Immer mehr behinderte Menschen in Sachsen-Anhalt auf Eingliederungshilfe angewiesen

17. Oktober 2013 | Soziales | Keine Kommentare

Wer seinen täglichen Lebensunterhalt aus eigener Kraft nicht mehr absichern kann, hat die Möglichkeit Grundsicherungsleistungen und Hilfe zum Lebensunterhalt entsprechend dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch zu beziehen.

Bei zunehmend mehr Menschen reicht diese Form der Unterstützung nicht mehr aus. Sie bekommen zusätzlich Hilfen in besonderen Lebenslagen.

Im Jahr 2012 waren das nach Angaben des Statistischen Landesamtes 38 580 Personen, über 1 000 Menschen mehr als im Jahr zuvor.

Hilfen nach dem 5. – 9. Kapitel SGB XII können auch gewährt werden, wenn es die gegebenen Lebensumstände erfordern, obwohl der tägliche Lebensunterhalt selbst gedeckt wird.

Hauptanteil der gewährten Hilfen bildete die Unterstützung zur Eingliederung behinderter Menschen. Insgesamt 26 773 Männer, Frauen und Kinder nahmen diese Hilfe in Anspruch. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Anstieg von 3,2 Prozent (+ 833 Personen). Weit weniger als die Hälfte (38,8 Prozent) waren weibliche Bezieher. Eine wichtige Form der Hilfestellung war für 10 677 Männer und Frauen die Tätigkeit in einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen, 12 052 Bezieher erhielten Unterstützung zum selbstbestimmten Leben in einer betreuten Wohnform (eigene Wohnung, Wohngemeinschaft oder Wohneinrichtung).

Im Jahr 2012 waren in Sachsen-Anhalt 10 116 Personen auf Hilfe zur Pflege angewiesen. Mehr als drei Viertel (78,5 Prozent) lebten in einer Einrichtung.

Die Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfen in anderen Lebenslagen, zu denen z.B. Hilfen zur Weiterführung des Haushaltes und Beratungsleistungen gehören, gingen 2012 weiter zurück. Während im Jahr 2011 die Zahl der Anspruchsberechtigten bei 2 265 lag, erhielten im Folgejahr 2 115 eine Zahlung.

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