Bauarbeiten: ab April 2016 keine Straßenbahn in die „Frohe Zukunft“

16. September 2015 | Umwelt + Verkehr | 3 Kommentare

Auf das Reiseziel „Frohe Zukunft“ bei Straßenbahnen müssen Fahrgäste in Halle (Saale) ab kommendem April erst einmal verzichten. Hintergrund ist der dann startende nächste Bauabschnitt zur Umgestaltung am Steintor. Von April bis Dezember 2016 wird der Kreuzungsbereich Berliner Straße / Paracelsusstraße umgestaltet. In diesem Zeitraum können keine Straßenbahnen zur Frohen Zukunft fahren. Stattdessen sind Busse als Ersatz unterwegs.

Den Zeitraum nutzt die Hallesche Verkehrs AG (HAVAG) bereits für Vorarbeiten in der Dessauer Straße. Denn die wird ab 2017 ebenfalls zur Baustelle und in diesem Rahmen zur Allee umgestaltet. Dann soll aber der Straßenbahnverkehr wieder rollen. Im Bauabschnitt werden die Tramzüge eingleisig vorbeigeführt.
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Etwa 14 Millionen Euro sollen in den Um- und Ausbau gesteckt werden. 90 Prozent der Gelder sollen vom Bund im Rahmen des Stadtbahnprogramms kommen. Die Straßenbahngleise werden, wie schon im südlichen Abschnitt der Dessauer Straße, in der Mitte verlegt und als Rasengleis ausgeführt. Auf beiden Seiten wird ein Radweg angelegt, auf der westlichen Straßenseite wird zudem eine Baumreihe gepflanzt. 15 neue Bäume werden gesetzt, nur einer muss im Zuge der Baumaßnahmen gefällt werden. Auch Parkstreifen sind vorgesehen. Zudem werden alle Haltestellen barrierefrei ausgestattet. Die Endstation Frohe Zukunft als Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn und Bus wird umgestaltet, ebenso die Haltestelle am S-Bahnhof Dessauer Brücke. Allerdings wird die neue Endhaltestelle keine Schleife mehr sein, sondern eine Kopfendstelle mit zwei Gleisen. Hinzu kommen 17 Parkplätze. Die Busse werden künftig in der Frohen Zukunft an der gleichen Haltestelle stoppen wie die Bahnen.

Die Haltestelle Kornblumenweg wird mit angehobener Fahrbahn und Zeitinselsicherung ausgeführt. Das Linksabbiegen in die Klopstockstraße wird durch Halten auf den Gleisen ermöglich. An der Kreuzung Landrain wird die Haltestelle in einen östlichen Abschnitt stadtauswärts und einen westlichen Abschnitt stadteinwärts geteilt. Zudem erhält diese Kreuzung dann auch eine Linksabbiegemöglichkeit von der Dessauer Straße in den Landrain. Auf der Ostseite wird auf der überbreiten Fahrbahn (5,50 m) ein Radfahrstreifen aufgemalt und eine neue Baumreihe mit dazwischenliegenden Parkständen angelegt. Die Vorgärten sollen schmaler werden.

Die Haltestelle Dessauer Brücke erhält breite Bahnsteige und wird auseinander gezogen. In diesem Zusammenhang soll zur Gewährleistung des Abbiegens von LKW von der Berliner Chaussee auf die Dessauer Straße entsprechend der Schleppkurve der Verkehrsraum um 1 m weiter bis fast an das der WG Frohe Zukunft gehörende Wohngebäude (Dessauer Str. 205) herangeführt werden.

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