200 neue Plätze für Asylbewerber in Halle

15. November 2014 | Soziales | 3 Kommentare

Die Stadt Halle (Saale) weicht wegen des Andrangs an Asylbewerbern von ihrem Konzept der dezentralen Unterbringung ab. Demnach sollen je 25 Wohnungen für 4 Personen in Gebäuden in der Volkmannstraße und der Merseburger Straße von Privat angemietet werden. Die Hausbesitzer hatten sich an einer Ausschreibung der Stadtverwaltung beteiligt.

Derzeit richten die Hausbesitzer die Gebäude her. Das erste Gebäude soll im Januar, das zweite im Sommer zur Verfügung stehen. Die Asylbewerber leben hier in Wohngemeinschaften zusammen zu vier Personen. Jede davon hat ein eigenes Bad und eine eigene Küche. Nach sechs Monaten ist es das Ziel, dass sich die Flüchtlinge normale Wohnungen nehmen. Der Stadtrat soll Ende des Monats den Zuschlag erteilen. Die Kosten von 9 Millionen Euro für fünf Jahre übernimmt das Land.

Nach Angaben der Stadtverwaltung werden in diesem Jahr 7,5 Millionen Euro für Unterkunft, medizinische Versorgung und Lebensunterhalt von Asylbewerbern ausgegeben, 800.000 Euro mehr als im Vorjahr. Im kommenden Jahr geht die Stadt sogar von 10,8 Millionen Euro aus. Aktuell leben nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 1.400 Asylbewerber in Halle.

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