Auszeichnung für Lesewelt-Projekt aus Halle

1. Dezember 2015 | Soziales | Keine Kommentare

Die Reise nach Erfurt hat sich gelohnt: Angela Papenburg, Vorstand der Freiwilligen-Agentur, nahm am Freitag im Kaisersaal gemeinsam mit ehrenamtlichen Lesepatinnen den Town & Country Stiftungspreis für Sachsen-Anhalt entgegen. Mit dem Projekt Lesewelt hatte sich die Freiwilligen-Agentur im Frühjahr für diese Auszeichnung beworben.
Sachsen-Anhalt
„Durch Lesewelt Halle kommen inzwischen mehr als 300 Kinder pro Woche in den Genuss, vorgelesen zu bekommen oder eine Leseförderung zu erhalten“, erklärt Olaf Ebert, Geschäftsführer der Freiwilligen-Agentur. “Mit dem Preisgeld können wir die Lesepatenschaften weiter ausbauen und die ehrenamtlichen Vorlese- und Leselernpaten mit Materialien und Fortbildungen unterstützen.”
Die ehrenamtliche Initiative Lesewelt Halle begeistert seit 2003 Kinder für das Lesen. Inzwischen sind 120 Freiwillige als Leselernpaten, Vorlesepaten oder bei Vorleseaktionen in Grundschulen, Kitas und Horten aktiv und tauchen mit Kindern in “Lesewelten” ein.
Die Town & Country Stiftung richtet sich bewusst an regional operierende gemeinnützige Organisationen in ganz Deutschland, die benachteiligte und kranke Kinder unterstützen. Zu diesem Zweck vergibt sie 2015 bereits zum dritten Mal den Town & Country Stiftungspreis. Insgesamt 350 Bewerber entsprachen den Vorgaben und erhielten in den vergangenen Monaten eine Förderung in Höhe von 500 Euro. Unter ihnen wählte eine unabhängige Jury 16 Gewinner aus, die nun den mit jeweils 5.000 Euro dotierten Town & Country Stiftungspreis erhalten. Somit vergibt die Stiftung im Rahmen des diesjährigen Stiftungspreises insgesamt 255.000 Euro an gemeinnützige Projekte.
Im Rahmen der Verleihung des Stiftungspreises wurde jeweils ein Preisträger aus jedem Bundesland geehrt. Vor etwa 220 Gästen aus Wirtschaft und Politik übergaben die Stiftungsgründer Jürgen und Gabriele Dawo während der feierlichen Stiftungsgala die Preise gemeinsam mit dem Vorstand der Stiftung, Christian Treumann. Dabei wurden die ausgewählten Projekte durch die Preisträger auch kurz vorgestellt. Die Gäste gewannen so einen Eindruck von der Arbeit der ehrenamtlich Tätigen und würdigten das Engagement der Gewinner immer wieder mit langanhaltendem Beifall.
Stiftungsgründer Jürgen Dawo nutzte aus aktuellem Anlass die Gelegenheit, um auf die Notlage der Flüchtlingskinder hinzuweisen: „Wie groß muss die Not sein, wenn Eltern ihre Säuglinge und Kleinkinder solchen Gefahren und Strapazen aussetzen? Oder gar die eigenen Kinder allein auf den Weg schicken? Viele von ihnen haben Schreckliches durchgemacht und sind jetzt auf unsere Hilfe angewiesen“, so Dawo. „Kinder, egal ob aus Deutschland oder aus Syrien, sind die schwächsten Glieder der Gesellschaft und haben ein Recht auf unseren Schutz“, schließt sich Gabriele Dawo ihrem Mann an.

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