Szabados verwundert über Voß-Abwahl

20. November 2012 | Politik | 3 Kommentare

Am Dienstag kam Noch-Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados aus ihrem Urlaub zurück und sah sich gleich einem unliebsamen Thema ausgesetzt: vor einer Woche hatte der Hauptausschuss eine Vertragsverlängerung des Stadtmarketing-Chefs Stefan Voß mit einem Patt von 5 zu 5 Stimmen abgelehnt. „Meine Stimme hätte er gehabt“, meinte Szabados. Doch weil sie im Urlaub war, verfiel diese Stimme.

Über die Ausschuss-Entscheidung sprach das Stadtoberhaupt von einer „Brüskierung der Mitgesellschafter des Stadtmarketings.“ Dann neben der Stadt sind unter anderem auch City-Gemeinschaft und Universität Mitglied. In den nächsten Tagen will sie nun klären lassen, inwiefern der Hauptausschuss überhaupt entscheiden durfte und ob dieser Beschluss überhaupt eine arbeitsrechtliche Bindung hat. Denn die Gesellschafter hatten sich bereits für Voß entschieden.

Voß habe keine schlechte Arbeit geleistet, „er hatte viele gute Ideen.“ Ihr seien Leute lieber die man bremsen muss als Leute, die man anschieben muss, sagte sie. Er habe die Stadt nach Außen gut vertreten. Richtig sei es auch gewesen, mehr auf Kongresse zu setzen.

Kritik übte Szabados am Stadtrat. Denn dieser habe damals bei der Gründung des Stadtmarketings beschlossen, keinen Aufsichtsrat einzusetzen. Sollten die Räte nun eine Mitbestimmung wollen, müsste man entsprechend die Satzung ändern. Doch genau dazu gab es bereits im August 2009 Bestrebungen. Weil Voß damals plötzlich ein neues Logo der Stadt vorstellte und den Weihnachtsmart in Kerzenmarkt umbenennen wollte, platzte einigen Räten der Kragen. Sie forderten die Installation eines Aufsichtsrats. Doch mehr als ein Beirat ohne Entscheidungsbefugnis kam nicht raus.

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