Wiegand erlebt gleich zwei Niederlagen gegen Stadtrat

21. Februar 2013 | Politik | 6 Kommentare

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand hat am Donnerstag gegenüber den Stadtratsfraktionen gleich zwei Niederlagen erfahren. Zunächst kam kein einziger Stadtrat zum Finanzausschuss. Und dann wurden auch noch seine Pläne abgelehnt, Rauschenbach ohne Einvernehmen mit dem Landesverwaltungsamt als Sparberater einzusetzen.

Halb gefüllt war der Wappensaal im Stadthaus am Donnerstagnachmittag. Die Stadtverwaltung war in voller Stärke zum Finanzausschuss gekommen, darunter Finanzdezernent Egbert Geier und der Leiter des Hauptamtes Dirk Furchert. Doch die Plätze der Stadträte blieben um 16.30 Uhr leer. Am Dienstag hatte der Finanzausschuss alle weiteren Sitzungen bis zum 12. März abgeblasen. Wiegand dagegen bestand auf dem Termin. Das Ergebnis war zu sehen: die Sitzung musste ausfallen, weil kein einziger Stadtrat kam.

Voller war es dagegen eine halbe Stunde später im Vergabeausschuss. Der verhandelte hinter verschlossenen Türen über Wiegands Anliegen, das vergangene Woche von den Stadträten verlangte Einvernehmen mit dem Landesverwaltungsamt zum Sparberater doch nicht mehr einzufordern. Doch einstimmig blieb der Ausschuss bei seiner Meinung, erfuhr HalleSpektrum.de aus gut unterrichteten Kreisen. Heißt: Niederlage für Wiegand. Er muss sich mit dem Landesverwaltungsamt an einen Tisch setzen und einen Sparberater finden, den das Amt akzeptiert. Gegenüber Rauschenbach hat das Amt unter anderem vergaberechtliche Bedenken.

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