„Feuerprobe“ für die ICE-Trasse: Halles Feuerwehr testet die Schnellfahrstrecke

12. Februar 2015 | Umwelt + Verkehr | 3 Kommentare

Ab Dezember sollen hier die ICE-Züge zwischen Halle und Erfurt mit 300 km/h entlang rasen. Doch am Donnerstag ging es auf der ICE-Trasse in der halleschen Saale-Elster-Aue in Ammendorf nur in Schrittgeschwindigkeit voran.

Die Feuerwehr durfte erstmals das Bauwerk befahren. Mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) ging es hinauf auf die Brücke. Mit diesem ersten Versuch wollten die Kameraden testen, wie sie mit ihren Fahrzeug und der Bodenfreiheit an den Bahngleisen zurecht kommen. Viel Platz ist nicht. In einem zweiten Schritt sollte dann auf der Brücke gewendet werden. Doch der Versuch wurde abgebrochen. Die Räder des HLF kamen auf den Gleisen immer wieder ins Rutschen.

„Wir haben aber auch bewusst die ungünstigste Stelle ausgesucht“, sagt Brandoberinspektor Daniel Schöppe. So wurde in einer Kurve geprobt, in der es Höhenunterschiede zwischen den beiden Gleisen gibt. Die Berufsfeuerwehrleute aus Halle nehmen nun die Erkenntnis mit, dass bei Einsätzen auf der Brücke nicht gewendet wird. Der Idealfall sei laut Schöppe aber ohnehin, auf der einen Seite auf die ICE-Trasse aufzufahren und auf der anderen Seite wieder runter. Auf halleschem Gebiet gibt es drei Zufahrtswege für die Rettungskräfte.

Am 9. Mai wird es eine Großübung mit der Berufsfeuerwehr, den Freiwilligen Feuerwehren und den Rettungsdiensten geben. Dann allerdings noch ohne die Rettungs-Unimogs. Die Fahrzeuge kommen erst im vierten Quartal. Sie besitzen die nötige Bodenfreiheit von 23 Zentimetern. Zwei weitere dieser Unimogs erhält der Saalekreis. Bezahlt werden die Fahrzeuge von der Deutschen Bahn. Allerdings fordert Halle gemeinsam mit dem Saalekreis noch Atemschutztechnik und Wärmebildkameras

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