Wiegand legt seine Wahlkampfkosten offen

21. Oktober 2012 | Politik | 3 Kommentare

Noch sechs Wochen, dann steht ein Amtswechsel im Rathaus von Halle an. Zeit, nochmal einen Rückblick auf den Wahlkampf zu werfen.

Beim neuen halleschen Oberbürgermeister Bernd Wiegand habe der Wahlkampf rund 58.000 Euro gekostet. Einen Großteil der Kosten machen Wiegand zufolge die Ausgaben für Plakate (rund 14.000 Euro), Anzeigen in Print- und Online-Medien (rund 20.000 Euro), Rikscha-Aktion (rund 4.000 Euro) und T-Shirt-Aktion (rund 2.600 Euro) aus. Im Wahlkampf selbst hatte Wiegand noch von 15.000 Euro gesprochen.

„Ich habe im Wahlkampf immer betont, dass ich die Kosten nach der Wahl offenlegen werde. Auch das ist Transparenz“, so Wiegand. Den Großteil der Kosten trage er als parteiunabhängiger Kandidat mit rund 46.000 Euro selbst. „Ich habe dafür einen Kredit aufgenommen“, sagt er. Weitere 12.000 Euro habe der Verein „Hauptsache Halle“ eingeworben. Weil dessen Zweck mit der erfolgreichen Wahl erfüllt sei, sei dieser nun aufgelöst worden, so Wiegands Wahlkampfmanagerin Sabine Ernst. Das habe die Mitgliederversammlung beschlossen.

Bernhard Bönisch, Herausforderer von Wiegand in der Stichwahl, sprach im Wahlkampf von einem Etat in Höhe von 50.000 Euro. Wie er jetzt sagte, sei die Abrechnung zwar noch nicht da. Doch er habe auch gar nicht vor, die Wahlkampfkosten zu veröffentlichen. Aus Reihen der Christdemokraten hört man aber bereits Zahlen von mindestens 200.000 Euro, die der Wahlkampf gekostet hat. Mit Blick auf die massive Plakatierung und dem Vergleich von Wiegands Plakatkosten in Höhe von 14.000 Euro erscheint das durchaus realistisch. Außerdem hatte die CDU unter anderem ein Wahlkampfbüro gemietet.

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