Polizeieinsätze sind im Durchschnitt schnell genug

16. Mai 2018 | Nachrichten | 1 Kommentar

Die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt könne auf eine pünktliche Landespolizei setzen, heißt es inn einer erklärung des Innneministeriums. Das Ministerium hatte die Anzahl der polizeilichen Einsätze sowie die damit verbundenen Einsatzrektionszeiten für das erste Quartal 2018 erhoben.

Danach wurden von Anfang Januar bis Ende März 2018 landesweit knapp 43.000 polizeiliche Einsätze erfasst. Insbesondere die relevante Reaktionszeit bei sogenannten priorisierten Einsätzen, also Einsätzen, bei denen Lebensgefahr besteht oder ein Täter noch am Tatort ist, lag im Durchschnitt unterhalb der angestrebten Maximalzeit von 20 Minuten. Hier  konnte die Polizei im Durchschnitt in 16:03 Minuten vor Ort sein. Für alle weiteren Einsätze ohne zeitliche Dringlichkeit (z.B. Verkehrsunfälle ohne Personenschäden, Keller-/Laubeneinbrüche oder Sachbeschädigungen) benötigte die Polizei durchschnittlich 24:27 Minuten, um am Einsatzort einzutreffen.

Sachsen-Anhalt ist eines der wenigen Bundesländer, welches seine polizeilichen Einsatzreaktionszeiten in dieser detaillierten Form erfasst.

Im Zuge der Organisationsfortentwicklung in der Landespolizei in der vorangegangenen Legislaturperiode wurden u. a. auch ein zentrales Notrufmanagement, das System der Streifenbereiche und ein interaktives Funkwagenmanagement etabliert. Das habe  zur Folge gehabt, dass sich die Zusammenarbeit der örtlich zuständigen Polizeireviere mit den Lage- und Führungszentren der Polizeidirektionen stetig verbessert habe und die Auftragsvergabe an die jeweiligen Funkstreifenwagen selbstständig und ohne zeitlichen Verzug erfolgt seien, lobt sich das Ministerium.

Neben der Unterlegung von Geokatalogen zur besseren Visualisierung der Einsatzörtlichkeiten für die Disponenten in den Einsatzleitstellen wurden die Funkwagen mit einer GPS-Ortung versehen. Dies ermöglicht dem Disponenten, den jeweils örtlich zum Ereignisort nächstgelegenen Funkstreifenwagen zeitsparend einzusetzen.

Als Zielwert für die Interventionszeit bei Blaulichtfahrten, also priorisierten Einsatzanlässen, wird die Prämisse von max. 20 Minuten vorgegeben, welche durch die Landespolizei zu einem Großteil wiederholt deutlich unterschritten wird.

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