5.000 Euro-Sonderpreis für Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis

28. September 2015 | Soziales | 3 Kommentare

Am 25. September feierte die westfälische Stiftung help and hope anlässlich ihres 10-Jährigen Jubiläums. Neben Spendern, langjährigen Unterstützern und Vertretern sozialer Projekte waren auch zahlreiche prominente Gäste aus Politik und Show-Business in die Dortmunder Eventlocation Hohensyburg gekommen: „Ob die GZSZ-Stars Daniel Fehlow, Valentina Pahde, Wolfgang Bahro, Ulrike Frank oder Ex-Nationalspieler Arne Friedrich: Wir haben uns sehr gefreut, dass nicht nur sie sondern weitere über 300 Gäste unserer Einladung gefolgt sind. Was uns alle eint ist die Idee, benachteiligten Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu helfen“, erklärt Sandra Heller, Vorstandsvorsitzende der Stiftung help and hope.
Doch es wurde nicht nur gefeiert. Der Ex-Bundesminister Franz Müntefering begrüßte die zahlreichen Gäste und hob die gesellschaftliche Bedeutung von Stiftungen in Deutschland hervor. Im Rahmen des Programms, durch welches die TV-Moderatorin Claudia Kleinert führte, wurde auch ein handsigniertes Trikot durch Roman Weidenfeller versteigert. Auch Anni Friesinger-Postma versteigerte ihren Rennanzug, Schäfer Heinrich ein handsigniertes Schaafsfell und Otto Waalkes und Udo Lindenberg handsignierte selbst gemalte Gemälde. Dank dieser Versteigerungen und zahlreicher weiterer Spenden konnte Verona Pooth stellvertretend für die vielen Unterstützer einen Scheck über 112.515,45 Euro an Sandra Heller übergeben. „Eine tolle Summe, mit der wir vielen benachteiligten Kindern und Jugendlichen enorm helfen können“, bedankt sich Sandra Heller bei allen Spendern.

Zentraler Bestandteil der Feierlichkeiten zum 10-Jährigen Jubiläum war die Vergabe des help and hope-Förderpreises 2015. Mit der Vergabe des Förderpreises ehrt die Stiftung help and hope bereits seit 2012 soziale Projekte, die sich in besonderem Maße für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen. In diesem Jahr – zum 10-Jährigen Jubiläum – widmete die Stiftung den Förderpreis einem ganz speziellen Thema: „Täglich erfahren wir aus den Medien, dass Flüchtlinge nach Deutschland kommen und unsere Hilfe benötigen. Wir möchten daher mit der Vergabe unseres Förderpreises ein klares Zeichen setzen. Wir möchten nicht nur soziales Engagement für minderjährige Flüchtlinge in Deutschland auszeichnen. Wir möchten uns auch für ein Umdenken in unserer Gesellschaft und für eine Willkommenskultur aussprechen“, erklärt Sandra Heller.

Förderpreis geht an Münchener Flüchtlingsprojekt
Der in diesem Jahr mit 25.000 Euro dotierte Förderpreis geht an den Münchener Verein „Condrobs e.V.“. Der 1971 gegründete Verein ist heute einer der größten überkonfessionellen Träger für soziale Hilfsangebote in Bayern.

Den Förderpreis erhielt der Verein für das Konzept des neuen integrativen Wohnprojekts „Kistlerhofstraße“ im Münchener Stadtteil Obersendling. Im Wohnprojekt finden bald über 60 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einen Ort der Sicherheit – ein neues Zuhause, von dem aus sie sich in Ruhe und geschützt neu orientieren können und die Schritte gehen können, die für eine zügige soziale Integration wichtig sind: Deutsch lernen, einen Schulabschluss beenden oder nachholen, eine Ausbildung finden.
Zudem werden in dem ehemaligen Bürogebäude in der Kistlerhofstraße mehr als 40 Appartements für Studenten und Studentinnen eingerichtet. Ziel des integrativen Wohnmodells ist, dass die jungen Flüchtlinge von Anfang an mit in Deutschland lebenden jungen Menschen in Kontakt kommen, mit ihnen leben und von ihnen lernen. „Ein tolles Projekt. So wird den Flüchtlingen die Integration erleichtert und die interkulturelle Kompetenz der Studenten und Studentinnen gefördert“, berichtet Sandra Heller.
Außerdem entschied sich die Jury einen Sonderpreis an das Patenprogramm der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis zu vergeben. Im Rahmen des Projekts „Willkommenspatenschaften“ übernehmen Ehrenamtliche eine einjährige Patenschaft für ein Kind im Grundschulalter aus einer Familie mit Fluchterfahrungen. Die Patenschaft ist Ausdruck einer Willkommenskultur, die auf das Kind ausgerichtet ist, aber die Familien einbezieht. Die Patinnen und Paten treffen sich in der Regel ein- bis zweimal in der Woche mit ihrem Patenkind und unterstützen dieses in seiner Freizeitgestaltung, bei den Hausaufgaben, spielen oder entdecken gemeinsam Kultur- und Sportangebote in der Stadt. „Diesen Sonderpreis vergeben wir stellvertretend für alle Organisationen, die bürgerschaftliches Engagement fördern und Offenheit und Integration in ihrer Stadt leben“, berichtet Marianne Lüke, Pädagogische Leitung der Stiftung und Mitglied der Jury.
Am 25. September wurde nun Condrobs e.V. als offizieller Sieger sowie die Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis als Gewinner des Sonderpreises vorgestellt. Außerdem erhielten beide einen symbolischen Scheck.

Prominent besetzte Jury wählte Sieger aus
In der Zeit vom 20. April bis zum 30. Juni 2015 konnten sich gemeinnützige Organisationen, die sich für minderjährige Flüchtlinge in Deutschland einsetzen, um die Auszeichnung ihrer gemeinnützigen Arbeit bewerben. Aus über 90 Bewerbungen wählte eine prominent besetzte Jury um Moderatorin Claudia Kleinert, Germany´s Next Topmodel Jana Beller, den Dokumentarfilmer Hubertus Koch und den Buchautor und Entwicklungshelfer Kilian Kleinschmidt den Sieger aus. Darüber hinaus waren zwei Jugendliche einer Dortmunder Schule sowie Prof. Dr. Lutz Aderhold (Mitglied des Kuratoriums), Sandra Heller und Marianne Lüke (Pädagogische Leitung der Stiftung) Mitglied der Jury.

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