Menschen mit Migrationshintergrund werden mehr: Zuwachs um 12, 6 %

1. August 2018 | Soziales | 1 Kommentar

Im Jahr 2017 hatten rund 143 000 (6,5 %) der in Privathaushalten lebenden Einwohner Sachsen-Anhalts einen Migrationshintergrund, 79 000 Männer und 63 000 Frauen. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilt, entsprach dies einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 12,6 % (16 000). Rund 21,7 % der Bevölkerung mit Migrationshintergrund war 25 bis 34 Jahre alt.

Als Herkunftsland gaben 49,7 % Europa an, hier hauptsächlich aus Polen stammend (13 000). Aus der Russischen Föderation kamen 12 000 Männer und Frauen. Von den 56 000 Personen asiatischer Herkunft hatte ein großer Teil syrische Wurzeln (21 000).

Von den insgesamt 86 000 Ausländern mit eigener Migrationserfahrung hatten 48 000 (55,8 %) einen Schulabschluss, 22 000 (25,6 %) befanden sich noch in schulischer Ausbildung. Über einen Berufsqualifizierenden Abschluss verfügten 28 000 (32,6 %), 26 000 (30,0 %) waren ohne einen solchen Abschluss.

Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt besitzt. Dabei wurden nur die Informationen über die Eltern verwendet, die auch im gleichen Haushalt lebten (Migrationshintergrund im engeren Sinn). Im Einzelnen umfasst diese Definition zugewanderte und nicht zugewanderte Ausländerinnen und Ausländer, zugewanderte und nicht zugewanderte Eingebürgerte, (Spät-) Aussiedlerinnen und (Spät-) Aussiedler sowie die als Deutsche geborenen Nachkommen dieser Gruppen. Angaben zur Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften (z.B. Wohnheime für Asylsuchende) sind nicht enthalten.

Die Ergebnisse beruhen auf Auswertungen des Mikrozensus 2017. Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung ziehen zu können, müssen die Daten entsprechend hochgerechnet werden.

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