Tierisch gutes Essen: PETA verleiht Harz-Mensa 3 Sterne

22. Januar 2020 | Soziales | 1 Kommentar

Rund 80 Prozent aller Studierenden in Deutschland werden täglich in den 57 Studierendenwerken versorgt. Da, nach Ansicht der Tierschutzorganisation PETA, vegane Mahlzeiten bei jungen menschen stark im Kommen sind, wächst ein solches Angebot in den Mensen und Cafeterien der Universitäten stetig. Bereits im sechsten Jahr in Folge hat PETA bundesweit diese Einrichtungen mit ihren über 900 Mensen und Cafeterien zu verschiedenen Aspekten rund um das Thema Veganismus befragt. Basierend auf den Antworten der 36 teilnehmenden Studierendenwerke wurden Auszeichnungen im Sinne gastronomischer Sterne verliehen und die vegan-freundlichsten Mensen 2019 gekrönt.

„In unserer Gesellschaft verändert sich etwas: Immer mehr Menschen erkennen die Vorteile rein pflanzlicher Gerichte – sei es für die Tiere, die Umwelt oder die eigene Gesundheit. Dies führt natürlich auch an Mensen zu einer immer höheren Nachfrage nach veganen Speisen“, so Ilana Bollag, Fachreferentin für Ernährung und Umwelt bei PETA. „Es freut uns sehr, dass die deutschen Studierendenwerke auf diese Nachfrage reagieren und ihr rein pflanzliches Angebot stetig erweitern.“

Das Studentenwerk Halle sichert sich dieses Jahr einen Stern mehr im Vergleich zum Vorjahr. Die vegane Schulung bleibt dieses Jahr nicht außen vor sowie auch eine Aktion zum Weltvegantag am 1. November. Die „Harzmensa“ lässt mit täglich ein bis zwei rein pflanzlichen Gerichten, wie Kichererbsen-Ananas-Spinat-Curry, Kreolisches Chili, Soja-Frikassee und überbackenen Vollkornnudeln mit Soja, nicht nur Veganern das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Bewertungskriterien für die vegan-freundlichsten Mensen 2019

Die Beurteilungskriterien für das Ranking der vegan-freundlichsten Mensen 2019 fokussierten sich hauptsächlich auf das tägliche Angebot an veganen Gerichten, die spezielle Schulung des Personals, das Angebot an Pflanzenmilch für den Kaffee, Aktionen zum Thema pflanzliche Ernährung sowie auch das Gesamtkonzept einer Mensa und deren Entwicklung über die Jahre. Viele von ihnen machen auf kreative Weise Werbung für das vegane Angebot und organisieren auch Aktionswochen zu dieser Thematik.

Veganes Angebot nimmt stetig zu – erstmals Fünf-Sterne-Bewertungen und keine Ein-Stern-Bewertung

Alle teilnehmenden Mensen bieten täglich mindestens eine vegane Speise an – meist sogar mehr. Einige konnten sich dieses Jahr einen weiteren Stern mehr im Vergleich zum Vorjahr holen, wie beispielsweise das Studentenwerk Gießen mit der Mensa Otto-Behaghel-Straße, das Studentenwerk Halle mit der Harzmensa und das Studentenwerk Potsdam mit der Mensa am Neuen Palais. Zudem wurden das erste Mal in der sechsjährigen Geschichte des Rankings Fünf-Sterne-Auszeichnungen an die Mensa TU Veggie 2.0 – Die tiefgrüne Mensa des studierendenWERKs Berlin und die Mensa St. Paul des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg verliehen. Sie waren vergangenes Jahr noch komplett vegetarisch und setzen jetzt auf eine rein vegane Verpflegung, was sie zu den klaren Siegern 2019 macht. Eine Vier-Sterne-Auszeichnung gab es dieses Jahr nicht. Die meisten Mensen schnitten mit einer guten Bewertung von drei Sternen ab. Konkret betrifft dies die folgenden Studierendenwerke: Augsburg, Dortmund, Duisburg, Heidelberg, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Paderborn, Würzburg, Aachen, Bochum, Bonn, Bremen, Darmstadt, Freiburg im Breisgau, Gießen, Halle, Hamburg, Hannover, Mainz, Marburg, München, Münster, Niederbayern/Oberpfalz, Oldenburg, Ost-Niedersachsen, Potsdam, Schleswig-Holstein, Siegen und Tübingen-Hohenheim. Zwei Sterne erhielten die Studentenwerke in Bielefeld, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Saarbrücken. Einen Stern erhielt dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge keiner der Teilnehmer. Insgesamt bieten die Studierendenwerke einfallsreiche Gerichte und Nachspeisen wie Soja-Gyros mit veganem Tsatsiki und Couscous, Kürbisburger mit Cashew-Aioli und Grießflammerl mit Sauerkirschen – Tendenz steigend.

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