15 neue Strom-Tankstellen für Elektroautos

16. Juli 2015 | Umwelt + Verkehr | 51 Kommentare

Ein Jahr nach dem Fördermittelbescheid bekommt die Stadt Halle (Saale) nun die versprochenen neuen Stromtankstellen.
elektrotankstelle
Die ersten neuen Ladesäulen für Elektroautos wurden bereits aufgestellt, so an der Endhaltestelle der Straßenbahn in Büschdorf und in der Gustav-Anlauf-Straße. Schon seit längerem kann man seine Elektromobile momentan unter anderem am Gebäude der Stadtwerke, bei Envia M in der Magdeburger Straße und an der Straßenbahn-Endstation in Kröllwitz laden.

Insgesamt sollen in diesem Jahr 15 Ladesäulen im Stadtgebiet aufgestellt werden. Im August wollen die Stadtwerke Halle dazu bei einem offiziellen Termin die neuen Säulen und alle Standorte vorstellen.

Halle hofft damit auf eine bessere Akzeptanz der Elektroautos. Denn von 112.000 in Halle zugelassenen Autos sind gerade einmal 0,1 Prozent Elektroautos. Kürzlich haben Stadtwerke und Stadtverwaltung gemeinsam zehn neue Elektrofahrzeuge in ihren Fuhrpark aufgenommen.

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Dieses Thema enthält 51 Antworten und 16 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  rellah vor 2 Monate, 3 Wochen.

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  • #163509

    Ein Jahr nach dem Fördermittelbescheid bekommt die Stadt Halle (Saale) nun die versprochenen neuen Stromtankstellen. Die ersten neuen Ladesäulen für E
    [Der komplette Artikel: 15 neue Strom-Tankstellen für Elektroautos]

    #163510

    Viel wichtiger als die Ladesäule ist die Ladeleistung der Stationen. Welche Leistung steht denn an den 15 Stationen zur Verfügung?

    Die Stadtwerke Leipzig bauen immer noch 3kW-Säulen, die aber ungefähr so fortschrittlich sind wie Pferdekutschen.

    #163572

    Mit den 15 neuen Ladestationen hat man mal wieder am wirklichen Bedarf vorbei geplant.Wie war denn der bisherige Auslastungsgrad der vorhandenen 3 Ladestationen?
    Bei der derzeitig geplanten Austattung ausschließlich der Versorgungunternehmen mit E-mobilen scheint die Notwendigkeit der 15 zusätzlichen Ladestationen noch lange Zeit nicht gegeben zu sein.

    #163581

    Ich bitte um Auskunft:
    ist das Laden kostenlos? Wie lange dauert das Laden?

    #163592

    Das hängt vom Fahrzeug, vom Ladestand der Batterie und der Art des Ladevorgangs ab. An einer Schnellladestation kann ein Elektroauto bereits in einer halben Stunde komplett aufgeladen werden. Mit Starkstrom (Stromstärke 32 Ampère, Spannung 440 Volt) dauert es rund vier Stunden, bei 16 A und 220 V (Standard-Ladung) etwa doppelt so lang.

    Ein leerer Elektroroller-Akku kann auf diese Weise in rund drei Stunden voll aufgeladen werden. Bei allen Ladevorgängen gilt: Je moderner die Batterie, desto schneller lädt sie sich auf. Und: Zu Beginn geht das Aufladen schneller: Manche Akkus können in der ersten halben Stunde zu 80 % geladen werden.

    Der Preis schwankt erheblich. Von Tag zu Tag und von Tankstelle zu Tankstelle und ist nicht Kostenlos!

    40 kWh für ca. 8 Euro bis 15 Euro

    Die Ladekapazität ist da Maßgeblich. Derzeit kriegt man mit einem Kleinwagen so um die 120 Kilometer hin, bis noch einmal vollgetankt werden msste. Aber auch das schwankt, aber eher auch nach Unten!

    #163594

    Kein Wunder, dass bei den langen Ladezeiten kein Privatbesitzer von E-Mobilen bereit ist, sein Fahrzeug so lange im öffentlichen Raum an den Ladestellen ungeschützt stehen zu lassen.

    #163597

    Kasnn man das Auto nicht zu Hause aufladen, oder sind die Ladegeräte zu teuer?

    #163598

    Ich verstehe einfach nicht, warum man sich nicht auf ein System wie „Primove“ von Bombardier einigt und statt dessen auf diese antiquierte Ladetechnik per Kabel setzt…

    Immerhin war die Straßenbahn mit der Nummer 688 vor einigen Jahren Versuchsträger dafür.

    In Mannheim fahren mittlerweile die ersten Busse mit dem System. Mannheim ist nun Versuchsstadt.
    Primove ist, vereinfacht ausgedrückt, ein System zur induktiven Ladung. Das kann man in jeden Parkplatz integrieren…einfach parken und das Auto wird aufgeladen. Keine Kabel ziehen, keine Ladefehler oder ein Buntmetallspecht, der dann das Ding abschneidet.
    Gut, in Elektrorollern wird man wahrscheinlich diese Technologie nicht einbauen können, aber die passt in jeden PKW.

    #163599

    Kein Wunder, dass bei den langen Ladezeiten kein Privatbesitzer von E-Mobilen bereit ist, sein Fahrzeug so lange im öffentlichen Raum an den Ladestellen ungeschützt stehen zu lassen.

    Mich schreckt eher ab, dass man bestimmte Vorrichtungen zu Hause braucht (Stromwandler usw.) um überhaupt zu laden, denn über das Hausnetz das Auto aufzuladen, geht auf die Kabel die im Haus liegen, weil das Ding ständig Strom zieht. Und tatsächlich muss man ständig am Fahrzeug bleiben, schon alleine wegen der Brandgefahr…. Steht Übrigens in der Bedienungsanleitung!

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate, 2 Wochen von  admin.
    #163601

    Ich verstehe einfach nicht, warum man sich nicht auf ein System wie „Primove“ von Bombardier einigt und statt dessen auf diese antiquierte Ladetechnik per Kabel setzt…
    Immerhin war die Straßenbahn mit der Nummer 688 vor einigen Jahren Versuchsträger dafür.
    In Mannheim fahren mittlerweile die ersten Busse mit dem System. Mannheim ist nun Versuchsstadt. Primove ist, vereinfacht ausgedrückt, ein System zur induktiven Ladung. Das kann man in jeden Parkplatz integrieren…einfach parken und das Auto wird aufgeladen. Keine Kabel ziehen, keine Ladefehler oder ein Buntmetallspecht, der dann das Ding abschneidet. Gut, in Elektrorollern wird man wahrscheinlich diese Technologie nicht einbauen können, aber die passt in jeden PKW.

    In Mannheim ist aber das Problem, dass die Induktionsplatten einen eigenen Schienenverlauf benötigen, da das Wartungspotenzial auf öffentlichen Stra0en einfach zu hoch ist. Viel Interessanter ist es, die Induktionstechnik in den Betriebshöfen einzubauen, oder in den privaten Garagen oder Parkplätzen, wie es ja schon in der nächsten Generation der Primove der Fall ist. Aber an sich eine gute Idee.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 7 Monate, 2 Wochen von  admin.
    #163605

    Es gibt natürlich immer auch die Möglichkeit, das Auto mit Verlängerungsschnur zu betreiben. Mit 5km Kabel kommt man in Halle schon recht weit rum.

    #163610

    Nachtschwärmer, dann setz Dich bloß nicht in Dein Auto, das hat nicht nur einen Dreiphasen Generator, sondern auch eine Zündanlage, welche mehrere Tausend Volt durch die Zündkabel jagt. unendlich viel Elektrosmog, bei dem Du mit den Fingern Deiner Hand beim Betätigen der Schalter für die Blinker oder Hupe sogar recht nahe kommst.

    Ach ja, vergessen wir nicht Radios, Innenraumbeleuchtung, beheizbare Heckscheiben und natürlich das Handy in der Hemdtasche beim Elektrosmog…

    Das Primove noch nicht zu 100% im realen Einsatz funktioniert schreibe ich mal den Kinderkrankheiten eines jeden neuen Antriebskonzeptes zu. An sich funktioniert das Prinzip, wenn man den Betriebsablauf daraufhin abstellt sogar recht gut.

    Primove könnte sogar das Batterieproblem obsolet machen. Dann braucht man schlicht und ergreifend keine 200km Reichweite mehr, wenn man unterwegs auf jedem Supermarktparkplatz nachladen könnte…

    Berlin will im Sommer mit Testfahrten anfangen…

    #163615

    Anonym

    Strahlung und Elektrosmog

    Wird sowas nicht vom Computerbildschirm blockiert? Vielleicht hilft auch ein Alu-Hut? 😉

    #163617

    Kann man das Auto nicht zu Hause aufladen, oder sind die Ladegeräte zu teuer?

    „Zu Hause“ meint dann wohl Einfamilienhäuschen, Garage, eigener Carport etc. Die meisten Hallenser sind in Mietwohnungen zu Hause und parken auf der Straße.

    #163618

    Ja, ich meine von einer eigenen Steckdose genauso wie ich den Akku meines Ebike nachlade. Ankommen, Stecker rein und beim nächsten Benutzen Stecker raus.

    #163619

    @wolli,
    wieviel Kabel sollen denn in den Wohnsiedlungen auf den Wegen und Straßen herumliegen? Das ganze e-Mobil-Ladesystem ist überhaupt noch nicht durchdacht und herausgeschmissenes Geld.

    #163620

    Es gibt doch genug Leute, die ihr Auto auf dem eigenen Grundstück stehen haben und die dürften ihr E-Auto zum „Tanken“ an eine eigene 220-Volt-Steckdose anschließen wollen.
    Und jetzt frage ich, ob das gewährleistet ist.

    #163621

    Aber Wolli, die Antwort auf deine wiederholte Frage steht doch direkt unter deiner ersten Frage…

    #163627

    Also bei 16 A und 220 V ca. 8 Stunden ?

    #163631

    So stands da; ist sicherlich bei jedem E-Auto anders. Sind rund 28 kWh, die in der Zeit durch die Strippe laufen; wieviel davon im Akku ankommt und wie weit man damit fahren kann weiß ich nicht, aber wohl doch ein gutes Stück.

    Einige Beispiele: Der kleine Citroen C-Zero hat einen Akku mit 14,5 kWh Kapazität, der VW e-up hat 18,7 kWh Nennkapazität, der E-Golf 24,2 kWh.

    #163635

    Weitere vernichtende Details z.B. für den Citroen C-Zero:
    49 KW-Motor, Reichweite 150 Km aber im Winter zur Heizung nur 75 Km.
    Neuwagenpreis zur Zeit ca. 29 000 €, aber auch schnelladefähig.

    #163637

    Ja, @wolli. Stecker rein, Sicherung raus. Wumm !

    #163708

    „Vernichtend“ sind diese plumpem Vorurteile. Die derzeitigen Elektroautos sind sicherlich nichts für Vertreter und Geschäftsreisende, die dauerlinksblinkend mit Höchstgeschwindigkeit über die linke Autobahnspur jagen.

    Aber „nur“ 75 km reichen z.B. locker für einen Pendler, der von Halle aus nach Leipzig oder Merseburg zur Arbeit fährt. Sie reichen auch für mobile Dienste (Post, Pakete, häusliche Pflege). Und sie würden noch eher reichen, wenn es in der Stadt genügend Schnellladestationen gäbe.

    Wenn sich die Reichweiten und Schnelllademöglichkeiten so weiterbewegen, dann sind auch Autobahn-Fernreisen bald kein Problem mehr, denn man sollte als Fahrer doch ohnehin spätestens alle 2h ne Pause machen.

    Natürlich steckt das alles noch etwas „in den Kinderschuhen“. Man könnte aber z.B. die unsinnige Diesel-Subventionierung streichen und das freiwerdende Geld in die Förderung der E-Mobilität stecken.

    Ganz zu schweigen von der Revolution im Bereich E-Mobilität, die sich im Stillen längst vollzieht, auch ohne Fördergelder: Bei den Fahrrädern.

    Weitere vernichtende Details z.B. für den Citroen C-Zero: 49 KW-Motor, Reichweite 150 Km aber im Winter zur Heizung nur 75 Km. Neuwagenpreis zur Zeit ca. 29 000 €.

    #163710

    Und diese Pendler wollen ihr Auto in der Regel nicht irgenwohin zum Tanken stellen und warten, sondern zu Hause an der Steckdose aufladen.
    Man benötigt also Kraftstrom? Und wie teuer ist das Ladegerät?

    #163711

    Mich schreckt eher ab, dass man bestimmte Vorrichtungen zu Hause braucht (Stromwandler usw.) um überhaupt zu laden, denn über das Hausnetz das Auto aufzuladen, geht auf die Kabel die im Haus liegen, weil das Ding ständig Strom zieht. Und tatsächlich muss man ständig am Fahrzeug bleiben, schon alleine wegen der Brandgefahr…. Steht Übrigens in der Bedienungsanleitung!

    [/quote]

    Hier kursiert aber auch extrem viel Halbwissen. Auch eines der größten Probleme der E-Mobilität.

    Gerade weil das Laden an der normalen Schuko-Steckdose im Haus bei ca. 3kW Stunden dauert, ist es wichtig öffentliche Ladestationen mit hoher Ladeleistung (16-32 kW) bereit zu stellen. Genau deshalb interessiert es mich auch was man in Halle für Stationen gebaut hat. Es gibt übrigens auch ein Hersteller, der dieses Prinzip verstanden hat: Tesla. Dort werden genug Batteriezellen verbaut um über 300km am Stück zu fahren.

    In anderen Ländern werden E-Autos steuerlich begünstigt, um E-Mobilität attraktiver zu machen. Wer elektrisch fahren will, aber auf Reichweite nicht verzichten möchte, sollte sich auf dem Hybrid-Markt mal umschauen. Da gibts ein paar clevere Konzepte wie man Kurzstrecke elektrisch fährt und sich dann mit nem klassischen Verbrennungsmotor über größere Distanzen behilft oder über Reichenweitenverlängerer (Range Extender) relativ umweltschonend unterwegs ist.

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