A143: IHK fordert Weiterbau nach 10 Jahren Stillstand

22. Oktober 2014 | Umwelt + Verkehr | 2 Kommentare

Vor genau 10 Jahren wurde der Abschnitt der A143 zwischen der A38 am Dreieck Halle-Süd und der B80 in Halle-Neustadt freigegeben. Der Abschnitt bis zur A14 lässt seit dem auf sich warten.Die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) fordert aus diesem Grund eine schnelle Entscheidung zur Fertigstellung dieser wichtigen Verkehrsachse. Für den noch fehlenden Abschnitt der Autobahn von nur 12 Kilometern Länge bis zur A 14 müsse schnellstmöglich das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden.
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Aktuellen Zeitplanungen zufolge soll der Bau etwa drei Jahre dauern. Derzeit sind Baukosten von 240 Millionen Euro im Gespräch. Mit dem Bau der Westumfahrung sollen nach Hoffnung der Landesregierung die bestehenden Verkehrsachsen A38 und A14 miteinander vernetzt und der Verkehr im Ballungsraum Halle/Leipzig besser verteilt werden. Im neuen Bundesverkehrswegeplan steht die Verbindung wieder drin. Eine Studie der Grünen sieht keinen Bedarf für die Autobahn. Und Umweltschützer und Anwohner klagen gegen den Bau.

„Es muss endlich weitergebaut werden. 10 Jahre Sackgasse sind mehr als genug!“, betont deshalb Carola Schaar, Präsidentin der IHK Halle-Dessau, anlässlich dieses traurigen „Jubiläums“. Eine voll funktionsfähige A 143 sei ein wichtiger Standortfaktor für den mitteldeutschen Wirtschaftsraum. Sowohl für den Regionalverkehr als auch für Nutzer der Verkehrsachse von Süd- über Mitteldeutschland zu den Nord- und Ostseehäfen würde sie die Bedingungen nachhaltig verbessern. Mit einer prognostizierten Belegung von 47.000 Kfz je 24 Stunden könnte eine fertiggestellte Westumfahrung Halle zudem für eine spürbare Verkehrsentlastung der Bevölkerung sorgen. Insbesondere bei Sperrungen auf der A14 wurde in den vergangenen Monaten die Dringlichkeit einer leistungsfähigen Alternativroute zur Vermeidung eines innerstädtischen Verkehrskollapses überdeutlich.
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„Die Wirtschaft und die große Mehrheit der Bevölkerung erwarten daher zu Recht, dass die A 143 jetzt endlich fertiggebaut wird“, so Schaar. „Zumal jede weitere Verzögerung die Baukosten zusätzlich in die Höhe treibt. Während des zehnjährigen Baustillstandes sind die veranschlagten Kosten bereits von 150 Millionen auf mittlerweile 240 Millionen Euro angestiegen“, ergänzt die IHK-Präsidentin.

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