Burgen und Sagen im Harz

7. Juni 2020 | Rezensionen | Keine Kommentare

Am 15. April 1868 wurde in Wernigerode der Harzverein für Geschichte und Altertumskunde ins Leben gerufen. Den 150. Jahrestag seiner Gründung nahmen der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V. und die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt zum Anlass, mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Klosters Ilsenburg e.V. am 13. und 14. April 2018 eine Tagung zum Thema „Burgen und Sagen im Harz“ durchzuführen.

Im Mitteldeutschen Verlag ist nun der Tagungsband mit vielen interessanten Beiträgen erschienen. So stellte Kathrin Pöge-Alder traditionelle Sagen und Volkssagen im Harz vor, der seit jeher eine Region der Sagen und Mythen ist. Jan Habermann widmete sich den zahlreichen Burgen im Harz in der Zeit des hohen Mittelalters als Machtbefestigungen des Königs Heinrich IV. Stefan Wendlik würdigte den Grafen Botho zu Stolberg-Wernigerode (1805-1881) als Sagenforscher, der sich intensiv mit der Mythologie und Sagenwelt des Harzes befasste. Ergänzend stellte Claudia Valter die Sammlung der Burgenzeichnungen des Grafen vor, die sich heute im Museum für Nationalgeschichte in Nürnberg befinden.

Der Pädagoge Uwe Lagatz berichtete, wie die „alten verfallenen Schlösser an und auf dem Hartz“ bereits Reiseziele der frühen Harztouristen waren, als der Massentourismus noch nicht etabliert war. Joachim Schymalla belegte anhand der Burg Falkenstein den engen Zusammenhang zwischen Burgenforschung und historischen Sagen. Zusätzlich wurde ein Beitrag von Ernst Kiehl über die populäre traditionelle Musik bzw. Volksmusik im Harz aufgenommen.

Der reich bebilderte (meist historische Abbildungen) Band wendet sich somit vorrangig an ein breites heimatgeschichtlich interessiertes Publikum.

Landesheimatbund Sachsen-Anhalt in Verbindung mit der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt (Hg.): „Burgen und Sagen im Harz“, Mitteldeutscher Verlag Halle 2020, 25,00 €, 232 S., ISBN 978-3-96311-363-5

 

 

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