„Unterlassene Hilfeleistung“: Mahnwache in Halle für die Opfer der Bootskatastrophe

22. April 2015 | Politik | 1 Kommentar

Immer wieder verunglücken Flüchtlingsboote auf dem Mittelmeer. Groß in den Medien ist die Katastrophe mit hunderten Toten am Wochenende. Nicht erst seit gestern sterben Menschen aufgrund der restriktiven Flüchtlingspolitik seitens der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten auf der Suche nach einem besseren Leben.

Aus diesem Grund fand am Mittwoch unter dem Motto „Wir schämen uns“ eine Mahnwache auf dem halleschen Marktplatz in Gedenken an die vielen Toten statt. Sprüche wie „Refugees are welcom here“, „Unterlassene Hilfeleistung“ oder „Abschotten tötet“ waren zu lesen.

„Schluss mit dieser von Rassismen durchsetzten Abschottungspolitik“, heißt es von den Veranstaltern der Mahnwache. „Menschen, die nach Europa einreisen wollen, dürfen nicht mehr länger ihrem Schicksal überlassen werden! Wir brauchen nicht nur eine gut organisierte Seenotrettung für solche Fälle, sondern müssen ebenfalls dafür Sorge tragen, dass die Ursachen für Flucht und Verfolgung an der Wurzel bekämpft werden.“

Unter den Demonstranten waren unter anderem die Stadträte Ute Haupt (Linke), Eric Eigendorf und Katharina Hintz (SPD), der Landtagsabgeordnete Swen Knöchel (Linke) der Stadtratsvorsitzende Hendrik Lange (Linke).


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