Halle bringt neuen Rad- und Wander-Stadtplan heraus

2. September 2014 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Welche Routen sind besonders reizvoll für Radtouristen? Wo sollte man lieber einen Bogen machen? Das erfährt man im neuen Rad- und Wanderstadtplan, den die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale herausbringt. Erhältlich ist der Plan, der in einer Auflage von 3.000 Stück erscheint, ab Mittwoch in der Tourist-Info im Marktschlösschen sowie im Technischen Rathaus für 3 Euro.
Radkarte
Erstmals erschien die Karte im Jahr 2001. „Wir wollten ein Hilfsmittel für Radfahrer und Fußgänger schaffen“, so der städtische Radverkehrs-Beauftragte Ralf Bucher. Daneben wollte man interessante Nebenrouten darstellen. Etwa 20 interessante Routen für Radler hat die Stadt zusammengestellt. Diese sind auf der städtischen Internetseite abrufbar. Unter den Tipps seien auch Schönheiten gerade am Ortsrand, die auch Hallenser wenig kennen. Aber auch Problemstellen wolle man aufzeigen, so Bucher über die mittlerweile vierte Auflage. Dazu gehören viel befahrene Straßen ohne Radweg oder mit Wegen in einem schlechten Zustand. Als problematische Punkte bezeichnet Bucher Steintor und Joliot-Curie-Platz. Beide sollen aber in den kommenden Jahren umgebaut werden. Mit einem Achtungszeichen sind die Gefahrenstellen im Stadtplan markiert. Neben den genannten Orten gehören dazu auch der Rannische Platz, Böllberger Weg, die Kreuzung Seebener Straße / Burgstraße und die Radfahrfalle an der Kröllwitzer Brücke, die aber gerade beseitigt wird.

Ohnehin hat sich in den vergangenen Jahren in Halle viel Positives getan, hebt Bucher hervor. So sind in der Beesener Straße, Delitzscher Straße und Berliner Straße neue Radanlagen entstanden. Die Hafenbahntrasse wurde ausgebaut und soll im kommenden Jahr bis zum Sophienhafen verlängert werden. Mittelfristig ist aber auch ein Brücken-Neubau über die Saale in Höhe Franz-Schubert-Straße geplant. Diese will die Stadt schon länger errichten. Doch Klagen von Anwohnern verzögern das Projekt. Gern würde die Stadt auch, dass ein Radweg zwischen Halle-Neustadt und Bennstedt errichtet wird und Radler nicht mehr über Feldwege müssen. Doch das Land sieht dafür keinen Bedarf.

Eingebunden ist die Karte in das Projekt „Neustart für’s Klima“ der Verbraucherzentrale. Dieses Projekt richte sich speziell an Neu-Hallenser, meint Wencke Dittmann von der Verbraucherzentrale. Man wolle Neubürger über Mobilität informieren und auf die kürzesten, sichersten und schönsten Radwege hinweisen. In diesem Rahmen wird auch zu zwei Radtouren durch die Stadt eingeladen. Am 18. September geht es in den halleschen Osten zum Hufeisensee und zur Reide. Am 25. September ist eine Tour in den halleschen Norden geplant. Start ist jeweils 16 Uhr an der Verbraucherzentrale in der Oleariusstraße.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben