Hunderte Hallenser engagierten sich zum Freiwilligentag

19. September 2015 | Soziales | 1 Kommentar

Klassenzimmer streichen, mal mit Senioren im Park spazieren gehen, Bau eines Märchenpfads am Florian-Geyer-Platz, alte Fahrräder für Flüchtlinge aufmöbeln … hunderte Hallenser engagierten sich am Samstag zum elften Freiwilligentag in der Stadt Halle (Saale).

Sie zeigten, dass ihnen ihre Stadt am Herzen liegt. Sie bringen Glanz in alte Gemäuer, renovieren in Kitas, Horten und Turnhallen oder begleiten ältere Menschen bei einem Ausflug ins Grüne. Mehr als 60 Mitmachaktionen standen dieses Jahr zur Auswahl. „Wir freuen uns, dass in diesem Jahr wieder ganz viele unterschiedliche Menschen beim Freiwilligentag dabei sind – junge und alte, mit und ohne Behinderung und auch zahlreiche Flüchtlinge, denn Engagement verbindet“, sagt Karen Leonhardt von der Freiwilligen-Agentur. Sie koordiniert in diesem Jahr mit ihrem Team den Freiwilligentag und ist sich sicher, dass wieder Berge versetzt werden, viele neue Kontakte geknüpft und Menschen für freiwilliges Engagement begeistert werden können.

Beim Postkult-Verein ging es um Fahrräder. Bereits vorher hatten Hallenser über 50 Fahrräder gespendet, zum Freiwilligentag wurden diese mit Hilfe von fast 30 Freiwilligen auf Vordermann gebracht. Etwa 20 Fahrräder konnten direkt an Flüchtlinge verteilt werden, weitere 50, darunter auch einige Kinderfahrräder, warten noch auf ihre neuen Besitzer.

Geputzt wurden die Stolpersteine. Diese kleinen Erinnerungssteinchen sind vor Häusern in den Fußweg eingebracht, in denen einst Juden lebten. Los ging die Reinigungsaktion am Jerusalemer Platz, wo einst die Synagoge stand.Der Verein Kahuza brachte die Grundschule Am Kirchteich in Halle-Neustadt auf Vordermann.

16 Helfer, darunter Bewohner sowie Betreuer des Paul-Riebeck-Stiftes, Förderwohnheim Akazienhof, halfen zusammen mit dem Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) am Forstwerder. Aufgabe und Ziel war es Absperrungen an früheren Wegen und Trampelpfaden in dem ca. 7 ha großen Schutzgebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)- Richtlinie und NSG vorzunehmen, um insbesondere dem Nordteil bessere Möglichkeiten zur naturnaheren Entwicklung zu ermöglichen. Zwischenzeitlich auf 17 Personen angewachsen, zeichneten sich alle Akteure durch umfassenden Arbeitseifer, Interesse und Ideenreichtum aus, so dass innerhalb einer Zeit von bis zu vier Stunden alle Ab-sperrungen umfassende Stabilisierung und Erneuerung erfahren konnten. Verwendung fanden Äste und Zweige von Gemeiner Esche, Spitzahorn und Hybridpappel, welche dem Orkan am 07.07.2015 zum Opfer gefallen waren. Ein sinnvoller Nebeneffekt war dabei die weitgehende Beräumung der offiziellen Fußwege im Forstwerder von umgestürzten Bäumen.

Mit einer Party am Riveufer klang der Freiwilligentag aus.

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