alle den ÖPNV nutzen können, weil die Bahnen zu voll sind.

    #161320

    Anonym

    Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher das eine ÖPNV Zwangsabgabe rechtlich nicht umsetzbar ist. Ansonsten gäbe es das schon lange in anderen Städten. Wenn, dann möchte ich bitte auch ein kostenloses Ticket für meine Steuergelder haben.

    Zum anderen ist es auch nicht Aufgabe eines öffentlichen Betriebes Gewinn zu erwirtschaften.

    Das die Fahrgastzahlen sinken ist wirklich kein Wunder. Die Spritpreise sind seit Jahren relativ stabil, die Ticketpreise aber steigen und steigen und das TROTZ Einsparungen an den Taktzeiten (20 bis 30 min Takt, früher 10 min) und am Wochenende ist oftmals ab 18 Uhr Schluss. Es ist häufig billiger mit dem Auto zu fahren als ein Ticket zu kaufen, jedenfalls für die Leute die eh ein Auto haben (extra eins kaufen macht aufgrund der laufenden Fixkosten natürlich keinen Sinn).

    #161338

    Also, wenn ich das hier so lese hat es vor einigen Jahren in Griechenland ähnlich angefangen!
    Daraus wird sich doch nicht ein HAVexit entwickeln oder ?
    Gruß Oma Alize

    #161735

    Die HAVAG ist selbst schuld!

    Mit den alten Trams können Behinderte und/oder alte Menschen nicht´s anfangen,
    während man zwei Haltestellen laufen muss, darf man sich einen 2 Zonen Fahrschein im Zug kaufen, auch wenn man nur zwei Haltestellen fahren muss, was zwischen Saline und Rennbahnkreuz für alte Menschen irgendwie besser komplett gelaufen istvund man dann sich mit der Havag rumstreiten darf, wenn man den Differenzbetrag zurück haben will und die HAVAG argumentiert, woher sollen wir kontrollieren, dass sie wirklich nur 2 Haltepunkte abgefahren hat.

    Die Kommunikation mit der HAVAG läuft im Allgemeinen eher Asozial ab und auf den Ärger hab ich nicht einmal Lust!

    Zum Anderen die nervigen und zu teuer eingekauften Ansagen und wenn noch die Klima bei 30 Grad nicht funktioniert und man nach 3 Haltestellen aus der Bahn flüchtet, wundert sich die HAVAG?

    Scheiß Verein!

    Wenn ein Betrieb kein geld einspielt, dann macht er in der Regel einfach zu oder verkauft diesen. Wenn die Zuschüsse nicht wären, würden die die Fahrpreise verdoppeln?!… Kein Wunder dass die Radwege so Scheiße sind, aber da laufe ich lieber oder hol meinen Phaeton aus der Garage!

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 5 Monate von  admin.
    #161753

    […] und wenn noch die Klima bei 30 Grad nicht funktioniert und man nach 3 Haltestellen aus der Bahn flüchtet, wundert sich die HAVAG?

    Ja, wie ich im „Merseburg ist Pleite“-Thread schon schrieb: alle wollen immer von allem das beste, aber dass das auch mehr kostet, sieht keiner ein. Klimatisierte Straßenbahnen, die alle zwei Minuten die Türen öffnen, sind ja wohl der größte ökologische wie ökonomische Unsinn.

    #161754

    Anonym

    Klimatisierte Straßenbahnen, die alle zwei Minuten die Türen öffnen, sind ja wohl der größte ökologische wie ökonomische Unsinn.

    Das ist wohl mangelhafter Physik-Unterricht. Dazu kommen die Treppenhaus-Fenster-Ankipper, denen es zu warm in ihrer Wohnung ist. 🙂

    #161726

    Vielleicht sollte sich HAVAG mal fragen, warum die Zahlen zurückgehen? Rannischer Platz verspätet, Steintor Baustelle, Giebichenstein Baustelle… alles mit Unnannehmlichkeitne und Verspätungen verbunden… Dabei könnte man gerade bei der guten Witterung auf der Giebichensteiner in zwei Schichten arbeiten…

    Rannischer Platz verspätet… Ja, da Vergabefehler. Steintorbaustelle- hier hätten von Seiten der HAVAG die Gleise saniert werden müssen. Die grundsätzliche Platzumgestaltung jedoch ist von der Stadt forciert, um möglichst viel dieser tollen „STADTBAHN“-Mittel zu bekommen.
    Baustelle Giebichenstein wird sich die HAVAG so auch nicht ausgesucht haben. Da wird wohl eher das Straßentiefbauamt mit der Ampelschaltung geschlafen haben.

    Die Spritpreise sind seit Jahren relativ stabil, die Ticketpreise aber steigen und steigen und das TROTZ Einsparungen an den Taktzeiten (20 bis 30 min Takt, früher 10 min) und am Wochenende ist oftmals ab 18 Uhr Schluss. Es ist häufig billiger mit dem Auto zu fahren als ein Ticket zu kaufen, jedenfalls für die Leute die eh ein Auto haben (extra eins kaufen macht aufgrund der laufenden Fixkosten natürlich keinen Sinn).

    Wo siehst du bitte beim Takt die 20 bis 30 Minuten? Beziehst du dich dabei auf das Wochenende, hier wäre 20/40 die Antwort, die Woche (15/30) oder den Spätverkehr? Das hätte ich mal bitte genauer erläutert bekommen.
    Worauf bezieht sich der 10 Minuten-Takt. Ab der „Wende“ gab es nirgends in Halle einen durchgängigen 10-Minuten-Takt auf allen Linien. Es gab genügend 20er-Linien auf allen Ästen.
    DA gefällt mir die 15-Minuten-Variante für alle Linien zwecks Umstieg am meisten.
    Über den 40minütigen Bustakt am Wochenende muss ich mich nicht auslassen, oder?

    Wichtig wären vernünftige, kundenorientierte Umsteigebeziehungen.
    Wenn man sieht, daß einem z.B. an der Damaschkestraße fahrplanmäßig sowohl die 5 Richtung Ammendorf als auch die 26 Richtung Bruckdorf vor der Nase weg fahren – kann man richtig zugucken und hinterher winken – wird das nichts mit steigenden Fahrgastzahlen.
    Erst muß das Angebot kommen – dann kommen auch die Kunden.

    Wenn ich so in meinen Fahrplan gucke, dann finde ich davon verdammt viele im Vergleich zu anderen Städten. Halle sollte so ziemlich die einzige Großstadt sein, die ausgewiesene Anschlüsse im Tagesverkehr pflegt.
    Gut, wohin mag denn eine Person, die mit der 5 aus Richtung Hbf kommt? Wahrscheinlich zum HEP, oder zum S-Bahnhof Messe. Für beide Varianten kann am am Hbf in die Linie 43 umsteigen. Mensch muss nur flexibel sein. Nur weil die Verbindung mit der 26 vielleicht die gemeinte beste Verbindung ist, muss es nicht die reell beste Verbindung sein.

    Übrigens komisches Argument mit den zurückgehenden Studentenzahlen. Gibt’s das Studententicket nicht eh erst seit August 2013 und hätte sich damit 2014 nicht erstmalig reell auf die Fahrgastzahlen auswirken können?

    #161765

    Die HAVAG ist selbst schuld!
    Mit den alten Trams können Behinderte und/oder alte Menschen nicht´s anfangen[…]

    Oh ja, stimmt. Die alten Bahnen. Man sieht sie sehr oft im Stadtbild. Ganze 2 Züge nach Fahrplan in 2 Stunden. Realistisch vielleicht 3. Gehen wir mal von aus, dass man so gut 70 Bahnen für den täglichen Betrieb auf dem Netz braucht, sind diese 3 Bahnen immerhin 5% der Beförderungsleistung. Das ist ein unakzeptables Niveau. Ich verstehe. Zumal entlang der 2 es nicht viele weitere Möglichkeiten in behindertengerechter Form gibt.

    Die HAVAG ist selbst schuld!
    […] während man zwei Haltestellen laufen muss, darf man sich einen 2 Zonen Fahrschein im Zug kaufen, auch wenn man nur zwei Haltestellen fahren muss, was zwischen Saline und Rennbahnkreuz für alte Menschen irgendwie besser komplett gelaufen istvund man dann sich mit der Havag rumstreiten darf, wenn man den Differenzbetrag zurück haben will und die HAVAG argumentiert, woher sollen wir kontrollieren, dass sie wirklich nur 2 Haltepunkte abgefahren hat.

    Wenn man 2 Haltestellen läuft, braucht man einen Fahrschein? O.o Ist mir neu! Natürlich, wie will es die HAVAG denn nachvollziehen, wie weit Sie wirklich gefahren sind?
    In einem solchen Fall rät die Pressestelle sicherlich zum grundsätzlichen Mitführen einer Kurzstreckenkarte, wobei wir jedoch wieder bei ernsthaft asozialer Kommunikation ankommen. Man kann nur auf die neu verkündeten Fahrzeugautomaten hoffen.

    […] Zum Anderen die nervigen und zu teuer eingekauften Ansagen und wenn noch die Klima bei 30 Grad nicht funktioniert und man nach 3 Haltestellen aus der Bahn flüchtet, wundert sich die HAVAG?
    Scheiß Verein!

    Wer sagt denn bitte, dass diese Ansagen zu teuer eingekauft sind? Mich würde die Investitionssumme tatsächlich interessieren. Wenn Sie da Daten zu haben, würde mich das freuen.

    Die HAVAG ist selbst schuld!
    Wenn ein Betrieb kein geld einspielt, dann macht er in der Regel einfach zu oder verkauft diesen. Wenn die Zuschüsse nicht wären, würden die die Fahrpreise verdoppeln?!… Kein Wunder dass die Radwege so Scheiße sind, aber da laufe ich lieber oder hol meinen Phaeton aus der Garage!

    Zeigen Sie mir doch bitte zehn (10!) Nahverkehrsbetriebe in Deutschland, die eigenwirtschaftlich verkehren. Ich wünsche Ihnen sehr viel Spaß bei Ihrer Recherche. Vielleicht können wir uns ja mal an einem 30.02 irgendeines Jahres zu einer Ergebnisvorstellung treffen?
    Tatsächlich ist der Kostendeckungsgrad der HAVAG deutschlandweit vorbildlich, aber das ist eine andere Debatte.

    Und wenn Sie ihren Phaeton aus der Garage holen, freue ich mich über Ihren Sitzplatz in der Bahn. Vielen Dank! 🙂

    Oh, die Klimaanlagendiskussion. Wie lange war die im Urlaub? Ach ja, fast genau ein Jahr. Klasse. 🙂 Können wir sie bitte wieder dorthin zurückschicken? Wie wenige Betriebe mit Klimaanlagen in Straßenbahnen existieren, zeigt doch den großen Nutzen dieser Anlangen deutlich. 😉

    #161787

    Man kann sich natürlich die ganzen echten Kritiken schön reden. Mir ist das aber ehrlich gesagt Scheiß egal, denn das ändert an den Zahlen und dem Rückgang nämlich rein gar nichts und das ist gut so, denn dann ändert sich eventuell etwas oder eben auch nicht, was dann und wirklich dann Egal sein wird. Übrigens… Die Klima schaltet sich automatisch ab. Wenn man dann nicht einmal die Fenster öffnen darf und kann, liegt das Problem auch nicht an den Fahrgastzahlen. Hehe

    #161796

    @westdeutscher

    Ja was denn nun? Ist es Ihnen egal, oder doch nicht? Entscheiden Sie sich bitte, ist eigentlich eine sehr amüsante Diskussion mit Ihnen.

    Ach, sie meinen die in den Straßenbahnen und Bussen vorhandenen Klimaanlagen schalten sich ab? Ja, stimmt. Hier gibt es nämlich keine.

    Außer ein paar Leipziger Exoten sollte es im gesamten Ostdeutschen Raum keine Straßenbahnen mit Klimaanlage geben. Leipzig bereut de Beschaffung übrigens aus wirtschaftlicher Sicht und enormer Wartungsintervalle.

    Die Fenster können Sie gern öffnen, wenn Sie in den neuen Fahrzeugen auch das kleine Hebelchen am Griff zusätzlich drücken gehen sie auf. Müssen Sie bei Ihrer nächsten Kurzstreckenfahrt für 3,10€ ab August mal ausprobieren. 😉

    #161797

    während man zwei Haltestellen laufen muss, darf man sich einen 2 Zonen Fahrschein im Zug kaufen, auch wenn man nur zwei Haltestellen fahren muss, was zwischen Saline und Rennbahnkreuz für alte Menschen irgendwie besser komplett gelaufen istvund man dann sich mit der Havag rumstreiten darf, wenn man den Differenzbetrag zurück haben will und die HAVAG argumentiert, woher sollen wir kontrollieren, dass sie wirklich nur 2 Haltepunkte abgefahren hat.

    häh? Bitte noch mal auf Deutsch 😀

    #161798

    Anonym

    wenn Sie in den neuen Fahrzeugen auch das kleine Hebelchen am Griff zusätzlich drücken

    Was? Hebel? Das ist ja noch mehr Physik. Ich glaube, diesen Kunden hat die HAVAG für immer verloren…

    #161799

    Übrigens… Die Klima schaltet sich automatisch ab.

    Das ist ja schön und gut. Und die kalte Luft geht an der Haltestelle raus und warme kommt rein, dann kann die Klimaanlage die zwei bis drei Minuten bis zur nächsten Haltestelle ja mal ordentlich was leisten.

    #161806

    Probieren wir es eben noch einmal. 😉

    Der Service des hier thematisierten ÖPNV HAVAG ist bei der Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen miserabel. Es hat den Anschein, dass die Corporate Communication, als das Customer Relationship and Employment Service Management System in der Corporate Identity der HAVAG überhaupt gar nicht Bestandteil des Employment und Education Programs behandelt wird und somit im Schnitt jedenfalls in dieser Hinsicht den ROI ins negative beeinflusst, was folgende Gründe hat:

    Es mag zwar sein, dass barriereunfreie Tatra Schienenfahrzeuge in keiner hohen Fluktuation mit den übrigen Schienenfahrzeugen verkehren, das ändert allerdings nichts an der hochgepriesenen Flexibilität die die HAVAG im Marketing an die Kunden herunter kommuniziert, denn eine Barrierefreiheit setzt Voraus, dass ein Kunde auch im demografischen Wandel und vor allem in diesem Wandel, sowie körperlich eingeschränkte Personengruppen eben immer, vorausgesetzt die Personengruppe ist stets an die ÖPNV und die HAVAG angewiesen, sich auf hohe Flexibilität verlassen muss, was Gesetzlich übrigens gedeckelt ist. Um eine hohe Flexibilität auch für diese eingeschränkte Personengruppe zu garantieren, muss es möglich sein Behörden, wie Verwaltungsämter bei Terminen oder Vorsprachen Pünktlich zu besuchen und dies auch ohne, dass der Fahrgast und somit Kunde entweder zu diesem Termin verspätet erscheint oder viel Früher an einem Haltepunkt warten muss, als es ihm eventuell zuzumuten wäre, vor allem bei entsprechender Witterung, die bei Extremfällen einem normalen Fahrgast zu schaffen macht. Nach meinen Kenntnissen aus kommunalen Quellen und auch aus den lokalen Medien sind die Tatra Schienenfahrzeuge nur deshalb verplant worden, da es nicht ausreichende Kapazitäten gab und ein erhötes Fahrgastaufkommen zu Stoßzeiten es Erforderlich machte zusätzliche Straßenbahnen einzusetzen. Würden also Schienenfahrzeuge der Niederflurtechnik eingesetzt werden und die Tatra Schienenfahrzeuge weg fallen, könnten die o.ä. Kunden der HAVAG zwar eine barrierefreie Mitfahrt antreten, würden allerdings trotzdem aus Platzmangel (Rollstühle usw.) die Fahrt nicht antreten können. Im Übrigen gibt es einen Haushalt über die Bezuschussung der HAVAG, die für zusätzliches Equipment gedacht war und ist, so dass auch eine zusätzliche Beschaffung von zusätzlichen Fahrzeugen in die einzelnen Fahrzeugflotten gewährleisten müssten. Der Haushaltsplan ändert sich, wie in allen öffentlichen Haushalten erst dann, wenn der Haushalt für das nächste Abrechnungsjahr im Passiva Geringer ist, als zu erwarten ist. Das Geld im Haushalt muss also ausgegeben werden. Wie Sinnvoll der Haushalt geführt wird und welche Aufgaben aus dem Haushalt Unsinnig sind, liegt am unternehmen selbst, Hauptsache die Mittel werden zum Zweck verwendet wird, für die der Haushalt genehmigt wurde, ist ja nie nachzuvollziehen. Nach meiner Ansicht gehört eine einwandfreie Barrierefreiheit in allen Fahrzeugen einfach dazu und dies hat im Gegensatz zu anderen Verkehrsunternehmen die HAVAG offensichtlich versäumt.

    Zum Thema Fahrscheinkauf, erkläre ich meine Ansicht den Damen und Herren wie folgt.
    Ein Fahrtantritt ist nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen der HAVAG nur gestattet, wenn der Fahrgast zuvor einen gültigen Fahrschein erworben hat. Allerdings schreibt das Eisenbahnbundesamt vor, dass dem Fahrgast vor seinem Antritt, einen barrierefreien Fahrscheinautomaten zugänglich gemacht werden muss. Allerdings, entgegen der Behauptung der HAVAG ist Zugänglich mehr als Erreichbar, denn auch sinnesfreien und alternden Menschen muss der Fahrscheinkauf an jeder Haltestelle zugänglich gemacht werden.
    Da die HAVAG dies aus technischen und finanziellen Möglichkeiten nicht in der Lage ist, bietet sie dieser Personengruppe an, ihren Fahrschein beim Fahrer zu erwerben, allerdings nicht Bedarfsbedingt, sondern zu einer Pauschale, die einer Fahrt für regelmäßige aber nicht tägliche Besorgungen entgegenspricht. So bietet die HAVAG wohl wissentlich der Tatsache den Fahrscheinverkauf im Fahrzeug an, da man die Fahrt schon angetreten ist und somit für ein gültiges Ticket sorgen muss und das Unverzüglich und entgegen den Behauptungen der HAVAG sofort. Sofort wäre einem Fahrgast nämlich nicht zumutbar, da die HAVAG den Fahrgästen nämlich nicht Uneingeschrängt den Fahrtantritt mit einem gültigen Fahrschein, nicht gewährleisten kann. Bedarfsbezogen wären Einzelfahrscheine die den unregelmäßigen Besorgungen entsprechen würden und nicht wie die HAVAG diese Praxis an ihren Kunden zumutet einen Fahrschein mit einem Reiseziel welches Außerhalb der Grundversorgung liegt. Entgegen der Meinung der HAVAG entspricht die Versorgung nicht Umland, sondern in der Regel in der Stadt. Dieser Umstand ist der HAVAG ist der HAVAG und seinem Vorstand durchaus bekannt, so ist es dem „geprellten“ Fahrgast nämlich ermöglicht, das überhöhte Beförderungsticket zu entwerten und den Differenzbetrag auszuzahlen. Ich muss anmerken, dass es sich bei der Rückvergütung nicht um eine Kulanz handelt, sondern um ein erhötes Beförderungsentgelt und dies bei unberechtigter Erstattung zurück zuerstatten ist.
    Da die Corporate Communication unterder Mitarbeitern nicht kommuniziert wird und es hier offensichtlich keine Schulungen gibt, kämpft der geprellte Fahrgast erneut um sein Recht, denn um ein Ticket Rückzuerstatten muss der Kunde (Da von der HAVAG ja angeblich unter Kulanz) beweisen, dass er tatsächlich nur seinen generellen Versorgungsweg angetreten hat und dies kann er durchaus, mit einem Beistand und Zeugen oder einer eidesstattlichen Versicherung, was aber in der Bürokratie und auch der Philosophie des Unternehmens untergeht oder gerichtlich ausgefochten werden muss. Manchmal hilft es aber auch lautstark seinen Ärger an den Mitarbeiter zu geben.

    Das beste Beispiel also. Ein Rollstuhlfahrer am Haltepunkt Saline der im schlimmsten Fall in eine Tatra steigen muss, um sich beim Fahrer ein 3.10 Euro Ticket kaufen muss und zu Recht verärgert über diesen Umstand ist, wird zum Rennbahnkreuz eher mit seinem Rollstuhl fahren, genauso an der Haltestelle Pfännerhöhe Richtung Bahnhof, Theodor neubauer Straße und viele mehr. Das gleiche gilt natürlich auch für Rentner, die sich für unregelmäßige Stadtbesuche eben keine Monatskarte oder auch Renterkarte leisten wollen oder im Seben können.
    Auch ich, habe da keine Lust dazu, deshalb fahr´ ich dann mit dem Auto. den Sprit kann ich mir leisten. Die Fahrkarte auch, auch wenn sich die Unkosten verdoppeln sollten, ob Tram oder Auto und selbst wenn ich mir die Fahrkarte oder das Auto nicht mehr leisten könnte, würde ich dann doch lieber mit dem Fahrrad fahren. Mit Akku sogar sehr Komfortabel und man hat einen Sitzplatz und ärgert sich nicht.

    Zum Thema Altestellenansagenkonzept, stelle ich mir vor, dass die neuen Ansagen sehr sehr viel Geld kosten mussten, denn wie will die HAVAG rechtfertigen, dass eine monatliche Ansage 500 Euro kostet und im Jahr 6000€? Selbstverständlich darf die HAVAG Gewinn erzielen, aber nicht mit Geldern aus öffentlichen Mitteln. Der Zweck der Ansagen ist es, akustiksinnesfreien Personen Barrierefreiheit zu gewährleisten und diese den personen zugänglich zu machen. Da wurden Fördergelder eingestrichen, denn dies erfüllt den Zweck für öffentliche Einrichtungen und eben ÖPNV.

    Das kleine Hebelchen die angesprochen wurden, sind selbst für mich kaum zu erreichen. Auch sind diese im Regelfall wohl aus sicherheitstechnischen Befindlichkeiten abgeschlossen. In den Schienenfahrzeugen in dem sich Klimaanlagen befinden, ist ein Öffnen der Fenster überhaupt nicht vorgesehen, da das Aussenklima durch die sich öffnendnen und schliessenden Türen schon zur Genüge für wärmere Luft führen. Bei den in den Bahnen eingesetzte Klimatechnik laufen die Klimaanlagen bis zu 32 Grad Celsius Innentemperatur denn danach sind die Klimaanlagen zu heiß und überlastet und sschalten sich selbst aus. Kennt man ja von der Bahn usw.

    Um es noch einmal deutlich zu machen. Mir ist es egal, dass die HAVAG an Fahrgästen verliert und somit der ROI und der Gewinn sinkt. Erst wenn der Bedarf nicht da ist, ist ein unternehmen gezwungen sich anzupassen.

    Aber auf Deutsch! Die Betonköpfe der Wachstumslehre (leere) werden es wohl nicht begreifen. Die HAVAG muss ihre Praktiken und ihren Service ändern, sonst muss sich die HAVAG irgendwann für einbrechenden Gewinn rechtfertigen!

    #161873

    Der Service des hier thematisierten ÖPNV HAVAG ist bei der Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen miserabel. Es hat den Anschein, dass die Corporate Communication, als das Customer Relationship and Employment Service Management System in der Corporate Identity der HAVAG überhaupt gar nicht Bestandteil des Employment und Education Programs behandelt wird und somit im Schnitt jedenfalls in dieser Hinsicht den ROI ins negative beeinflusst […]

    Ja, da gehe ich absolut mit. Die Kommunikation haben sie noch aus dem Urwald.

    Es mag zwar sein, dass barriereunfreie Tatra Schienenfahrzeuge in keiner hohen Fluktuation mit den übrigen Schienenfahrzeugen verkehren, das ändert allerdings nichts an der hochgepriesenen Flexibilität die die HAVAG im Marketing an die Kunden herunter kommuniziert, denn eine Barrierefreiheit setzt Voraus, dass ein Kunde auch im demografischen Wandel und vor allem in diesem Wandel, sowie körperlich eingeschränkte Personengruppen eben immer, vorausgesetzt die Personengruppe ist stets an die ÖPNV und die HAVAG angewiesen, sich auf hohe Flexibilität verlassen muss, was Gesetzlich übrigens gedeckelt ist.

    Richtig! Und, oh weh, man geht dem Ganzen gesetzestreu nach. Klar bietet man nix extra. Das würde kosten und wer mag das schon zahlen?

    Ach so, Schachtelsätze sind anscheinend @eseppelt nicht so lieb. Das ginge verständlicher, so nebenbei. 😉

    Um eine hohe Flexibilität auch für diese eingeschränkte Personengruppe zu garantieren, muss es möglich sein Behörden, wie Verwaltungsämter bei Terminen oder Vorsprachen Pünktlich zu besuchen und dies auch ohne, dass der Fahrgast und somit Kunde entweder zu diesem Termin verspätet erscheint oder viel Früher an einem Haltepunkt warten muss, als es ihm eventuell zuzumuten wäre, vor allem bei entsprechender Witterung, die bei Extremfällen einem normalen Fahrgast zu schaffen macht.

    Grundsätzlich annehmbar diese Aussage. Leider muss man jedoch auch bei der Reise mit dem PKW von ausgehen, dass etwas dazwischen kommt und einen Zeitpuffer einplanen. Eine Bahn kann liegen bleiben, oder ein (Fremd-)Unfall die Gleise blockieren. Da sollte man mindestens einen Takt früher los, auch wenn das die gemeine Bevölkerung so nicht sieht.

    Nach meinen Kenntnissen aus kommunalen Quellen und auch aus den lokalen Medien sind die Tatra Schienenfahrzeuge nur deshalb verplant worden, da es nicht ausreichende Kapazitäten gab und ein erhötes Fahrgastaufkommen zu Stoßzeiten es Erforderlich machte zusätzliche Straßenbahnen einzusetzen. Würden also Schienenfahrzeuge der Niederflurtechnik eingesetzt werden und die Tatra Schienenfahrzeuge weg fallen, könnten die o.ä. Kunden der HAVAG zwar eine barrierefreie Mitfahrt antreten, würden allerdings trotzdem aus Platzmangel (Rollstühle usw.) die Fahrt nicht antreten können.

    Und auf einmal mutiert der Tatra zum kleineren Übel. In Kombination mit der Linie 2 ist er plötzlich gar kein Übel mehr.

    Im Übrigen gibt es einen Haushalt über die Bezuschussung der HAVAG, die für zusätzliches Equipment gedacht war und ist, so dass auch eine zusätzliche Beschaffung von zusätzlichen Fahrzeugen in die einzelnen Fahrzeugflotten gewährleisten müssten. Der Haushaltsplan ändert sich, wie in allen öffentlichen Haushalten erst dann, wenn der Haushalt für das nächste Abrechnungsjahr im Passiva Geringer ist, als zu erwarten ist. Das Geld im Haushalt muss also ausgegeben werden.

    Genau und weil dieses Unternehmen wahrscheinlich Gelder auf alle Abteilungen verteilt, wird kaum etwas übrig bleiben. Zumal in einer Kleinstserie von 3 Fahrzeugen (oder auch 6), um die Tatrazüge zu ersetzen, die Stückpreise wahnsinnig steigen werden. Zumal überhaupt die Frage ist, ob ein Anbieter dabei mitspielt. Mit 15 Mio € für den Tatraersatz wird man wohl mindestens rechnen müssen.

    Nach meiner Ansicht gehört eine einwandfreie Barrierefreiheit in allen Fahrzeugen einfach dazu und dies hat im Gegensatz zu anderen Verkehrsunternehmen die HAVAG offensichtlich versäumt.

    Gut, dann bitte aufzählen, welche Unternehmen es besser können….

    Zum Thema Fahrscheinkauf, erkläre ich meine Ansicht den Damen und Herren wie folgt. Ein Fahrtantritt ist nach den allgemeinen Geschäftsbedingungen der HAVAG nur gestattet, wenn der Fahrgast zuvor einen gültigen Fahrschein erworben hat. Allerdings schreibt das Eisenbahnbundesamt vor, dass dem Fahrgast vor seinem Antritt, einen barrierefreien Fahrscheinautomaten zugänglich gemacht werden muss.

    Da bin ich unzureichend informiert. Können Sie mir da bitte die gesetzliche Grundlage nennen? In der BOStrab steht dazu nichts, aber vielleicht gibt es noch andere relevante Schriftstücke?

    Allerdings, entgegen der Behauptung der HAVAG ist Zugänglich mehr als Erreichbar, denn auch sinnesfreien und alternden Menschen muss der Fahrscheinkauf an jeder Haltestelle zugänglich gemacht werden. Da die HAVAG dies aus technischen und finanziellen Möglichkeiten nicht in der Lage ist, bietet sie dieser Personengruppe an, ihren Fahrschein beim Fahrer zu erwerben, allerdings nicht Bedarfsbedingt, sondern zu einer Pauschale, die einer Fahrt für regelmäßige aber nicht tägliche Besorgungen entgegenspricht. So bietet die HAVAG wohl wissentlich der Tatsache den Fahrscheinverkauf im Fahrzeug an, da man die Fahrt schon angetreten ist und somit für ein gültiges Ticket sorgen muss und das Unverzüglich und entgegen den Behauptungen der HAVAG sofort. Sofort wäre einem Fahrgast nämlich nicht zumutbar, da die HAVAG den Fahrgästen nämlich nicht Uneingeschrängt den Fahrtantritt mit einem gültigen Fahrschein, nicht gewährleisten kann. Bedarfsbezogen wären Einzelfahrscheine die den unregelmäßigen Besorgungen entsprechen würden und nicht wie die HAVAG diese Praxis an ihren Kunden zumutet einen Fahrschein mit einem Reiseziel welches Außerhalb der Grundversorgung liegt.

    Ist es Ihnen also lieber den Ticketverkauf beim Fahrer generell einzustellen? Die Fahrer wird es sicherlich freuen.

    Ein Rollstuhlfahrer am Haltepunkt Saline der im schlimmsten Fall in eine Tatra steigen muss, um sich beim Fahrer ein 3.10 Euro Ticket kaufen muss und zu Recht verärgert über diesen Umstand ist, wird zum Rennbahnkreuz eher mit seinem Rollstuhl fahren, genauso an der Haltestelle Pfännerhöhe Richtung Bahnhof, Theodor neubauer Straße und viele mehr. Das gleiche gilt natürlich auch für Rentner, die sich für unregelmäßige Stadtbesuche eben keine Monatskarte oder auch Renterkarte leisten wollen oder im Seben können.

    Mangelnde Haltestellenausstattung anzuprangern, die von Seiten der Stadt und des Haltestelleneigentümers zu beheben ist (es ist in den wenigsten Fällen die HAVAG) und gleichzeitig weiter oben über Baustellen zu schimpfen, die für zukünftigen Komfort der Fahrgäste sorgen, schließen sich doch miteinander aus, oder? Was wäre denn bei einer Umrüstung der Haltestelle auf Barrierefreiheit nötig? Mindestens ist ein Bahnsteig anzulegen. In den oben genannten Fällen ist dies jedoch nicht möglich. Da muss die Straße angehoben werden, um die Baumaßnahme so kurz wie möglich zu gestalten. Während man die Fahrbahn anhebt, kann darauf kein verkehr stattfinden und eine Bahn kann erst recht nicht halten. Folglich würde die Bahn für ca 1 Monat die Haltestelle nicht bedienen, das Einzugsgebiet würde extrem vergrößert.
    Andere Variante wäre die Umrüstung der Haltestellen, während man den Straßenzug eh saniert. Ach so, so wird’s ja gemacht.

    Zum Thema Altestellenansagenkonzept, stelle ich mir vor, dass die neuen Ansagen sehr sehr viel Geld kosten mussten, denn wie will die HAVAG rechtfertigen, dass eine monatliche Ansage 500 Euro kostet und im Jahr 6000€? Selbstverständlich darf die HAVAG Gewinn erzielen, aber nicht mit Geldern aus öffentlichen Mitteln. Der Zweck der Ansagen ist es, akustiksinnesfreien Personen Barrierefreiheit zu gewährleisten und diese den personen zugänglich zu machen. Da wurden Fördergelder eingestrichen, denn dies erfüllt den Zweck für öffentliche Einrichtungen und eben ÖPNV.

    Mit den 500€ im Monat möchte man sicherlich auch vorwirken, dass nicht jeder Hinz und Kunz eine Ansage schaltet. Dass man auch öffentlichen Trägern dieses Geld aus dem Kreuz leiert halte ich jedoch ebenso befremdlich.

    Das kleine Hebelchen die angesprochen wurden, sind selbst für mich kaum zu erreichen. Auch sind diese im Regelfall wohl aus sicherheitstechnischen Befindlichkeiten abgeschlossen. In den Schienenfahrzeugen in dem sich Klimaanlagen befinden, ist ein Öffnen der Fenster überhaupt nicht vorgesehen, da das Aussenklima durch die sich öffnendnen und schliessenden Türen schon zur Genüge für wärmere Luft führen. Bei den in den Bahnen eingesetzte Klimatechnik laufen die Klimaanlagen bis zu 32 Grad Celsius Innentemperatur denn danach sind die Klimaanlagen zu heiß und überlastet und sschalten sich selbst aus. Kennt man ja von der Bahn usw.
    Um es noch einmal deutlich zu machen. Mir ist es egal, dass die HAVAG an Fahrgästen verliert und somit der ROI und der Gewinn sinkt. Erst wenn der Bedarf nicht da ist, ist ein unternehmen gezwungen sich anzupassen.
    Aber auf Deutsch! Die Betonköpfe der Wachstumslehre (leere) werden es wohl nicht begreifen. Die HAVAG muss ihre Praktiken und ihren Service ändern, sonst muss sich die HAVAG irgendwann für einbrechenden Gewinn rechtfertigen!

    Diese kleinen Hebelchen sind für jeden Menschen ab ca 1,50m Körperhöhe sehr gut zu erreichen. Sie befinden sich dem Fahrgastraum zugewandt direkt am Griff. Sollte kein Problem darstellen.
    Ich habe bisher kein Fahrzeug erlebt, welches verschlossene Fenster hat. Maximal waren sie sehr schwergängig. Da hilft sich kurz beim Fahrer zu melden. Der muss alles möglich machen, damit das Klima im Fahrzeug nach Ausstattung des Fahrzeugs möglichst optimal ist. Vielleicht lässt sich auch einer dieser Fahrer auf eine fortlaufende Diskussion ein. Die Fahrgäste wollen sicherlich auch mal unterhalten werden. Sonst wird’s zu dröge. 😉

    Nochmals zu mitmeiseln: In hallischen Straßenbahnen gibt es keine Klimaanlagen.

    Leider erbringt die HAVAG eine Daseinsvorsorge. Folglich werden immer Fahrgäste vorhanden sein. Im Sinne des demografischen Wandels wird es den Vorstand noch nicht mal sehr jucken, wenn die Fahrgastzahlen im Bereich von 30 Mio pro Jahr ankommen. Desto weniger ausgebildetes Fachpersonal im schon kleinen Auswahlpool braucht man.

    #161880

    Zum Thema Altestellenansagenkonzept, stelle ich mir vor, dass die neuen Ansagen sehr sehr viel Geld kosten mussten, denn wie will die HAVAG rechtfertigen, dass eine monatliche Ansage 500 Euro kostet und im Jahr 6000€?

    Die Ansagen kosten die HAVAG so gut wie gar nichts. Die werden in ein Computerprogramm eingegeben und fertig, das dauert vermutlich nur ein paar Minuten. Das einzige, was die HAVAG Geld gekostet hat, ist das Sprachprogramm und evtl. das Einpflegen der Ansagen in den Bahnen (sofern das nicht schon durch interne Kosten (Mitarbeiterlohn) gedeckt ist, die ohnehin entstehen würden).

    Der Preis von 500€ dient nur den Zusatzansagen, die nicht der grundsätzlichen und unmittelbaren Information zu Haltestellen und Verbindungen dienen. Oder um es kurz zu sagen: Ansagen zu Werbezwecken kosten 500€. Werbung kostet überall Geld – auf Plakaten, im Radio, im Fernsehen (auch im öffentlich-rechtlichen), im Internet. Dass öffentliche Einrichtungen auch was bezahlen müssen, ist dabei der rationalen Logik geschuldet, die keine Ausnahmen zulässt. Aber soweit ich das mitgekriegt habe, wurde da schon zurückgerudert.

    Und was die Barrierefreiheit angeht: Ich möchte mal sehen, westdeutscher, wie du deinen „Weltkonzern“ in einem Tag komplett barrierefrei kriegst. Klar ist Barrierefreiheit irgendwo gesetzlich vorgeschrieben, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Also sei mal nicht so überpingelig.

    #161888

    Das ist eben meine persönliche Ansicht und meine persönliche Erklärung. Selbstverständlich kann man das Thema an sich noch weiter ausschlachten. Meinetwegen. Die HAVAG sollte aber nicht jammern. Was die Baustellen betrifft, ist das für mich jedenfalls ganz in Ordnung wenn es sinnvoll ist und auch nachhaltig. Selbstverständlich beruht mein Post auf eigene Erfahrungswerte und kann natürlich verbessert werden. Ich War bis zum April diesen Jahres Übrigens LVB Kunde. Der Vorteil War, dass die Leute sehr freundlich sind und man sein Abo im Internet abwickeln konnte. Dazu gab es die Leipziger Karte und jeden Monat eine Zeitung und Gutscheine für Restaurants auch für Halle. Ich musste mal dort anrufen, um die Zahlung um ein paar Tage zu verschieben. Das kostete nichts und man behandelte mich wie ein Mensch und keinen Bettler. Das Abo galt Übrigens für Halle und nicht für Leipzig. Seit April kaufe ich mir mal Nachts einen Fahrschein, wenn ich dann nicht komplett laufe. Ist ja nicht so, dass ich etwas gegen die HAVAG was hätte, aber Kundenfreundlich ist was anderes.

    Frankfurt, Osnabrück, Mannheim und Wuppertal waren bezüglich Barrierefrei und Erreichbarkeit super. Bei der HAVAG ist der Service sogar schlimmer als bei der Bahn.

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