Stadtbad: Ausschuss für „gemeinwohlorientiertes Betreibermodell“

22. April 2014 | Sport | Keine Kommentare

Vieles sei schon beschlossen, doch es passiere nichts, sagte Bernhard Bönisch (CDU). Doch nun machen die Stadtratsfraktionen Druck in der Debatte um die Sanierung der seit anderthalb Jahren gesperrten Frauenhalle des Stadtbads.
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Einstimmig votierten die Räte im Finanzausschuss für einen fraktionsübergreifenden Antrag. Demnach soll die Stadtverwaltung nun Verhandlungen mit der Arbeitsgruppe Stadtbad des Stadtfachausschusses Schwimmen des Stadtsportbundes Halle (Saale), der Bäder GmbH und dem Förderverein Zukunft Stadtbad Halle (Saale) aufnehmen. Dabei soll ein gemeinwohlorientiertes Betreibermodell für das Stadtbad entwickelt werden, “das das Bad als identitätsstiftendes Baudenkmal und als Sportbad für das Schul-, Vereins- und öffentliche Schwimmen erhält”, heißt es im Antrag. Geprüft werden soll zudem eine Sanierungsvereinbarung zwischen der Stadt Halle (Saale) und einem gemeinwohlorientierten Betreiber, um so eine schrittweise Sanierung des Stadtbades mit Fördermitteln, städtischen Mitteln und Mitteln des Betreibers zu ermöglichen.

Auf Fragen der Räte, wann denn nun gebaut wird, konnte die zuständige Dezernentin Judith Marquardt nicht endgültig antworten. Es sei noch nicht ausgeschrieben, man habe erst ausmessen müssen. „Nach meinem Kenntnisstand ist noch nicht ausgeschrieben“, sagte sie. Am Mittwoch will Oberbürgermeister Bernd Wiegand im Hauptausschuss konkreter informieren. Wie zu erfahren war, steht die Herrichtung der Frauenhalle unmittelbar bevor.

Für Kritik sorgte das Interessenbekundungsverfahren, das Wiegand eingeleitet hatte. Das Vorpreschen sei nicht zielführend, meinte Johannes Krause (SPD). Es sei kontraproduktiv.

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