ADFC kritisiert Straßenzustand in Halle

10. August 2013 | Umwelt + Verkehr | 11 Kommentare

Lose Pflastersteine, große Fugen, Schlaglöcher: Der ADFC Halle fordert die hallesche Stadtverwaltung dazu auf, die Unterhaltung von Straßen in Halle zu verbessern. „Der Straßenzustand in Halle ist sicher einer der schlechtesten aller deutschen Städte“, so der ADFC-Vorsitzende Volker Preibisch.

Die Beispiele Kleine Ulrichstraße, Geiststraße oder Richard-Wagner-Straße seien Beispiele für eine ungenügende Unterhaltung der örtlichen Straßen oder auch falsche Prioritäten bei der Planung, dem Bau und der Pflege kommunaler Straßen. Alle drei Straßen sind mit Betonsteinen gepflastert und wurden erst nach der Wende saniert, seien laut Preibisch aber schon wieder Sanierungsfälle.

In der Kleinen Ulrichstraße seien die Schäden seit langem offensichtlich. Deshalb bleibe es unverständlich, warum eine Ausbesserung der Kleinen Ulrichstraße nicht vor Beginn der Baumaßnahme Große Ulrichstraße erfolgt ist, handele es sich doch um die Hauptverbindung für den Radverkehr in Nord-Süd Richtung in Halle. „Eine Sanierung wir immer aufwendiger und teurer“, so Preibisch. Das Beispiel Kleine Ulrichstraße zeige auch die Inkonsequenz in der Stadtentwicklungspolitik in Halle. Die Verlegung von nicht verfugten Betonsteinen ist nicht vereinbar mit der Nutzung der Kleinen Ulrichstraße als Durchgangsstraße für den PKW-Verkehr. Preibisch fordert deshalb die Verwaltung auf, das bestehende Durchfahrtsverbot auch umzusetzen.

Ein weiteres gefährliches Problem seien die tiefen Fugen in Pflasterstraßen, wie z. B. vor dem Landesmuseum für Vorgeschichte. Radfahrer würden besonders durch derartige Straßenschäden gefährdet, „sie werden nicht durch breite Autoreifen und Federungen vor Unebenheiten und Löchern in der Fahrbahn geschützt.“

Die Stadtpolitik solle sich stärker mit derartigen Alltagsproblemen in Halle beschäftigen. Die Bestandaufnahme im Rahmen der Einführung der Doppik werde zudem die bisherige Unterfinanzierung und Vernachlässigung bestätigen. Notwendig sei auch ein eigener Etat für Radverkehrsanlagen.

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