Lions: Jessica Höötmann wechselt von Osnabrück nach Halle

27. Juni 2014 | Sport | Keine Kommentare

Nach der Verpflichtung von Jasmine Newsome als neue Aufbauspielerin konnten die SV Halle LIONS nun auch die erste Innenspielerposition hochkarätig besetzen. Jessica Höötmann wechselt von Osnabrück nach Halle. Mit ihr erhält der junge Kader der LIONS einen enormen Erfahrungszuwachs.
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In der Saison 2002/03, als die Generation Schnorr, Hebecker & Co. gerade erst zehn Jahre alt war, hat Höötmann, Jahrgang 1985, schon mit der BG Dorsten im europäischen Wettbewerb EuroCup gespielt und dabei im zarten Alter von 17 Jahren bereits beachtliche 20 Minuten im Schnitt auf dem Parkett gestanden. In der kommenden Saison werden nun alle gemeinsam im Trikot der LIONS auflaufen und die jungen Spielerinnen im Kader nach Hoffnung von Trainerin Jennifer Kerns vom immensen Erfahrungsschatz der 1,90 m großen, wurfstarken Innenspielerin profitieren. Höötmann ist dazu gern bereit. „Das Konzept der LIONS gefällt mir gut. Ich hoffe, dass wir als Mannschaft möglichst schnell zusammenwachsen, um unser Potenzial auszuschöpfen, und als Team erfolgreich sein werden. Ich will dabei versuchen, mit meiner Erfahrung zu helfen und diese an die jüngeren bei uns gern weitergeben“, freut sie sich auf die neue Herausforderung bei den SV Halle LIONS.

Höötmann bringt mehr als ein Jahrzehnt Bundesligabasketball im Gepäck mit nach Halle. Dorsten, Zehlendorf, Wolfenbüttel, Wasserburg, wo sie 2011 gemeinsam mit Tiffany Porter-Talbert das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg errang, sowie zuletzt wieder zwei Jahre in ihrer Heimat in Osnabrück am Ball, die 28jährige kennt die Sporthallen der Republik wie kaum eine andere. Und dabei zählte sie in jedem ihrer bisherigen Vereine immer zu den absoluten Leistungsträgerinnen, was sich auch in ihren statistischen Werten wiederspiegelte. So erzielte sie in der abgelaufenen Saison für die Panthers aus Osnabrück durchschnittlich 13,8 Punkte, griff sich 6,1 Rebounds und verteilte 2,4 Assists. Höötmann hat das Spiel verstanden.

Basketballerisch ist ihre größte Stärke ganz sicher ihr weiches Handgelenk. „Jess“ kann sich nicht nur am Brett durchzusetzen, sondern ist dank ihres guten Wurfs auch von außen gefährlich. Damit bindet sie regelmäßig ihre Gegenspielerinnen auch außerhalb der Zone und schafft damit Platz unter dem Korb für ihre Mitspielerinnen. Keine Frage, die Verpflichtung von Jessica Höötmann darf mit Fug und Recht mit dem Prädikat sensationell versehen werden, vor allem wenn man bedenkt, wie übersichtlich das Feld an deutschen Innenspielerinnen mit vergleichbaren Fähigkeiten in der gesamten Liga ist.

Zwei davon im Kader würden dann aber doch die finanziellen Möglichkeiten der SV Halle LIONS übersteigen, weshalb damit auch die Rückkehr von Katharina Fikiel nach Halle ausgeschlossen ist. Verlockend bei Jessica Höötmann war jedoch die Aussicht auf eine längerfristige Zusammenarbeit. Zwar erstreckt sich ihr Vertrag mit den LIONS erst einmal nur auf die aktuelle Spielzeit 2014/15, doch beide Parteien haben bereits ernsthaft über eine Verlängerung für zwei weitere Jahre gesprochen. Wenn sich die diesjährige Zusammenarbeit als zufriedenstellend für beide Seiten herausstellt, hat Höötmann schon jetzt ihr Interesse bekundet, nach der aktuellen Saison, in der sie ihr Fernstudium abschließen wird, noch ein Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufzunehmen. Die Möglichkeit, eine gestandene Spielerin wie Jessica Höötmann gegebenenfalls längerfristig in Halle halten zu können, war natürlich ein überzeugendes Argument.

Die SV Halle LIONS bedanken sich daher bei Katharina Fikiel für ihren Einsatz während der zurückliegenden Saison, wünschen ihr alles Gute auf dem weiteren Lebensweg und freuen sich nun auf die Zusammenarbeit mit Jessica Höötmann.

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