Wohnen im Alter: Sch(l)austübchen in Halle-Neustadt informiert über praktische Hilfen

20. Mai 2015 | Soziales | Keine Kommentare

Im Alter lassen die Körperkräfte nach, man hört und sieht nicht mehr so gut. Doch um das Leben für betagte Senioren einfacher zu machen, gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Und genau über die informiert eine neue Beratungsstelle für Senioren an der Kreuzung Magistrale / Zur Saaleaue, das sogenannte Sch(l)austübchen. Am Mittwoch fand die offizielle Einweihung statt.

Der kommunale Vermieter GWG Halle-Neustadt stellt sich damit auf die veränderten Bedürfnisse der Mieter ein. In einem Schau- und Beratungsraum ist zu sehen, wie eine Wohnung seniorengerecht umgestaltet und eingerichtet werden kann. An Hand von Mustervarianten wird gezeigt, wie Bäder sicher, geräumig und barrierearm umgebaut werden können. Da gibt es zum Beispiel Duschkabinen ohne Stufen, Badewannen mit ebenerdigen Einstiegen oder erhöhte Toilettensitze. Außerdem gibt es vor Ort die Möglichkeit, Hilfsmittel und Einrichtungsgegenstände zu testen, die ein Leben mit Beeinträchtigungen erleichtern. Fast für jede Alltagssituation gibt es inzwischen entsprechende Hilfen wie Haltegriffe, absenkbare und unterfahrbare Möbelteile sowie technische Möglichkeiten, die Defizite beim Hören oder Sehen ausgleichen. So werden optische Klingelanlagen vorgestellt. Diese geben ein blitzendes Lichtsignal von sich und richten sich an Schwerhörige, ebenso wie vibrierende Rauchmelder. Auch Steckdosen mit einem Auswurfmechanismus werden gezeigt.

In den zu festen Terminen angebotenen Beratungsgesprächen wird mit dem Interessenten die konkrete persönliche Situation besprochen und – wenn gewünscht – die Umsetzung geplant. Hinweise und Tipps gibt es auch zu Finanzierungsmöglichkeiten sowie deren Beantragung.
Ergänzend zu den Sprechzeiten der GWG-Seniorenbetreuung und den Beratungsgesprächen zu Wohnraumanpassung und barrierearmen Wohnungsangeboten finden regelmäßig Informationsveranstaltungen, Beratungen und Kurse verschiedener Partner der GWG zum Thema seniorengerechtes Wohnen statt. Dazu gibt es einen über das ganze Jahr reichenden Veranstaltungsplan, in den u. a. die AOK, die Seniorenbeauftragte der Stadt, der Stadt-Seniorenrat und der Behindertenverband, ein Sanitäts- sowie ein Einrichtungshaus als feste Partner eingebunden sind.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben