Fußweg als Parkplatz: Grüne dagegen

14. Februar 2013 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Aktuelle Pläne der Stadtverwaltung und ein Antrag der FDP zur Nutzung überbreiter Fußwege für Parkzwecke sorgen für Diskussionen in Halle.

Die Grünen sprechen von einer falschen Prioritätensetzung. „Der Vorschlag der Stadtverwaltung zeugt von einer vollkommen unzeitgemäßen Verkehrspolitik“, meint der Landtagsabgeordnete und Stadtrats-Fraktionsvorsitzende Dietmar Weihrich. Gerade in stark verdichteten Stadtteilen wie dem Paulusviertel müsse konsequent auf den nicht motorisierten Verkehr gesetzt werden. „Das bedeutet, die Pkw-Nutzung zu reduzieren und andere Fortbewegungsarten attraktiver zu machen. Nur dadurch kann es gelingen, die Lebensqualität in diesen Stadtvierteln zu verbessern. Der Weg in die autogerechte Stadt der 70er Jahre des letzten Jahrtausends kann keine Alternative sein.“

Wie Weihrich weiter erklärt, weise das Paulusviertel trotz holprigem Pflaster, fehlender Radabstellmöglichkeiten und zugeparkter Straßen weise die höchsten Radverkehrsanteile in Halle auf. Das zeige, dass die Bevölkerung für neue Wege in der Verkehrspolitik aufgeschlossen ist. „Wer bei begrenztem Platz noch mehr Parkmöglichkeiten schafft, trägt dazu bei, dass die Pkw-Nutzung auf Kosten des nicht motorisierten Verkehrs zunimmt.“ ergänzt der Umweltpolitiker.

Die FDP hatte die Nutzung breiter Fußwege in der Lauchstädter Straße oder der Bernhardystraße vorgeschlagen. Voraussetzungen dafür seien laut Stadt ein druckresistenter Unterbau, befestigte Oberflächen, abgesenkte Borde und Baumschutzvorrichtungen.

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