Sozialpreis für Elisabethkrankenhaus

4. Dezember 2015 | Soziales | Keine Kommentare

In jedem Lebensalter gibt es Wendepunkte. Dann kommt es darauf an, dass jemand da ist, der sie wahrnimmt und begleitet. Im katholischen Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle an der Saale wird dafür Sorge getragen. Dort wird eine fürsorgliche Begleitung nicht nur kranken Menschen und ihren Angehörigen zuteil, sondern auch jungen Eltern nach der Geburt, Familien mit sozialen Problemen, Jugendlichen an der Schwelle zum Erwachsenwerden und Trauernden, die einen geliebten Menschen verloren haben.
Preisverleihung
Für das Projekt „Wendepunkte im Leben – wir sind für Sie da“ ist das Krankenhaus in Halle jetzt mit dem Sozialpreis „innovatio“ der Diakonie und des Caritasverbandes Deutschland 2015 ausgezeichnet worden. Der Preis wurde am 25. November 2015 bei einer Festveranstaltung in Berlin verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Soziale und spirituelle Angebote, offen für alle

„Es ist wichtig, dass Kirche neue Zugänge zur säkularisierten Gesellschaft findet, ohne die Menschen zu überfordern und zu zwingen“, begründet die Jury des Sozialpreises ihr Urteil. Das Projekt war unter 160 Bewerbern ausgewählt worden, vor allem weil es sich an Menschen aller Altersstufen wendet und zur Teilnahme ohne religiöse Verpflichtung ermutigt.

„Im Einzugsgebiet des Krankenhauses gehören nur wenige Menschen einer Kirche an. „Wendepunkte“ richtet sich ganz besonders an Menschen, die nicht konfessionell oder religiös gebunden sind und geht über den eigentlichen Versorgungsauftrag eines Krankenhauses hinaus“, sagte Caritas-Präsident Peter Neher bei der Preisverleihung in Berlin.

„Ein christliches Krankenhaus ist für Menschen da, die in Not geraten sind und Hilfe suchen“, erklären Thomas Wüstner, Geschäftsführer, und Seelsorger Reinhard Feuersträter des St. Elisabeth und St. Barbara Krankenhaus. „Dieser Preis bestärkt uns und hilft uns, unseren Weg fortzusetzen.“

„Wendepunkte“ bieten Begleitung in Freude und Trauer

Bei „Wendepunkte“ arbeiten Haupt- und Ehrenamtliche des Krankenhauses gemeinsam mit externen Kooperationspartnern. Die Angebote sind überwiegend in den Krankenhausalltag eingebunden: Auf der Entbindungsstation können junge Eltern ihr Neugeborenes segnen lassen, auch ohne Konfessionszugehörigkeit. In Geburtsvorbereitungskursen und in einem speziellen Neugeborenen-Screening offenbaren sich soziale Problemlagen von Familien, auf die mit Hilfeangeboten eingegangen wird. Jugendliche werden fünf Monate lang auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleitet. Die abschließende Feier der Lebenswende an in Halle wird jedes Jahr für Hunderte Jugendlicher zum bewegenden Erlebnis. Das Trauerzentrum des Krankenhauses ist zu einer festen Institution für die Bevölkerung von Halle und in der Umgebung geworden.

Der Sozialpreis innovatio wird in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen. Seit 1998 haben sich weit mehr als 1.000 Projekte beworben. Schirmherren sind die Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes und der Diakonie Deutschland, Peter Neher und Ulrich Lilie. Gestiftet wird der Preis von den Versicherern im Raum der Kirchen, Bruderhilfe – Pax – Familienfürsorge, und gefördert durch chrismon: Das evangelische Magazin.

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