Große Ulrichstraße ab März wieder für 3 Monate Baustelle

13. Februar 2014 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Vom 3. März bis voraussichtlich 2. Juni wird die Große Ulrichstraße in Halle (Saale) wieder zur Baustelle.

Hier müssen die Gehwege auf der Westseite fertiggestellt werden. Auch Arbeiten an den westlichen Kabeltrassen stehen an. Im November waren die Arbeiten wegen des Winters und der Weihnachtsgeschäfts-Pause für die Händler unterbrochen worden. Für die neuen Arbeiten wird der Straßenbahnverkehr für zwei Monate unterbrochen. Dies sei laut HAVAG ein technologisches und sicherheitsbedingtes Erfordernis. Die Linien 3 und 7 verkehren zwischen Reileck und Marktplatz über die Ludwig-Wucherer-Straße und Steintor, was die dortigen Anwohner freuen dürfte – geht es doch nun von der LuWu aus wieder zum Markt. Die Linie 8 fährt zwischen Trotha und Moritzburgring. Im südlichen Abschnitt übernimmt ihre Linienführung die Straßenbahnlinie 18 zwischen Elsa-Brändström-Straße und Marktplatz. Zwischen Moritzburgring und Reileck fährt die Tramlinie 17. Die Verstärkerbahnen der Linien 1E, 2E, 5E und 8E fahren an Schultagen zu den bekannten Zeiten. Die Linie 1E fährt an Samstagen mit Beginn der Baustelle nur noch zwischen Südstadt und Marktplatz. Zudem wird zwischen Marktplatz und Mühlweg wieder die Buslinie 68 verkehren. Die Nachtbuslinie 97 kann nicht durch die Große Ulrichstraße fahren und wird über Moritzburgring und Robert-Franz-Ring zum Markt umgeleitet. Der 3. März ist zugleich Rosenmontag. Der Faschingsumzug wird dabei noch wie geplant durch die Große Ulrichstraße kommen. Dienstags von 17 bis 19 und Donnerstags von 9 bis 11 Uhr steht für Bürger und Geschäftsleute das Baustelleninformationsbüro in der Händelgalerie bereit. Möglicherweise wird auch ein Bürgertelefon eingerichtet.

Ebenfalls Anfang März gehen auch die Arbeiten an der Weißen Mauer in Merseburg weiter. Dafür muss die Linie 5 wieder in einen nördlichen und einen südlichen Teil getrennt werden. Im Baustellenbereich sind Ersatzbusse „65“ (werktags: Stadtstadion – Merseburg/Zentrum, Abends und Wochenende: Stadtstadion – Leunaweg) unterwegs. Zwischen Lindenstraße und „Hölle“ wird die Strecke auf 400 Metern zweigleisig ausgebaut. Neben der Gleisanlagen werden auch Fußwege sowie das Leitungs- und Kanalnetz erneuert. Bis November sollen die Arbeiten dauern. Seit 90 Jahren gab es dort schon Planungen zum Ausbau. Durch die Zweispurigkeit dürfen die Straßenbahnen hier künftig 50 statt bisher 10 km/h fahren, dadurch werden ein bis zwei Minuten Fahrzeit je Richtung eingespart. Durch die Baustelle ist der Abschnitt zwischen Merseburg und Bad Dürrenberg vom restlichen Gleisnetz getrennt. Deshalb wird der alte Betriebshof Merseburg/Süd reaktiviert, um dort Straßenbahnen abzustellen.

Die Veränderungen im Liniennetz nutz die HAVAG dafür, den Liniennetzplan leicht umzugestalten. So stehen im Plan künftig auch Krankenhäuser, Gesundheitszentren und Ärztehäuser.

Unklar ist, wann es am Rannischen Platz losgeht. „Es soll auch nach wie vor dieses Jahr gebaut werden, das ist unser Ziel“, so HAVAG-Chef Vincenz Schwarz. Wegen der Vergabe könne aber nicht wie geplant am 3. März begonnen werden. 6,5 Millionen Euro sollte der Umbau des Knotenpunktes laut Planungen kosten. In einem ersten Schritt soll die Linie 1 geteilt werden. Sie fährt zwischen Froher Zukunft und Steinweg und weiter über Vogelweide zur Südstadt sowie zwischen als Linie 1 Süd Torstraße und Beesen. Den Rannischen Platz selbst kann sie in dieser Zeit nicht überqueren. Die Linie 8 soll dann im südlichen Teil durch die Linie 16 ersetzt werden. Im Sommer wird der Platz komplett für alle Straßenbahnlinien gesperrt.

Ab 26. Februar sind alle neuen Fahrpläne in den Kundencentern erhältlich.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben