One Billion Rising: Flashmob gegen Gewalt an Frauen auf dem Markt in Halle

14. Februar 2015 | Soziales | 3 Kommentare

„Halle tanz gegen Gewalt an Frauen“ – so stand es am Samstag auf dem halleschen Marktplatz. Zahlreiche Menschen beteiligten sich an der Aktion “One Billion Rising” beteiligt. Damit soll gegen Unrecht und Gewalt an Frauen und Mädchen protestiert werden. Seit 2013 findet der Tag immer am 14. Februar, also dem Valentinstag statt.

Im Mittelpunkt stand dabei eine Tanz-Performance zum Titel „Spreng die Ketten“. „Wir protestieren für die richtige Gleichstellung von Frauen und gegen die Genitalverstümmelung“, so Elke Prinz vom Frauenzentrum Weiberwirtschaft. „Auch in Deutschland ist es leider immer noch ein Thema, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts Gewalt erleiden müssen“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Halle (Saale), Susanne Wildner. 8.000 Anzeigen wegen sexueller Gewalt gebe es jedes Jahr in Deutschland. „Und nur acht Prozent davon werden geahndet“, so Wildner. „Das kann so nicht bleiben.“ Man forderte eine Reformierung des § 177 StGB, in diesem geht es um Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung.

Jede dritte Frau weltweit erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt. Mit einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden, ergibt dies mehr als eine Milliarde Frauen und Mädchen, die alltäglich mit Gewalt konfrontiert werden oder am direkten Leibe erfahren. Über 603 Millionen Frauen leben in Ländern, in denen häusliche Gewalt nicht als Verbrechen angesehen wird. Allein die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau im Alter zwischen 15 und 44 Jahren vergewaltigt wird oder häusliche Gewalt erfährt, ist höher als an Krebs oder Malaria zu erkranken, an einem Verkehrsunfall beteiligt zu sein oder durch Krieg betroffen zu sein.


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