Greenpeace Halle protestiert bei McDonalds gegen Geenfood

17. November 2014 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Die Ankündigung von McDonalds, nach 14 Jahren wieder Gen-Soja im Hähnchenfutter einzusetzen, hat in 40 Städten zu Protesten von Greenpeace gesorgt. Auch am Hauptbahnhof in Halle (Saale) führten Greenpeace-Aktivisten eine Aktion durch. Der Fast-Food-Konzern hat hier eine Filiale.
mcdgen
„Die Aktivisten wollen den Verbrauchern deutlich machen, was McDonald’s den Kunden verschweigt. Verbraucher können nicht erkennen, dass Gentechnik zum Einsatz kam“, Frederik Bub von Greenpeace Halle. Oft würden nicht einmal die Mitarbeiter oder Filialleiter wissen, wie die Nuggets und Burger produziert werden. „Dabei wirbt McDonald’s aktuell sogar mit Transparenz“, meint Bub. Die Aktivisten übergaben deshalb eine Petition an den halleschen Filialleiter.

Die Nutzung von Gen-Soja in der Produktion von billigem Fleisch habe Folgen, so Greenpeace. „Der mit dem Anbau verbundene hohe Einsatz von Pestiziden führt zu resistenten Unkräutern und bedroht die Artenvielfalt. Anwohner in den Anbaugebieten sind den ausgebrachten Giften häufig schutzlos ausgesetzt.“

„McDonald’s Deutschland könnte ohne große Probleme auf Gentechnik verzichten. Das wäre ein erster Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Produktion“, sagt Bub. „McDonald‘s setzt auf Billigfleisch. Damit ist die Fast-Food-Kette verantwortlich für den massiven Einsatz von Gen-Futter und Antibiotika in der Tierhaltung sowie für miserable Tierhaltungsbedingungen.“

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben