BUND fordert Änderung der Planungen für Trothaer Wäldchen

4. Juli 2019 | Umwelt + Verkehr | 2 Kommentare

Dem Trothaer Wäldchen droht weiteres Ungemach:  im Herbst soll erneut die Kettensäge zuschlagen. Dort wurden seit Anfang des Jahres ca. 2000 Robinien geringelt, die in den nächsten ein bis fünf Jahren absterben werden. Zahlreiche weitere Bäume (ca. 250 Pappeln und Eschenahorne) sollen im Herbst gefällt werden. Die Maßnahmen sollen den Bau der Zugbildungsanlage an der Berliner Brücke kompensieren und werden von der Deutschen Bahn in Absprache mit dem Umweltamt Halle auf kommunaler Fläche durchgeführt. Die Umsetzung der Planungen würde in den nächsten Jahren zu einer „dramatischen Rodungsfläche“ führen, wie der Umweltverband BUND formuliert.

Er hält die bisherigen Planungen nach Akteneinsicht beim Eisenbahn-Bundesamt für ökologisch nicht verantwortbar. Der BUND fordert die Stadt Halle auf, sich für den Erhalt der Bäume stark zu machen und eine 8. Änderung des Planfeststellungsbeschluss beim Eisenbahn-Bundesamt zu beantragen.

„ Ziel dieser Planänderung müssen der Erhalt der Bestandsgehölze, d.h. keine  weiteren Fällungen oder Ringelungen sowie keine  Entnahme von stehendem oder liegendem  Totholz sein,“ erläutert Ralf Meyer, Landesvorsitzender des BUND Sachsen-Anhalt.

Nur so seien der Schutz besonders und streng geschützter Arten, Ökosystemleistungen  bezüglich des Mikroklimas wie auch die Funktion der Naherholung für die Bürgerinnen und  Bürger weiterhin und nachhaltig möglich.Die angelegte Mountainbike-Strecke soll als Freiraum für Jugendliche erhalten bleiben.

 

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