55.000 Fahrgäste am Tag in der S-Bahn Mitteldeutschland

11. Dezember 2014 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Vor einem Jahr nahm die S-Bahn Mitteldeutschland ihren Betrieb auf, gleichzeitig wurde auch der Leipziger City-Tunnel eröffnet.
Sternfahrt
540 Züge verkehren am Tag auf dem 430 Kilometer langen Streckennetz. Und die Bahn wird von den Fahrgästen angenommen. Etwa 55.000 Fahrgäste am tag sind die den Triebzügen unterwegs.

Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: „Die Investitionen von EU, Bund, Freistaat und Stadt Leipzig in den City-Tunnel waren richtig: Der City-Tunnel ist ein Gewinn – nicht nur für die Bürger von Leipzig, sondern für die gesamte Region. Die neuen Möglichkeiten, von weit außerhalb bequem und direkt in die Leipziger Innenstadt zu fahren, sind für viele ein Anreiz zum Umsteigen in den ÖPNV. Glückwunsch zum Einjährigen!“

„Der City-Tunnel Leipzig und das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz sind mittlerweile aus dem Raum Westsachsen nicht mehr wegzudenken. Das zeigt sich auch an den hohen Fahrgastzahlen, die unsere Prognosen voll erfüllen“, erklärt Landrat Dr. Gerhard Gey, Vorsitzender des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL).

Die S-Bahn Mitteldeutschland erreichte im Rahmen einer repräsentativen Kundenzufriedenheitsbefragung durch ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut 79 von 100 möglichen Punkten im Bereich Gesamtzufriedenheit. Besonders positiv im Vergleich zum Vorjahr vor der S-Bahn-Einführung wurden dabei der Reisekomfort, die Pünktlichkeit, Schnelligkeit und Sauberkeit der Züge, das Zugpersonal, die Ansagen im Zug sowie das Sicherheitsgefühl nachts in den Zügen bewertet. Trotz streik- und baustellenbedingter Beeinträchtigungen liegt die Pünktlichkeit der S-Bahn Mitteldeutschland bei einem Wert von rund 96 Prozent auf einem hohen Niveau.

„Natürlich freuen wir uns über das Ergebnis der DB-Kundenbefragung. Wir dürfen uns auf diesen Lorbeeren jedoch nicht ausruhen, sondern müssen gemeinsam daran arbeiten, das Angebot weiter zu verbessern“, meint Oliver Mietzsch, Geschäftsführer des ZVNL. Verbesserungsbedarf sieht er vor allem bei der Fahrzeugverfügbarkeit. Aus verschiedenen Gründen, wie etwa Gewährleistungsarbeiten des Herstellers oder planmäßiger und außerplanmäßiger Wartungsarbeiten, waren in der Vergangenheit mehrere Fahrzeuge ausgefallen. Darüber hinaus sind Fahrzeuge immer wieder Graffiti-Angriffen ausgesetzt und müssen aufwändig gereinigt werden.

„Wir haben in den letzten Monaten verschiedene Maßnahmen für eine bessere Fahrzeugverfügbarkeit umgesetzt. So sollen insbesondere die S-Bahnen mit besonders hoher Nachfrage auf der S3 immer mit zwei Fahrzeugteilen verkehren“, so Frank Klingenhöfer, Vorsitzender der Regionalleitung Südost der DB Regio AG. „Um die bestehenden Fahrzeugengpässe zu minimieren, bauen wir in der DB Regio-Werkstatt in Halle derzeit eine zusätzliche Wartungshalle. Bis zum Sommer werden wir die Fahrzeugverfügbarkeit so spürbar verbessern können.“

Um das Angebot weiter zu optimieren, haben Deutsche Bahn und ZVNL gemeinsam mit ausgewählten Kunden zudem ein sogenanntes Zuglabor durchgeführt, in dem Verbesserungsvorschläge diskutiert wurden. Dabei wurde das neue Angebot insgesamt gelobt, einzelne Kritikpunkte bezogen sich auf die Verfügbarkeit von Sitzplätzen und Platz für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle auf einzelnen Streckenabschnitten. Deutsche Bahn und ZVNL sind hier auch mit Interessensverbänden im Gespräch, um gemeinsam Lösungsmöglichkeiten auszuloten.

Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember werden die geplanten Fahrzeugeinsätze für einzelne Fahrten angepasst. So sollen beispielsweise auf der S1 und S3 teilweise längere Züge verkehren. Im Fahrplan gibt es lediglich folgende Änderung: Sonntags werden die Leistungen der S1 zwischen Wurzen und Riesa künftig vom RE 50 übernommen, der dann auch an Sonn- und Feiertagen ab 7 Uhr durchgehend im Stundentakt fährt. Auf der S-Bahn-Linie S7 in Halle wird der Haltepunkt Rosengarten wieder in beiden Richtungen bedient.

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