Greenpeace protestierte in Halle für Freilassung der Arctic 30

25. Oktober 2013 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Seit einem Monat stecken 30 Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace in russischer Haft. Am Freitag haben Umweltschützer auch in Halle (Saale) für eine Freilassung protestiert.

Auf dem Marktplatz symbolisierte ein vermeintlich toter Eisbär sollte symbolisieren, dass die Zerstörung des Lebensraums in der Arktis durch den Menschen weiter voranschreitet. „Lasst unsere Aktivisten frei! Schützt die Arktis“, war auf einem Banner zu lesen. An Passanten wurden Informationszettel verteilt.

Am 19. September hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB das Aktionsschiff „Arctic Sunrise“ gestoppt und unter seine Kontrolle gebracht, die Aktivisten festgesetzt. Die wollten in der Barentsee gegen Ölbohrungen des russischen Energiekonzerns Gazprom protestieren. Dabei hatten sie versucht, eine Bohrplattform zu erklettern. Zunächst sollten die Umweltschützer aus 20 verschiedenen Ländern wegen „bandenmäßiger Piraterie“ angeklagt werden, nun ist von „Rowdytum“ die Rede.

Unter den Demonstranten in Halle war Rien Achterberg. Er gehörte zur Besatzung des Greenpeace-Schiffes „Rainbow Warrior“. Er war auch an Bord, als der französische Geheimdienst am 10. Juli 1985 im neuseeländischen Hafen Auckland zwei Bomben an der Schiffswand explodieren ließ. Das Schiff sollte damals ins Mururoa-Atoll in Französisch-Polynesien. Dort sollte gegen französische Atomtests protestiert werden. Ein Greenpeace-Aktivist kam damals ums Leben.

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