Großteil der Altstadt wird Anwohnerparkzone

25. September 2015 | Umwelt + Verkehr | 73 Kommentare

Schon jetzt dürfen in weiten Teilen der halleschen Altstadt nur Anwohner mit entsprechenden Ausweisen parken. Nun will die Stadtverwaltung diese Bereiche noch weiter ausdehnen und bis auf kleine Bereiche die komplette Altstadt einbeziehen. Alle anderen Autofahrer sollen möglichst auf die Tiefgaragen und kostenpflichtigen Stellplätze am Rand ausweichen.

Dies sei „die einzig pragmatische Lösung“, so die Stadtverwaltung in einer Erläuterung für den Stadtrat, „fließenden und ruhenden Kfz-Verkehr auf ein der Altstadt angepasstes Maß zu beschränken.“ Kunden, Besucher und Beschäftigte sollten stattdessen vorrangig die zur Zeit „mäßig ausgelasteten großen öffentlichen Tiefgaragen“ sowie die kostenpflichtigen Parkplätze und Parkstreifen am Altstadtring nutzen. „Die innerhalb des Altstadtrings immer noch kostenfreien und zeitlich nicht limitierten Straßenstellplätze schwächen die Wirtschaftlichkeit der öffentlichen Tiefgaragen und verursachen massiv Parksuchverkehr“, begründet die Stadt den Schritt.

Weil es zu wenig Parkplätze für die Anwohner gebe, gebe es auch immer wieder Probleme mit Falschparkern in den viel zu engen Straßen. Dies gefährde andere Verkehrsteilnehmer. Der Versuch, Abhilfe durch Bußgelder zu schaffen, löse „enormen Ärger unter den Autofahrern aus.“ Und in der Zukunft werden in der Altstadt immer mehr Menschen leben. Waren es 1996 noch knapp 3.900 Bewohner, werden es Prognosen zufolge im Jahr 2030 sogar fast 7.000 sein. Und viele von ihnen haben ein Auto. Derzeit seien laut Stadtverwaltung in der Altstadt 3.350 Fahrzeuge gemeldet. An Parkplätzen stehen dagegen nur 1.200 Stellplätze im öffentlichen Straßenraum einschließlich des Altstadtrings bereit und weitere 1.400 Stellplätze (davon ca. 1.000 für Kurzzeitparker) in den öffentlichen Tiefgaragen. Hinzu kommen noch private Stellflächen und Tiefgaragen sowie 750 Parkplätze auf Brachen.

Um die Situation zu entschärfen, sollen künftig alle Stellplätze an Straßenrändern innerhalb des Altstadtrings Bewohnern vorbehalten bleiben. Im Amtsdeutsch heißt dies, Jedermann- sollen in Bewohnerstellplätze umgewandelt werden. Das betrifft 121 Plätze am Tag und 328 in der Nacht. „Bewirtschaftete Stellflächen“, als kostenpflichtige Parkplätze für Jedermann, sind in der Gerberstraße, Große Brauhausstraße, Hustav-Anlauf-Straße, Kellnerstraße, Kleine Brauhausstraße, Oleariusstraße, Schülershof und Steinbockgasse vorgesehen. Dort darf für 50 Cent pro 30 Minuten maximal 3 Stunden geparkt werden.

Unklar ist aber noch, wann die Stadt genau ihr Konzept umsetzt. „Die verkehrstechnische Umsetzung des Konzepts, insbesondere die Aufstellung zusätzlicher Parkscheinautomaten, steht letztlich unter dem Vorbehalt der ausreichenden Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln. Bislang ist die Maßnahme nicht im Haushalt abgebildet. Eine zeitlich gestaffelte Umsetzung ist möglich, sodass das Bewohnerparken auch eingeführt werden kann, ohne simultan alle Jedermann-Stellplätze mit Parkscheinregelung zu versehen“, erklärt der zuständige Beigeordnete Uwe Stäglin den Stadträten.

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Ansicht von 24 Beiträgen - 51 bis 74 (von insgesamt 74)
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    Beiträge
  • #180125

    Brauchst du keinen Parkplatz suchen, weder vor noch nach der Veranstaltung.

    Du hast erkannt, worauf ich mit meinen Bildern von den Mietdroschken hinauswollte.

    #180132

    Na dann gibt’s ja kein Problem und du fährst fein mit dem Taxi.

    #180136

    Na dann gibt’s ja kein Problem und du fährst fein mit dem Taxi.

    Was ist daran fein?
    Der Preis für eine Taxifahrt hin- und zurück dürfte jetzt der Opernkarte entsprechen.

    #180182

    http://www.mz-web.de/image/view/2015/9/9/32123696,35355784,dmData,parkraumkonzept_halle_innenstadt_71-90322522_Logo.png.jpg Mit dem Umbau am Joliot-Curie-Platz gehen auch mindestens 50% der Parkplätze entlang der Grünanlage verloren. Es sieht so aus, als gibt es Oper für mich nur noch im TV.

    Stimmt. Der Weg von der Fahne zur Oper ist kaum zu schaffen. 😉

    #180260

    Also dann mal los jetzt: Wie waren die Droschkenpreise um 1900 so? 🙂

    #180267

    Also dann mal los jetzt: Wie waren die Droschkenpreise um 1900 so

    Also dann mal los, wirst du doch herausfinden.

    #180288

    Also ich als Anwohner finde es sehr gut, das der Altstadt-Ring nur noch für Anwohner befahrbar gemacht werden soll.
    Ich habe zwar auch ein paar Kollegen auf Arbeit, die zwar fragen, wo sie denn dann ihr Auto abstellen sollen, da verweise ich immer auf die Parkhäuser.
    Und wer für 500,- € nen Flachbildfernseher kaufen kann, der hat auch mal 3 oder 6 € für 1 oder 2 Stunden Parkhaus über.
    Ich sehe es ja immer wieder in der Straße „Neunhäuser“, was da für Fahrzeuge stehen, das sind zum größtenteil teure Fahrzeuge der Marken Audi, BMW, Mercedes, etc. Und diese Leute können mir nicht erzählen, sie hätte nicht mal die paar € für das Parkhaus. Das ist reine Bequemlichkeit und Faulheit. das sind die Leute, die mit Auto am liebsten bis ins Büro oder uns Wohnzimmer fahren würden.
    Ich wäre für eine Lösung mit Anwohnerparkausweisen und wer dort dann parkt ohne einen entsprechenden Parkausweis, wird gnadenlos abgeschleppt, ausgenommen Behinderte mit entsprechenden Nachweisen, wenn sie denn auf den speziell gekennzeichneten Parplätzen stehen würden.

    #180293

    Es ging ums Parken, nicht ums Befahren… und wenn man für den ganzen Tag ins Parkhaus geht, und das dann 22 Arbeitstage im Monat, fänden das deine Kollegen sicher nicht so prickelnd…
    Und zu deinem Abschleppen: Es würde auch deinen Besuch treffen… oder du müßtest ihn dann irgendwo vom Stadtrand abholen… Schätze aber mal, daß er dann nicht mehr so oft oder gar nicht kommen würde…
    Hat halt alles zwei Seiten…

    #180296

    Anonym

    Der Preis für eine Taxifahrt hin- und zurück dürfte jetzt der Opernkarte entsprechen.

    Das Problem dabei ist?

    Wenn du nicht wie feine Leute vorgefahren werden möchtest: am Curie-Platz ist eine Haltestelle der Elektrischen.

    Oder du kapitulierst vor dieser modernen Welt und es gibt Oper für dich nur noch im TV.

    #180317

    @Schulze

    Dann stell dich mal morgens ca. 9:00 – 9:30 an die Neunhäuser vor die Warenannahme ehemals saturn, jetzt Kaufhof. da wirst du sehen, was da jeden früh los ist.
    ich sage nur LKW rückwärts an die Ladezone ransetzen, wenn die ganze Straße zugeparkt ist.

    Ich kenne das als Anwohner selbst, wenn ich nachmittags von der Frühschicht komme, muss ich mich auch teilweise durchkämpfen, weil manche ihre fahrzeuge so blöd abstellen, das man kaum durchkommt.
    Was meinen Besuch angeht, die fahren auch ins Parkhaus, die finden sowas selbst unmöglich, das bei uns in der Innenstadt noch fast überall kostenlos geparkt werden dürfe und Die Anwohner das Nachsehen haben.

    #180318

    das bei uns in der Innenstadt noch fast überall kostenlos geparkt

    Wo ist denn „fast überall“?

    #180351

    Na fast im komplettem Altstadtkern kann man kostenlos parken, es sind doch nur die großen Parkplätze z.B. Fr. Bach Platz, etc. und die Parkhäuser gebührenpflichtig.
    M.M. nach haben neben den Anwohnern und dem Lieferverkehr niemand was dort zu suchen. Die, die in der Innenstadt einkaufen wollen, sollen entweder mit der Bahn fahren, oder sich gefällig in die Parkhäuser scheren. Es kann doch wohl nicht zuviel verlangt sein, von einem Parkhaus z.B. von dem am Hansering oder dem in der Händelpassage bin zum Markz zu laufen? Aber nein, dazu sind die meisten ja zu bequem, wenn es nach denen ginge, würden sie auch noch durch die Kaufhäuser mit dem Auto fahren.

    #180354

    Die Einwohner der Stadt dürfen ÖPNV und Kultureinrichtungen für Dich subventionieren, und Du darfst überall in der Stadt parken, ansonsten sollen Dich die Schmarotzer in Ruhe lassen, schon klar. 😉

    #180358

    Na fast im komplettem Altstadtkern kann man kostenlos parken

    http://www.iwh-halle.de/c/ueber/Halle_Parken.pdf
    http://www.gratisparken.de/sachsen_anhalt/halle__saale_/

    Falls du jetzt meinst, du hast schon woanders Autos kostenlos parken sehen. fotografiere ich gern für dich die Parkverbotsschilder.

    #180360

    @redhall

    ich bin Anwohner und darf wohl das Recht haben zu meinen Parkplatz zu kommen, ohne groß behindert zu werden, oder?
    Undwer in die Oper gehen will oder ins Theater da kann es doch wohl nicht zuviel verlangt sein, mal die Straßenbahn zu benutzen.

    @farbspektrum

    Zeig mir mal eine Straße in der Altstadt, wo sich an die Parkverbotsschilder gehalten wird.
    Und wenn du jetzt denkst, das ich kostenfrei in der Innenstadt parke, dann irrst du dich gewaltig, ich bezahle für meinen Tiefgaragenstellplatz immerhin 65,- € im Monat.

    #180361

    Zeig mir mal eine Straße in der Altstadt, wo sich an die Parkverbotsschilder gehalten wird.

    Ich weiß, dass es politisch nicht korrekt ist, aber ich sage jetzt einfach mal Frauenlogik, in der Hoffnung, dass du es verstehst.

    #180363

    Es ist tatsächlich so, dass ohne Gesetzesbruch kaum mehr kostenlos in der Altstadt geparkt werden kann. Selbst außerhalb des Altstadtrings, z. B. in der August-Bebel-Straße oder im Charlottenviertel, muss man zahlen.

    Es ist aber leider tatsächlich auch so, dass Gesetzesbrecher viel zu oft ungeschoren davon kommen und eben doch kostenlos parken, wo es nicht erlaubt ist. Und diese Gesetzesbrecher sind dann noch Vorbilder für andere, die es ihnen gleich tun, nach dem Motto: „Wenn der das machen kann, dann kann ich ja auch.“

    Und es ist auch so, dass viele dieser Gesetzesbrecher solche „nur mal schnell zur Bank/zum Bäcker/was holen/was wegbringen“-Leute sind. Solche sind es auch, weswegen Straßenbahnen behindert werden und Verspätungen haben (letztens erst am Mühlweg erlebt, wo die 8 nicht um die Kurve kam, weil ein Egoist „nur mal schnell“ zur Sparkasse wollte).

    Ich verstehe nicht, warum man sich in Halle so dagegen sträubt, sämtlichen Autoverkehr aus der Altstadt rauszuhalten (außer Ausnahmegenehmigungen). In Leipzig geht das (größtenteils) auch. Und wenn es in Halle sogar mal Poller gibt, dann sind sie immer offen (siehe Zufahrtsstraßen zur Großen Ulrichstraße). Jetzt alles zu Anwohnerparkzonen zu machen ändert gar nichts, solange das Ordnungsamt nicht das Personal hat, Gesetzesbrecher haftbar zu machen.

    #180365

    Nicht witzig ist, dass das sperren ganzer Straßen/Ortsteile , um Parker abkassieren zu können, unter den Schlagworten Parkraumbewirtschaftung und Konzept verkauft wird.
    Das ganze Kolonnen von Pflegediensten in dieser Stadt unterwegs sind, scheint für die Drehsesself… keine Rolle zu spielen.
    Für mich ist kein Konzept erkennbar. Abkassieren, statt Probleme zu lösen.

    Gibt es ein Problem, wird es ausnahmslos zu Lasten der Einwohner „gelöst“!
    Der Herr der Parkverbotschilder hat das alleinige Sagen.
    Die Windmühlen dieser Stadt drehen sich nur an ihren Schreibtischen.
    Das Lieblingsspiel in dieser Verwaltung ist „Sperren wir mal ne Straße“.
    Begründung egal, die Verwaltung hat immer recht.

    #180366

    @redhall
    ich bin Anwohner und darf wohl das Recht haben zu meinen Parkplatz zu kommen, ohne groß behindert zu werden, oder? Undwer in die Oper gehen will oder ins Theater da kann es doch wohl nicht zuviel verlangt sein, mal die Straßenbahn zu benutzen.

    Als Autofahrer bist Du in dieser Stadt rechtlos, nur ein Ziel um abkassiert zu werden. Und für das Ordnungsamt gilt: Anwohner werden bei gleicher Eignung bevorzugt.

    #180429

    @redhall

    Pflegedienste können Ausnahmegenehmigungen bantragen, so das sie in der ganzen Stadt parken dürfen.
    Als Autofahrer allgemein musst du dich nur an die StVO halten, dann wird man auch nicht abkassiert. Und das Anwohner in einem betimmtem Viertel betrvorzugt werden, als andere autofahrer, dürfte doch wohl klar sein, sonst würde man keine Anwohnerzonen einrichten. Ich möchte dich mal sehen, wenn du als Anwohner in deinem Wohnviertel schlechter behandelt werden würdest, als andere Autofahrer. Aber anhand deiner Postings, gehe ich mal davon aus, das du kein Autofahrer bist, und dir deshalb auch keine Sorgen um einen Anwohnerparkplatz machen musst.

    Abgesehen von Anwohnern (Gewerbetreibende und Angestellte eingeschlossen) und Lieferanten, haben andere Autofahrer im Altstadtring nichts verloren.
    Aber ich muss auch in dem Falle @10010110 recht geben, solange in der Altstadt nicht verstärkt kontrolliert wird, wird sich auch in der „Anwohnerparkzone Altstadt“ nichts ändern.

    #180434

    Klar könnten die… müßten aber dafür natürlich auch wieder löhnen… ob die zu Pflegenden bzw. deren kasse das mitbezahlt ist anzuzweifeln…

    Im Übrigen gibt es zu Bevorzugungen etc noch entsprechende Gesetze zur Gleichbehandlung…

    #180441

    @Schulze

    Die Pflegedienste verdienen soviel, ich meine damit die Betreiber der Pflegedienste, nicht die Pfleger/innen selbst, die könnten diese Ausgaben für die Genehmigungen ohne große Verluste beantragen. Sicher würden sie auch das trotzdem auf die „Kunden“ abwälzen.
    Im übrigen sehe ich es nicht ein, das ich als Anwohner gleichbehandelt werden soll, mit jemanden, der nur zur Shoppingtour in die Stadt fährt.

    #180443

    Tja, da müßtest du wohl über deinen Abgeordneten eine Grundgesetzänderung beantragen. Aus gleichem Grund wurden ja auch die anderen Restriktionen für die z.B. Kleine Ulli gestrichen: rechtlich nicht haltbar…

    #180595

    Prinzipiell ist das natürlich eine gute Idee. Allerdings sollte die Parkscheine auch entsprechend kosten. Sinnvoll wäre wohl in etwa die Hälfte des ortsüblichen Preises für Stellplätze unter freiem Himmel – also ca. 15€ im Monat.

    Und natürlich funktioniert das nur, wenn auch ordentlich und regelmäßig kontrolliert wird. Sonst ist Anwohnerparken eine Farce.

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