Halle bietet seinen Bewohnern am wenigsten Grünfläche

20. Mai 2020 | Umwelt + Verkehr | 21 Kommentare

Anlässlich des am 24. Mai stattfindenden Tag der Parks teilt das Statistische  Landesamt mit, dass 2018 den Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhaltern 43 810 ha Grünanlagenflächen, die vorwiegend der Erholung oder der Verschönerung des Ortsbilds dienen, zur Verfügung standen. Im Vergleich zu 2017 ist die Grünanlagenfläche in Sachsen-Anhalt um 41 ha angewachsen.  Pro Kopf waren das 198 m², wobei die Verteilung sehr unterschiedlich war. Den Bewohnerinnen und Bewohnern der kreisfreien Städte standen weniger als der Durchschnitt zur Nutzung zur Verfügung. Wobei Halle (Saale) mit 61 m² pro Kopf den geringsten Wert auch bezogen auf das ganze Bundesland auswies. Über die größte Grünanlagenfläche pro Kopf verfügte mit 833 m² die Gemeinde Altmärkische  Wische. Insgesamt lagen 7 von 10 Gemeinden mit höchsten Grünflächenwert je Einwohnerin bzw. je Einwohner im Landkreis Stendal.

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  • Dieses Thema hat 21 Antworten und 10 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Monaten von geraldo.
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  • #375475

    Anlässlich des am 24. Mai stattfindenden Tag der Parks teilt das Statistische  Landesamt mit, dass 2018 den Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter
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    #375476

    Spaß mit Zahlen? Je nach Gusto ist Halle die grünste Stadt Deutschlands oder eine Betonwüste.

    #375477

    Kommt drauf an, was gezählt wird. Nicht jede Grünfläche ist ein Park.

    #375478

    Naja aber kann man sich wirklich nur in Parks erholen oder geht das auch auf der Grünfläche hinter dem Haus, in Neustadt gibt es sehr viel Grün zwischen den Blöcken auf denen sich die Kinder beim spielen tummeln diese sind zwar nicht explezit als Parks ausgewiesen dienen aber der Erholung und sind „grün“ .

    #375479

    Beschönigt mal nicht zu sehr. Markt und Innenstadt sind eine zugepflasterte Einöde. Dass die Heide die Statisik verfälscht, ist ja klar. Aber die trocknet auch vor sich hin.

    #375480

    Genau darum ging es mir ja. Zeigt, mal wieder, wie viel manche Statistiken „wert“ sind obwohl sie objektiv richtig sind.

    #375481

    War gestern in Magdeburg. Da ist gefühlt mehr grün vorhanden.

    #375482

    Anonym

    Das Elbtal in MD ist nicht halb so schön grün, wie die Aue und das Binnendelta der Saale (u. Elster) in Halle. Leider sind viel zu viele Kanäle schon zugeschüttet.
    Ansonsten ist unsere altstadt zwar eng (und gepflastert) aber das geräumigere MD ist nach zweimaliger Total-Zerstörung architektonisch geschichtslos, wiewohl sich zu DDR-Zeiten durchaus Mühe beim Wiederaufbau gegeben wurde.

    #375483

    aber das geräumigere MD ist nach zweimaliger Total-Zerstörung architektonisch geschichtslos, wiewohl sich zu DDR-Zeiten durchaus Mühe beim Wiederaufbau gegeben wurde.

    Da würde ich mal ganz vorsichtig widersprechen. Natürlich hat Halle Glück gehabt, während die Innenstadt von MD nahezu ausradiert war. „Mühe“ hat man sich in MD durchaus gegeben. Reste gut erhaltener Kirchen gesprengt, die aufbaubaren Reste bürgerlicher Bauten eben so, um der Stadt ein modernes Antlitz im Stalinbarock zu geben. Diese Bauten sind sicherlich auch interessant.

    Der Rest ist DDR-typische und postwendische Einheitssoße.

    In Halle fanden die Zerstörungen der Wohnviertel Mitte der achtziger Jahre statt, ersetzt aber immerhin durch DDR- Postmoderne, wie beispielsweise in der Geiststraße.

    Abgesehen vom alten Ratshaus, das aufbaufähig gewesen wäre, hat die DDR in Halle nicht allzuviel zerstört. Der Abriss der Nietlebener Heilanstalten gehört zu den schlimmsten Entscheidungen nach der Wende, und etliche barocke Bürgerhäuser wurden erst in der letzten OB-Legislatur (Szabados) ohne Not zerstört.

    Demgegenüber nimmt sich der gescheiterte Versuch Wiegands, das Künstlerhaus 188 abzureißen, geradezu niedlich aus. Aber seine arrchitektonischen Hinterlassenschaften (Papenburg-Klötze) übersteigen nicht einmal den stadtplanerischen Gestaltungswillen der späten DDR. Betongegossene Peinlichkeit.

    Und jetzt sind wir beim Thema Grünflächen . Mit einer gewissen Verwunderung muss man doch aufnehmen, dass unser OB sogar Diskussionen beginnt, den zur Auenlandschaft gehörigen „Saugraben“ zubetoniert zu wollen.

    #375484

    Anonym

    Schwierig so ein komplexes Thema in ein paar, wenigen Zeilen unterbringen zu wollen. Da bleiben viele Dinge unbelichtet, andere werden über die Gebühr herausgehoben. Vieles wird erst mit deutlich größerem Abstand eine rationalere und weniger emotionale Bewertung erfahren.

    Momentan beglücken uns genug architektonische Nachwendedesaster und Billigbauten selbst im Stadtzentrum, angefangen z.B. beim Riebeckplatz….

    Die fehlende stadtplanerische Weitsicht wird aktuell das Lebenswerte der Stadt sicher weiter ruinieren. Die Pläne für den Saugraben in Halles Nordwesten gehören ganz sicher dazu.

    #375512

    Faustregel: Je dichter bebaut ein Viertel ist, desto begehrter ist es als Wohnlage bei den Leuten. Natur sollte natürlich in Reichweite bleiben. Aber die Stadt streckt sich ja schlank an der grünbestandenen Saale entlang.

    #375513

    Ach ja, als Beispiel für dicht bebaute und beliebte Wohnlagen ist etwa das Paulusviertel zu nennen.

    #375528

    Ach ja, als Beispiel für dicht bebaute und beliebte Wohnlagen ist etwa das Paulusviertel zu nennen.

    Dicht bebaut ist für mich eher die zentrale Innenstadt. Die ist zwar in vielen Punkten reizvoll („zugepflasterte Einöde“ – @sfk, was hast Du wieder geraucht?), aber als Wohnort nicht unbedingt mein Favorit.

    #375545

    Zählt der Stadtwald als Grünfläche?
    Bei den Statikern kann man nie wissen!

    #375573

    Zählt der Stadtwald als Grünfläche?

    Bei den Statikern kann man nie wissen!

    Die Statiker sind ja für allerhand verantwortlich, aber nicht für den Stadtwald.

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