79 von 100 Punkten: Fahrgäste bewerten S-Bahn Mitteldeutschland, Verbindung Leipzig-Halle überlastet

27. August 2014 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Seit etwas mehr als einem halben Jahr ist die S-Bahn Mitteldeutschland unterwegs. Doch wie kommen die neuen Verbindungen und Züge bei den Fahrgästen an? Das wollte die Bahn wissen und hat eine Umfrage bei einem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut in Auftrag gegeben.
S-Bahn27
Demnach bekommt die S-Bahn Mitteldeutschland 79 von 100 möglichen Punkten bei der Gesamtzufriedenheit. Das Unternehmen zeigt sich zufrieden. „Dieser sensationelle Wert ist der Erfolg unserer engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ohne das zuverlässige Zusammenwirken von Infrastruktur, Servicedienstleistern und Vertrieb wäre ein solches Ergebnis allerdings nicht möglich. So gilt der Dank allen, die sich täglich aufs Neue für pünktliche sowie saubere Züge und Stationen einsetzen“, betont Frank Klingenhöfer, Vorsitzender der Regionalleitung bei DB Regio Südost.

Rund 540 Zugfahrten auf sieben S-Bahn-Linien im 430 Kilometer langen Streckennetz finden täglich statt. Die durchschnittliche Fünf-Minuten-Pünktlichkeit liegt bei rund 97 Prozent. Im gesamten Netz sind täglich etwa 50.000 Fahrgäste unterwegs. Die Zufriedenheit mit der letzten Fahrt wurde dabei sogar mit 83 Punkten bewertet. Aber auch Informationen am Bahnsteig und in den Zügen, der Komfort, die Pünktlichkeit, Schnelligkeit und Sauberkeit der S-Bahn Mitteldeutschland erhielten laut Bahn sehr gute Noten. Ebenso schlug sich die Verfügbarkeit, Kompetenz und Freundlichkeit der Kundenbetreuer in der Bewertung positiv nieder.
S-Bahn21
Ein wenig getrübt wird die positive Bilanz durch einzeln auftretende Fahrzeugstörungen und Vandalismusschäden, wobei sich die Stillstandszeiten der Fahrzeuge bis zur Beseitigung von Gewährleistungsmängeln durch den Hersteller nach wie vor nachteilig auf die Fahrzeugverfügbarkeit auswirken. Ebenso hat sich im Praxisbetrieb herausgestellt, dass es insbesondere auf den S-Bahnlinien S 3/S 5X im Abschnitt Leipzig Hbf. (tief)–Halle (Saale) Hbf. bei einzelnen Zügen zu Überbesetzungen kommt. Demzufolge bewerten die Fahrgäste die Anzahl der Sitzplätze und das Platzangebot für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle schlechter. „Hier müssen wir besser werden und die vertraglich vereinbarten, planmäßig vorgesehenen Kapazitäten zur Verfügung stellen, um absehbare Engpässe von vornherein zu vermeiden“, erläutert Klingenhöfer.

Print Friendly, PDF & Email
Tags:,

Kommentar schreiben