96 Prozent der 3- bis 6-Jährigen in Sachsen-Anhalt besuchen Betreuungseinrichtung

10. Oktober 2013 | Soziales | Keine Kommentare

Einen Kita-Platz ganz in der Nähe zu finden ist nicht immer einfach. Doch zumindest im weiteren Umfeld ist es in Sachsen-Anhalt möglich, Betreuungsplätze für den Nachwuchs zu bekommen.

Und diese Plätze sind auch dringend nötig, wie aktuelle Zahlen belegen, die der Präsident des Statistischen Landesamtes, Manfred Scherschinski, am Donnerstag gemeinsam mit Sozialminister Norbert Bischoff in Magdeburg präsentierte. Demnach wurden landesweit zum Stichtag 31. März 2013 gut 137 000 Kinder in Tageseinrichtungen und der Tagespflege betreut. Das waren 2 100 Kinder mehr als ein Jahr zuvor. Insbesondere die Nachfrage im Hortbereich ist mit einem Plus von fast 1 300 Kindern deutlich gestiegen.

Sozialminister Bischoff: „Die gestiegene Nachfrage ist ein Vertrauens- und Qualitätsbeweis für die gute Kinderbetreuung in Sachsen-Anhalt. Das ist Grund zur Freude. Zugleich stellt eine gestiegene Nachfrage auch das Land vor die Herausforderung, in der Finanzierung dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden. Hier müssen die Stifte gespitzt und sich einzelne Haushaltspositionen genau angesehen werden“, sagte der Minister.

Nach Angaben des Präsidenten des Statistischen Landesamtes, Manfred Scherschinski, stieg die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung zum 1. März 2013 gegenüber dem Vorjahr leicht an. Der Anstieg fiel damit moderater aus als in den Vorjahren. Zwischen März 2009 und März 2008 hatte sich die Zahl der betreuten Kinder in dieser Altersklasse um mehr als 1 500 erhöht. Obwohl bereits im März 2006 ein hohes Niveau bei der Kindertagesbetreuung erreicht war, stieg die Betreuungsquote (Anteil der in Kindertageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreuten unter 3-Jährigen an allen Kindern dieser Altersgruppe) jährlich an und erreichte mit 57,7 Prozent im März 2013 fast das Doppelte des Bundesdurchschnittes von 29,3 Prozent. In den westdeutschen Bundesländern lag der Durchschnitt bei 24,2 Prozent.

Von den 3 bis unter 6-Jährigen wurden 96 von 100 Kindern in einer Tageseinrichtung oder von einer Tagesmutter/Tagesvater betreut. Auch hier stieg die Betreuungsquote zwischen den Jahren 2006 und 2012 ständig an. Im März 2013 wurden 456 Kinder mehr betreut als ein Jahr zuvor. Nicht alle Eltern der geburtenstarken Jahrgänge 2007 und 2008 nahmen ein Betreuungsangebot an, so dass die Betreuungsquote leicht rückläufig war.

In den 1 751 Kindertageseinrichtungen waren am 01. März 2013 insgesamt 17 130 Personen beschäftigt.
Davon waren 9 062 als Gruppenleiter, 2 430 als Zweit- bzw. Ergänzungskraft, 2 479 gruppenübergreifend, 602 zur Förderung von Kindern nach SGB VIII/SGB XII, 523 als Leiter, 156 in der Verwaltung und 1 878 im hauswirtschaftlich/technischen Bereich tätig.
Damit arbeiteten 14 573 Personen als pädagogisches Personal und außerdem 224 Personen des Leitungspersonals, welche stundenweise neben ihrer Leitungstätigkeit auch pädagogische Arbeit mit den Kindern leisteten.

Insgesamt waren 15 252 Personen als pädagogisches, Leitungs- und Verwaltungspersonal in den Kindertageseinrichtungen beschäftigt. Von ihnen waren 8 288 Personen in der Altersgruppe der 45 bis unter 60-Jährigen. Dabei hatten die 55 bis unter 60-Jährigen 2 858 Personen den größten Anteil, gefolgt von den Altersgruppen 45 bis unter 50 Jahre und 50 bis unter 55 Jahre mit jeweils 17,8 Prozent. Nur knapp 7 Prozent waren unter 25 Jahre alt.
In Sachsen-Anhalt besaßen 14 435 Personen in Kindertageseinrichtungen einen fachpädagogischen Berufsausbildungsabschluss.

Der größte Teil des pädagogischen, Leitungs- und Verwaltungspersonals waren Erzieher/-innen mit 12 850 Personen (84,3 Prozent). Über ein Diplom im sozialpädagogischen, pädagogischen, heilpädagogischen oder erziehungswissenschaftlichen Bereich (Fachhochschule, Universität oder vergleichbarer Abschluss) verfügten 536 Personen (3,5 Prozent). Mit einem Fachschulabschluss im Bereich Heilpädagogik, Heilerziehung und Heilerziehungspflege arbeiteten 691 Personen (4,5 Prozent) sowie als Kinderpfleger/innen 281 Personen (1,8 Prozent).

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