Wahlkampf: FDP-Fraktionschef Brüderle in Halle

19. August 2013 | Politik | 5 Kommentare

In fünf Wochen wird ein neuer Bundestag gewählt, die Parteien bringen sich in Stellung und schicken die Politprominenz hinaus ins Land. Am Montag schaute der Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, in Halle vorbei, um der Direktkandidatin Cornelia Pieper Schützenhilfe zu geben.

Zunächst stand ein Besuch bei der Mitteldeutschen Zeitung an. Im Anschluss ging es zum Backmischungshersteller „Kathi“. Bei Pflaumen-Streusel- und Mandarine-Schmand-Kuchen stand ein Gespräch mit der Unternehmensleitung an. Am späten Nachmittag sprach dann Brüderle in der Neuen Residenz vor interessierten Gästen, die sich im Vorfeld um eine Einladung bemüht hatten. Für alle anderen blieb das historische Bauwerk mit seinem Kunstgarten geschlossen. „Technische Gründe“, hieß es gegenüber Passanten.

In seiner Rede hob Brüderle die liberale Tradition Sachsen-Anhalts hervor. Der erste Ministerpräsident nach dem zweiten Weltkrieg war mit Erhard Hübener ein Liberaler. Es ist das Geburtsland von Hans-Dietrich Genscher. Brüderle hob die Wiederaufbauleistung der Ostdeutschen nach dem Ende der DDR hervor. Pieper mache einen guten Job als Staatsministerin, konstatierte Brüderle. Ihre Arbeit wirke nachhaltig und habe viele Effekte, die nicht immer im Fokus der Öffentlichkeit stünden. „Wir sind nicht die CDU für schlechte Kirchgänger und nicht die SPD für Nichtgewerkschafter“, sagte er, „sondern eine eigenständige politische Kraft.“ Das mache die Partei unabhängiger, den Wahlkampf aber auch härter.

Deutschland stehe gut da, sagte Brüderle Bezug nehmend auf die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung. „Die Welt beneidet uns.“ Kein Land in Europa sei wirtschaftlich erfolgreicher, „im Gegenteil, wir ziehen oft die Neidbetrachtung der Nachbarn auf uns.“ Das reale Wachstum liege derzeit bei 0,7 Prozent. „Ganz Europa ist drunter, die meisten haben Minus.“

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