Eissporthalle: Galgenfrist bis Juni. Mehr Zahlungen der Stadt?

16. April 2013 | Sport | 1 Kommentar

Die Zukunft der Eissporthalle in Halle (Saale) hängt weiterhin in der Schwebe. Stadtsportbund-Geschäftsführer Thomas Prochnow, der seit kurzem als offizieller Beauftragter für die Stadt im Eisporthalle e.V. tätig ist, soll Licht ins Dunkel bringen. Er sprach gegenüber HalleSpektrum.de von einem verworrenen Konstrukt, in dem niemand durchblicke und das über Jahre offenbar niemand angefasst habe. Nach eigenen Angaben will er bis Juni nun zusammen mit Sparberater Jens Rauschenbach ein Konzept aufstellen, wie es weitergehen kann.

Großes Ziel müsse es vor allem sein, einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan aufzustellen. Der aktuelle weist nämlich bei Ausgaben von 450.000 Euro und Einnahmen von 360.000 Euro ein Defizit von 90.000 Euro aus. Dieses Loch will Prochnow nun schließen, machte er in der Beigeordnetenkonferenz deutlich. „Jeder ist gefordert, sein Scherflein zu tragen“, so Prochnow, der Mitte Mai einen ersten Vorschlag unterbreiten will, wie die Zukunft des Eissports in Halle (Saale) langfristig gesichert werden kann. „Das ist ein komplizierter Prozess, aber nicht unlösbar.“

Auch auf die Stadt werden wohl Mehrausgaben zurollen, machte Prochnow gegenüber HalleSpektrum.de deutlich. Er bezeichnete den aktuell ausgehandelten Kontrakt als „Kuhhandel“. Da dürfte er wohl mit Oberbürgermeister Bernd Wiegand zusammenstoßen, der den derzeitigen Zuschuss von 211.000 Euro durch die Stadt keinesfalls erhöhen will. Das Landesverwaltungsamt achte sehr darauf, dass sich die Stadt keine neuen Aufgaben an Land ziehe, so Wiegand. Prochnow sieht das anders und verweist auf die viel höheren Zuschüsse ans Robert-Koch-Schwimmhalle und Brandbergehalle.

Wie Prochnow will aber auch der Oberbürgermeister Klarheit schaffen. Die Situation sei sehr verworren durch unterschiedliche Rechtsstrukturen und teilweise nicht nachvollziehbar. Deshalb gehe es darum, dies aufzudröseln, um den Eissport in Halle zu erhalten.

Im Juni muss dann klar sein, wie es weitergeht, erklärte Prochnow. Ansonsten müsse man einen Schlussstrich ziehen „und den Schlüssel für immer zudrehen.“

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