Greenpeace protestiert mit Lego-Bohrinsel gegen Ölbohrungen

4. April 2014 | Umwelt + Verkehr | 2 Kommentare

Öl ist einer der wichtigsten Rohstoffe in dieser Zeit. Die Suche wird immer aufwendiger, um an das schwarze Gold zu kommen. Und immer wieder kommt es auch zu Unglücken, bei dem Öl ausläuft und Küsten verpestet.

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Am Freitag stand auch eine Ölbohrinsel in Halle (Saale). Mit dem etwa 1×1 Meter großem Blickfang protestierte die Greenpeace Jugend am Leipziger Turm gegen Ölbohrungen in der Arktis. Die Aktion stand unter dem Motto „Die Arktis ist kein Spielplatz!“. Damit will man nach eigenen Angaben auf die Dringlichkeit des Arktisschutzes hinweisen.

„Wir Menschen müssen endlich behutsamer mit der Umwelt umgehen, vor allem mit so hochempfindlichen Ökosystemen wie der Arktis. Ölbohrinseln sind gefährliches Spielzeug, und die Arktis ist definitiv nicht der richtige Ort, um es dort auszuprobieren!“, sagt Laura Prigge von der Greenpeace Jugend.

greenpeace1Extreme Temperaturen und Wetterbedingungen sowie die Abgeschiedenheit der Region würden aus Ölbohrungen in der Arktis ein unkalkulierbares Wagnis machen. Es gebe keine erprobte Technologie, mit der Öl, das nach einem Unfall unter die Eisschichten ausgelaufen ist, wieder beseitigt werden könnte. Seit rund zwei Jahren kämpfe Greenpeace für ein Schutzgebiet rund um den Nordpol. An der Lego-Bohrinsel haben laut Greenpeace Jugendlichen aus Hamburg ein Jahr geplant und gebaut.

Am 12. März 2014 hat das EU-Parlament reagiert und in einer Resolution für die Einrichtung eines internationalen Schutzgebiets in der Arktis plädiert. Doch die Resolution ist nicht verbindlich, und der Arktische Rat, bestehend aus den Außenministern der Anrainerstaaten, hat bisher die Forderung nach einem Schutzgebiet zurückgewiesen. Ölkonzerne wie Gazprom und Shell können also dadurch ungehindert ihre öligen Projekte in der Arktis durchführen, so Greenpeaace. Zwar habe zumindest Shell seine Arktisbohrpläne für dieses Jahr sprichwörtlich auf Eis gelegt. Doch schließe das nicht aus, dass Shell 2015 erneute Versuche unternehmen wird. Die Greenpeace Jugend will deshalb weiterhin gegen Ölbohrungen in der Arktis eintreten und für ein internationales Schutzgebiet in der Arktis kämpfen.

Jonathan Schütz sagt: „Wir wollen die Menschen überall erreichen. Wir wollen zeigen, dass wir präsent sind und uns nicht unterkriegen lassen. Shell und Gazprom müssen ihre Bohrprojekte in der Arktis endgültig einfrieren. Bis das geschieht, bis die Arktis unter Schutz steht, werden wir weiter protestieren!“

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