Bahn investiert 1,7 Milliarden in Sachsen-Anhalt, zügige Fortführung am Knoten Halle

6. Juli 2015 | Umwelt + Verkehr | 3 Kommentare

Die Deutsche Bahn wird bis zum Jahr 2019 in Sachsen-Anhalt 1,7 Milliarden Euro investiert. Das wurde auf dem Bahngipfel in Lutherstadt Wittenberg zwischen Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, DB-Infrastrukturvorstand Dr. Volker Kefer und dem Generalbevollmächtigte für politische und internationale Beziehungen der Deutschen Bahn AG, Ronald Pofalla, erklärt.

„Denn nur mit einer leistungsfähigen Eisenbahninfrastruktur schaffen wir die Grundlage für eine noch bessere Verzahnung unserer Nah- und Fernverkehrsangebote in Sachsen-Anhalt“, sagt Dr. Volker Kefer. Beide Seiten bekräftigten die hohe Bedeutung der kommenden Inbetriebnahme der rund 500 Kilometer langen Neu- und Ausbaustrecke Nürnberg–Erfurt–Leipzig/Halle–Berlin, Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8, für Sachsen-Anhalt. Dr. Reiner Haseloff: „Die Neubaustrecke wird künftig die Verkehrsströme aus dem südwest- und süddeutschen Raum in Richtung Halle (Saale)/Leipzig bündeln. Die Region um Halle wird damit künftig noch besser in das Fernverkehrsnetz der DB eingebunden sein.“ Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des zweiten Abschnitts Erfurt–Leipzig/Halle im Dezember dieses Jahres laufen auf Hochtouren.

Im Mittelpunkt stand unter anderem auch der Infrastrukturausbau im Raum Magdeburg. Ronald Pofalla: „Wir investieren im Eisenbahnknoten Magdeburg bis 2022 rund 500 Millionen Euro in eine moderne und leistungsfähige Schieneninfrastruktur. Sie ist Voraussetzung für die Realisierung des neuen Fernverkehrskonzeptes der DB, in dem Magdeburg zum IC-Kreuz entwickelt wird“.

Beide Seiten haben sich auch auf den zügigen Fortgang der Arbeiten für den Ausbau des Eisenbahnknotens Halle verständigt. In den kommenden Monaten erhält er elektronische Stellwerkstechnik und moderne Gleisanlagen, um an das Projekt VDE 8 angeschlossen werden zu können.

Landesregierung und DB betrachten den weiteren zweigleisigen Ausbau der Strecke Stendal–Uelzen weiter als wichtiges Signal für den gesamten mitteldeutschen Wirtschaftsraum. Der Ausbau der Strecke Magdeburg–Halberstadt bleibt für das zukünftige Verkehrskonzept des Landes Sachsen-Anhalt unabdingbar, betonten beide Seiten. Konkret wird die Strecke in drei Abschnitten für Geschwindigkeiten bis 120 km/h ausgebaut.
Mit Blick auf die Modernisierung der Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt zeigten beide Seiten großes Interesse an der kontinuierlichen Fortsetzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf den Stationen und an nachhaltigen Initiativen. So konnte heute der Baustart des „Grünen Bahnhofs“ in Lutherstadt Wittenberg vollzogen werden. Hier entsteht der zweite ökologische Bahnhof Deutschlands.
Ministerpräsident Dr. Haseloff erklärte: „Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt tritt nach wie vor für eine zügige Verbesserung der Bahnhofslandschaft ein. Neben dem zwischen DB und Land abgeschlossenen Bahnhofsmodernisierungsprogramm Sachsen-Anhalt haben wir in einem Kooperationsvertrag zur ‘Nutzung nicht mehr benötigter Bahnflächen‘ weitere Maßnahmen erarbeitet, die zur Verbesserung der Reise- und Aufenthaltsqualität unserem Land beitragen.“ Der Kooperationsvertrag wurde heute im Rahmen des Bahngipfels von beiden Seiten unterzeichnet.

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