Fünf Arbeitgeber aus Halle für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet

27. Juni 2013 | Soziales | 1 Kommentar

Gleich fünf Hallesche Unternehmen und Einrichtungen haben am Mittwoch im Rahmen des „audit berufundfamilie“ ein Zertifikat für Familienfreundlichkeit erhalten. Ausgezeichnet wurden die Hallesche Wohnungsgesellschaft, Stadtwerke Halle, Gisa GmbH, GWG und die Martin-Luther-Universität.

Überreicht werden die Zertifikate von Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Bernhard Heitzer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, und Dr. John Feldmann, Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. „Familienbewusste Arbeitgeber leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich die Rahmenbedingungen für Familien in unserer Gesellschaft weiter verbessern“, sagte Kristina Schröder bei der Zertifikatsverleihung. „Wir wollen für Mütter eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Karriere – und wir wollen mehr Väter, die sich neben ihrem Beruf auch Zeit für ihre Familie nehmen wollen. Eine familienbewusste Personalpolitik hat dabei eine besondere Bedeutung.“ „Das Thema „Chancengerechtigkeit für Familien“ ist aus familienpolitischer, aber auch aus wirtschaftspolitischer Sicht hoch aktuell. Bereits heute haben viele Unternehmen in Deutschland generell oder zumindest teilweise Probleme, passende Fachkräfte zu finden. Aufgrund niedriger Geburtenraten und der Alterung der Gesellschaft wird sich die Lage noch verschärfen. Damit kommt der Fachkräftesicherung durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine hohe Bedeutung zu“, stellte Staatssekretär Dr. Bernhard Heitzer fest.

René Walther, Arbeitsdirektor und Geschäftsführer Personal der Stadtwerke Halle: „Nachdem unsere Tochter EVH bereits dreimal für ihre familienfreundlichen Maßnahmen offiziell zertifiziert wurde, sind wir stolz, erstmals als gesamte Stadtwerke-Gruppe mit elf Tochterunternehmen ausgezeichnet worden zu sein. Die Bandbreite unserer familienbewussten Maßnahmen reicht von flexiblen Arbeitszeitregelungen über Angebote zum betrieblichen Gesundheitsmanagement bis hin zur Unterstützung bei der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen. Zudem wollen wir Frauen in Führungspositionen fördern.“ Zum Zeitpunkt der Auditierung waren 1980 Mitarbeiter beschäftigt.

GWG-Geschäftsführerin Jana Kozyk sieht in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie einen entscheidenden Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg im Unternehmen und die Standortentwicklung. „Gerade für kleine und mittlere Betriebe als Motor der deutschen Wirtschaft ist es wichtig, ihre Attraktivität als familienfreundliche Arbeitgeber mit entsprechenden Angeboten zu erhöhen.“ Für die 97 Mitarbeiter der GWG mit einem Altersdurchschnitt von 44 Jahren gibt es deshalb bereits ein breites Spektrum an Möglichkeiten, Beruf und Familie zunehmend besser unter einen Hut zu bringen: Flexible Arbeitszeiten und eine Jahresarbeitszeitregelung, Teilzeit- und Elternzeitangebote, Zuschüsse zur Geburt sowie die für drei Jahre nach der Geburt eines Kindes geltende Zusage, nicht aus betriebsbedingten Gründen zu kündigen, sind einige davon. Ein Kontaktprogramm bezieht die Eltern während ihrer Abwesenheit regelmäßig in betriebliche Informationen und Veranstaltungen ein. Im Bedarfsfall der Pflege von Angehörigen steht neben den erwähnten flexiblen Arbeitszeiten auch anderweitige praktische Unterstützung wie zum Beispiel eine Kontaktvermittlung zu Pflegedienstleistern und Hilfen bei erforderlichen Anträgen parat. Darum kümmert sich seit drei Jahren die GWG-Seniorenbetreuerin, die sowohl den Kunden des Wohnungsunternehmens als auch den Mitarbeitern beratend zur Seite steht.

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