Neues Buch über Halles Top-Karikaturisten: Epper-Band 6 erschienen

13. April 2014 | Rezensionen | 1 Kommentar

Der hallesche Verlag & Verlagsservice Rüdiger Schneidewind ist seit Jahren dem humoristischen Werk des bekannten Karikaturisten Arthur Epperlein – den Hallensern (zumindest den älteren) meist nur als Epper bekannt – verpflichtet. Die begehrten Epper-Bücher (damals oft nur als „Bückware“ erhältlich) werden in Reprint-Ausgaben neu herausgebracht. Nun liegt das sechste Bändchen (ohne Titel, Nachdruck von 1973) vor. Für den 1919 in Danzig geborenen Epperlein wurde nach dem Krieg Halle zu seiner Heimatstadt, wo er 1995 auch verstarb.
Epper_Band 6
In seinem sechsten Witzbuch hat Epperlein wieder zahlreiche komische Situationen des Alltags aufgegriffen. Er entführt mit seinen Zeichnungen aber auch in den Weltraum oder in die Welt des Theaters, wo z.B. Papa Tell an seinen Schießkünsten verzweifelt. Während der Apfel auf dem Kopf seines Sohnes noch auf den Volltreffer wartet, ist die ganze Bühnenausstattung schon demoliert.

Mitunter hat Epper auch hellseherische Qualitäten: Da prahlt eine Mutter gegenüber der Nachbarin, dass ihr kleiner Sohnemann schon selbst telefonieren kann. Auf der anderen Hausseite liefert ein riesiges Speditionsfahrzeug bereits die ersten Spielsachen an. Heute 2014 sicher keine Seltenheit, wo schon die Kleinsten mit dem Handy umgehen können.

Mit dem neuen Epper-Buch Band 6, das im Buchhandel und in den MZ-Geschäftsstellen erhältlich ist, können die älteren Hallenser alte Epper-Erinnerungen auffrischen oder ihre Sammlung vervollständigen. Die jüngeren Saalestädter haben dagegen die Möglichkeit, die typischen Epper-Witzfiguren mit ihrer Alltagskomik und ihren Missgeschicken kennenzulernen. Schmunzeln ist garantiert.

Manfred Orlick

Epper: „… Band 6 …“, Verlag & Verlagsservice Fa. Schneidewind Halle 2014, 4,00 €, 80 S., ISBN 978-3-939040-41-5

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