HFC reagiert bestürzt auf Randale

21. Juli 2013 | Sport | 2 Kommentare

18 Anzeigen, drei Festnahmen, mehrere verletzte Polizisten. Das ist die Bilanz der Ausschreitungen vom Freitagabend nach dem verlorenen HFC-Spiel gegen RB Leipzig. Während das HFC-Präsidium „mit Bestürzung“ auf die Vorkommnisse reagiert, verteidigen einige HFC-Anhänger sogar die Taten auf Fanseiten des Halleschen FC im Internet.

Hallescher FC

„Wir bedauern zutiefst, dass im Anschluss an ein friedliches Fußballfest Menschen verletzt wurden und distanzieren uns mit Entschiedenheit von diesen kriminellen Vorfällen“, spricht Präsident Dr. Michael Schädlich Klartext. „Die Polizei ist jetzt dabei, alle Täter vom Freitag zu ermitteln. Wir als Hallescher Fußballclub werden zeitnah nach Abschluss dieser Ermittlunge die notwendigen Stadionverbote gegen emittelte Täter verhängen. Eins möchte ich aber gleichzeitig klarstellen: Wir stehen eindeutig zu einer friedlichen Fanszene und lassen uns die gemeinsame Arbeit mit und für Tausende friedvolle Anhänger nicht von einigen wenigen kaputt machen. Solche kriminellen Ausschreitungen haben mit Fußball nichts zu tun. Sie schaden dem Ruf unseres Vereins, der Stadt Halle und dem Sport im Allgemeinen.“

Auch der HFC Fanszene e.V. distanziert sich daher in aller Konsequenz von den Vorfällen außerhalb des Stadions, welche detailliert, aber sachlich aufgearbeitet werden müssen. „Wir lassen uns den Ruf unserer Stadt und des Halleschen Fußballclubs nicht weiter von einigen wenigen Randalierern kaputt machen! Daher werden wir die Vorfälle am morgigen Montag gemeinsam mit dem Halleschen Fußballclub und der Stadt Halle im Rahmen einer Sitzung des regionalen Ausschuss für Sport und Sicherheit analysieren“, so der Fanszene e.V. in einer Erklärung. „In den letzten Jahren haben wir mit Unterstützung des Streetwork Fanprojektes vertrauensvolle Kommunikationsstrukturen aufgebaut und durch Integration und Teilhabe der aktiven Fanszene an der positiven Entwicklung des Zuschauerverhaltens beim HFC beitragen können. Wir werden unsere Position daher nutzen, um im Rahmen einer umfangreichen Problemanalyse zur Aufarbeitung der Geschehnisse und einer weiteren Optimierung der Spieltagsgestaltung beizutragen.“

Doch im Internet tobt schon seit der Nacht zum Samstag der Streit. „Den Schaden kann Red Bull übernehmen!!! So ein Drecksverein provoziert doch durch seine bloße Anwesenheit“, erklärte beispielsweise John-Robert F. auf der Facebook-Seite „HFC-Fanblog“. Alexander B. gibt ihm dort Recht: „Drecks Rattenball. So etwas kann man ja nur angreifen !!“ Auf einer anderen Facebook-Seite schreibt Minardi Red-White „wieso fahren Bullen Bus also hier im schönen Harz werden Rindviecher immernoch mit dem Viehtransporter gefahren… hier schmeißt auch keiner mit Steine auf Vieh hier kommt der Schlachter wenn das Vieh mööööp macht“. Andere zweifelten an, dass es die Vorfälle überhaupt gab. Sie schrieb Martin K. „Lügenpresse“. Mehrere andere Fanseiten hatten die Kommentierungen wieder gelöscht.

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