Schwangeren-Beratungsstelle feiert Jubiläum und stellt sich neuen Herausforderungen

30. April 2014 | Soziales | Keine Kommentare

Zum morgigen 1. Mai 2014 tritt das neue Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt in Kraft. Das hat auch Auswirkungen auf Einrichtungen in Halle (Saale).

Durch das neue Gesetz soll nach Aussage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Beratungs- und Hilfesystem für Schwangere weiter ausgebaut, ein rechtssicheres und legales Angebot der vertraulichen Geburt geschaffen und der Anspruch auf anonyme Beratung weiter bekannt gemacht werden. Parallel zu anderen familienunterstützenden Beratungs- und Hilfsangeboten, beinhaltet das Portfolio der Evangelischen Beratungsstelle auch solch eine Möglichkeit der anonymen Beratung im Zusammenhang mit der vertraulichen Geburt.

Seit nunmehr 20 Jahren hilft die Einrichtung mit ihrem vielfältigen Angebot rund um Erziehung, Familie, Ehe und Partnerschaft hilfesuchenden Familien in Notsituationen. Die vormals in Trägerschaft des Evangelischen Kirchenkreises befindliche Beratungsstelle ist seit dem 1. Januar 2013 ein wichtiges Element im Zweckverband familienunterstützender Einrichtungen, der darüber hinaus Träger von acht Kindertagesstätten ist.

Hintergrund zum Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt Die Schwangerschaftsberatung als niedrigschwellige persönliche Beratung kann rechtzeitig und langfristig vor, während und nach der Geburt informieren und Hilfen aufzeigen. Wenn die Schwangerschaft abgelehnt wird und eine Schwangere ihre Identität nicht preisgeben möchte, können mit der vertraulichen Geburt und begleitender anonymer Beratung Perspektiven für Mutter und Kind gesucht werden. Ein bundesweiter zentraler Notruf vermittelt die Frauen an Beratungsstellen oder Einrichtungen der Geburtshilfe informieren die Beratungsstelle. Die Beraterin bietet der Frau persönlich anonyme Beratung an. Die vertrauliche Geburt garantiert die Anonymität der Daten über die Beratung hinaus. Die Daten werden nur der Beraterin offenbart. Die Beratungsstelle hat einen Nachweis für die Herkunft des Kindes zu erstellen und diesen an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zu übermitteln. Betroffene Kinder können ab dem 16. Lebensjahr die eigene Identität feststellen. Erstmals wird damit ein legales, rechtssicheres Angebot für alle Beteiligten geschaffen. Die Kosten der Entbindung trägt der Bund.

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