Anstehende Bauarbeiten: Baumfällungen im Böllberger Weg und am Steintor

4. Februar 2015 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Ab nächstem Montag rattern die Kettensägen. Im Zuge der bevorstehenden Baumaßnahmen am Steintor und im Böllberger Weg werden Bäume gefällt.

Der nichtausgebaute Teil des Böllberger Wegs

Der nichtausgebaute Teil des Böllberger Wegs


Im Böllberger Weg sind die Bäume für die geplante Sanierung des Hauptwassersammlers im Weg. Etwa 30 Bäume werden auf der Ostseite zwischen Ludwigstraße und Vor dem Hamstertor gefällt. Diese werden nach der Neugestaltung durch alleeartige Bäume ersetzt. Nach Angaben der Stadtwerke beginnen die Arbeiten voraussichtlich Ende Juli. Wann die Umbaumaßnahmen im Rahmen des Stadtbahnprogramms starten, ist jedoch noch unklar.

Bereits ab März wird am Steintor gebaut, ab Juni ist auch die Straßenbahn betroffen. 53 Bäume werden hier gefällt, dagegen hat sich Protest geregt. So wurde der Stadtverwaltung im vergangenen Stadtrat von Bürgern die goldene Kettensäge verliehen. An den Bäumen stehen Grablichter und Schilder wie “Mein Freund der Baum ist tot”, steht da zu lesen, oder “Miniermotte Uwe Stäglin”. Nach Abschluss der Arbeiten ist dann auch eine Neupflanzung von 80 Bäumen vorgesehen. Direkt vor dem Varieté soll ein Spitzahorn gepflanzt werden, zudem Zierkirschen, Feldahorn, Robinie und Lederhülsenbaum. Am östlichen Fahrbahnrand sollen zwischen Ernst-Kromayer-Straße und Krausenstraßenstraße ist die Pflanzung von 8 Spitzahorn-Bäumen vorgesehen. Der Gehbereich vor den jetzigen Geschäften wird mit einer Mischung aus Mosaikpflaster und Großplatten an, so wie die meisten Gehwege in der Altstadt gestaltet sind. Für den Rest des Platzes sind verschiedene Gestaltungsformen aus klein- bis mittelformatigen Betonstein-Platten vorgesehen. Wegen der Bedeutung des Platzes will man dabei auf Betonstein mit hochwertigem, sandgestrahlten Naturstein-Vorsatz in drei unterschiedlichen Graunuancen setzen. Der neue Radweg, der über den Platz führen wird, wird asphaltiert. Beleuchtet wird der westliche Platzbereich durch sogenannte Pendelleuchten, die zwischen dem Fahrdraht der Straßenbahn angebracht werden. In der Grünfläche werden Lichstelen aufgestellt. An den Straßen werden normale Laternen, sogenannte Kofferleuchten stehen. Daneben ist auch eine Anstrahlung des Steintor-Varietés vorgesehen, dessen Fassade derzeit saniert wird. Umgesetzt werden muss das Denkmal für die Timberwölfe, es wird neben der neuen Haltestelle aufgestellt. Auf dem Platz wird es in Zukunft 38 Fahrradständer geben, davon 20 in den Randlagen des Steintorplatzes, am Parkplatz Große Steinstraße, am Übergang zur Ernst-Kromayer-Straße und in der Ludwig-Wucherer-Straße. Die anderen befinden sich an den Fahrgastunterständen und im Baumblock auf der westlichen Platzfläche. Zum Ausruhen werden auch Bänke aufgestellt, vorgesehen sind einfache Ausführungen mit Betonsockel mit Holzauflage, partiell sind laut Stadt Rücken- und Armlehnen vorgesehen. Die beiden Kioske wird es in Zukunft nicht mehr geben. Auch nach der Umgestaltungen wird es am Steintor-Platz Frühjahrs- und Sommerbepflanzungen geben, jedoch nicht mehr in dem großen Umfang wie bislang. Stattdessen sollen mehr Stauden und Gräser in der Platzgestaltung eingesetzt werden. Dadurch lässt sich der Pflegeaufwand minimieren. Obendrauf hat es noch den Vorteil, dass der Platz auch im Winter nicht kahl ist, sondern ebenfalls von Pflanzen gesäumt wird. Die Kreuzung Berliner Straße / Paracelsusstraße soll künftig mit einer Ampel ausgerüstet werden. Daneben kommt eine weitere Zufahrt hinzu – die „neue“ Ludwig-Wucherer-Straße. Weil die bisherige „LuWu“ abgekoppelt wird, soll eine neue Straße aber der Emil-Abderhalden-Straße abzweigend nördlich hinter einem geplanten Parkhaus (jetzt Bauernclub) und dem Diesterweghaus entlang geführt werden. Der Bereich soll bis auf den Lieferverkehr komplett autofrei werden. Autos werden über Magdeburger Straße und Krausenstraße in die Große Steinstraße geleitet. Vom Steintor-Platz zur Kromayerstraße und an der Ecke Große Steinstraße / Krausenstraße soll es Fußgängerüberwege mit Mittelinseln geben. Der Radverkehr erhält eigene Wege über den Platz, zumeist geführt neben den Straßenbahngleisen. Eine Zentralhaltestelle für alle Linien wird es nicht geben, die Linie 12 hat auch weiterhin eine eigene Haltestelle.

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