Untreue-Prozess gegen OB Wiegand: Staatsanwalt fordert 1 Jahr und 4 Monate Haft

8. Dezember 2014 | Politik | 10 Kommentare

Voll war es am Montagvormittag im Landgericht in Halle. Der Untreue-Prozess gegen Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand neigt sich dem Ende, nachdem er ein halbes Jahr länger dauerte als zunächst angesetzt.

Die Staatsanwaltschaft forderte 1 Jahr und vier Monate Haft auf Bewährung für das hallesche Stadtoberhaupt wegen schwerer Untreue. Daneben soll das Stadtoberhaupt 10.000 Euro Strafe zahlen. Wiegand zeige keine Reue und wolle mit dem Kopf durch die Wand, so der Staatsanwalt Frank-Thomas Schulze.

Wiegands Anwalt Michael Nagel wies die Vorwürfe zurück. Am Donnerstag werden seine weiteren Anwälte Jan Schlösser und Ralph Heiermann die Plädoyers halten. Voraussichtlich am Freitag wird Richter Helmut Tormöhlen, dem zwei weitere Richter und zwei Schöffen zur Seite stehen, sein Urteil fällen.

Wiegand hatte nach der Wahl an seinem ersten Amtstag am 1. Dezember 2012 neben Büroleiterin Sabine Ernst auch Martina Wildgrube (FDP) und Oliver Paulsen (Grüne) in sein Team geholt. Alle Drei wurden in der sogenannten Erfahrungsstufe 5 eingruppiert, laut Staatsanwaltschaft hätten die Mitarbeiter aber die Voraussetzungen dafür nicht mitgebracht. Durch die Einstellungen sollen Halle dadurch Mehrausgaben von knapp 300.000 Euro entstehen.

Print Friendly, PDF & Email
10 Kommentare

Kommentar schreiben